Auswertung

Nach Ablauf der Abstimmungsfrist wird automatisch die Ergebnisauswertung gestartet.

Dabei wird ein Condorcet-Verfahren benutzt, genauer gesagt ein modifizierter Copeland. Für jeden Einzelplatz wird ein Bild ermittelt, dieses Bild dann aus der Liste genommen, und dann der nächste Platz ermittelt.

Das Condorcet-Verfahren wertet aus, wie viele Leute ein Bild schlechter bzw. besser fanden als ein Anderes. Die von den Benutzern vergebenen Plätze werden in ein solches Verhältnis umgerechnet.

Für jeden Platz wird versucht, mit einem dieser Verfahren einen Gewinner zu finden (die Verfahren werden in der genannten Reihenfolge angewandt):
  1. Condorcet-Kriterium
  2. schwaches Condorcet-Kriterium
  3. Ignorieren knapper Siege
  4. Tiebreak durch Stimmenabstand im Schwartz-Set
  5. Tiebreak durch Stimmenabstand
  6. Gleichstand, Unentschieden

Die einzelnen Kriterien

Das Concordet-Kriterium

Das Bild ist schneidet im direkten Vergleich besser ab als jedes andere Bild. Mit anderen Worten, dieses Bild wird von mehr Leuten für besser als jedes andere Bild gehalten, als irgendein anderes Bild für besser als dieses Bild halten.

Das schwache Condorcet-Kriterium

Das Bild schneidet als einziges Bild im direkten Vergleich besser oder gleich gut wie alle anderen Bilder ab.

Ignorieren knapper Siege

Wenn kein Bild das starke oder schwache Condorcet-Kriterium erfüllt, werden so lange knappe Ergebnisse gestrichen, bis ein Bild das schwache Kriterium erfüllt. Das heißt, wenn "bis 4" ignoriert wird, werden alle Ergebnisse gestrichen, bei denen ein Bild nur von bis zu 4 Abstimmern für besser als das Andere gehalten wird. Je höher die Zahl, desto knapper der Sieg.

Tiebreak: Stimmenabstand im Schwartz-Set

Mehrere Bilder erfüllten das schwache Condorcet-Kriterium, und das Ignorieren knapper Siege brachte keinen Gewinner. Solch eine Situation ergibt sich zum Beispiel, wenn am Ende zwei Bilder übrig sind, und jedes von gleich vielen Leuten für besser oder schlechter als das Andere gehalten werden. In diesem Fall wird der Abstand zwischen den Plätzen genommen, die die Bilder bei der Abstimmung erhielten. Beispiel: (alle bereits gestrichenen Ergebnisse weggelassen, A ist der Bildname, 5 ist der Platz) A 5, B 10 B 6, A 10 In diesem Fall würden gleich viele Abstimmer A und B für besser als das jeweils Andere halten, aber A gewinnt mit 5 Plätzen Vorsprung, B nur mit 4. A wäre der Gewinner.

Tiebreak: Stimmenabstand

Das Verfahren ist analog zum "Tiebreak: Stimmenabstand im Schwartz-Set", aber es gab kein Schwartz-Set (= gar kein Bild erfüllte das schwache Condorcet-Kriterium).

Für und Wider

Was gegen den Condorcet spricht.

  1. Es ist möglich, daß ein Bild siegt, was von niemandem auf Platz 1 gewählt wurde, oder von weniger Leuten auf Platz 1 gewählt wurde als das letzte Bild im Wettbewerb. Das ist allerdings bei nahezu jedem anderen Verfahren auch möglich.
  2. Das Verfahren ist schwer verständlich. Ja, das ist es.
  3. Die geringe Wichtigkeit der tatsächlichen Platzierung ist mindestens auf den ersten Blick unerwartet.
  4. Das Verfahren legt viel Wert auf die reine Anzahl der Besser/Schlechter-Verhältnisse, und nur wenig auf den Unterschied in den Platzierungen.
  5. Es erlaubt taktisches Wählen.

Was für das Verfahren spricht.

  1. Es ist relativ manipulationsunempfindlich. Insbesondere bewirken ein paar Rachebewertungen kaum etwas. Systeme, bei denen die vergebene Platzierung wichtiger ist, sind hingegen deutlich anfälliger. Rachebewertungen sind ein tatsächlich auftretendes Phänomen...
  2. Es ist Clone-independent - unempfindlich gegen Klone. In unserem Fall gibt es oft sehr ähnliche Bilder - da wäre ein Verfahren, was in diesem Fall zur Auswahl von einem von mehreren ähnliche beliebten Bildern zwingt, schädlich, ebenso wie ein Verfahren, bei das Gegenteil passiert.
  3. Es vermeidet, daß sich extrem unstrittene Bilder durchsetzen.