ihr Kinderlein kommend... oder die Geschichte vom häßlichen Entlein *Weihnachten 2009*
© Ralf Kistowski
ihr Kinderlein kommend...  oder die Geschichte vom häßlichen Entlein *Weihnachten 2009*
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Aufnahme vom 16.05.2009:

Als wir noch Kinder waren, wohnten wir mit unseren Großeltern unter einem Dach. In jedem Jahr freuten wir uns immer wieder auf die Vorweihnachtszeit, in der wir Plätzchen backten und in der uns an den langen Abenden auch viele Geschichten erzählt wurden. Eines der Bücher haben wir noch heute in unserem Schrank. Es ist die "Große Sammlung der Märchen von Hans-Christian Andersen". Eine seiner Erzählungen, die uns immer in besonderer Erinnerung blieb, ist die Geschichte vom häßlichen Entlein:

Eine Entenmutter brütete sechs gesunde putzige Entlein aus. Das siebte Ei jedoch war größer, drum dauerte es länger, bis ein graues Küken ausschlüpfte. Die sechs Küken lernten schnell. Das siebte wirkte tollpatschig, unbeholfen und ungewöhnlich hässlich. Die Tiere verspotteten es, weil es dumm und hässlich war, und keines von ihnen wollte mit ihm spielen. Es beschloss, davonzulaufen. Er traf zwei Gänse, die auch keine Antwort darauf wussten, warum es so hässlich war, und wurde von den Gänsen vor dem Jäger gewarnt. Kein Tier, dem es begegnete, hatte je von einem grauen Entenküken gehört. Von einer alten Bäuerin wurde das Entlein für eine Gans gehalten und in einen Käfig gesperrt, um Gänseeier zu legen. Es konnte da drinnen jedoch keine Eier legen. Als die Bäuerin eines Nachts versehentlich die Käfigtür aufgelassen hatte, entschloss sich das kleine Entlein aus Angst geschlachtet zu werden zur Flucht. Als der Morgen graute, fand es ein Versteck im Schilf am Rande eines wunderschönen Sees und blieb dort eine Zeit lang. Es beobachtete immer wieder die schönen, stolzen Schwäne und wünschte sich, auch einmal so schön zu sein. Als der Winter übers Land kam, musste das Entlein sein Versteck verlassen, um Nahrung zu suchen. Seine Kraft ließ nach, bis es schließlich in den Schnee fiel. Doch es hatte Glück, ein Bauer sah es und nahm es mit nach Hause. Die Familie kümmerte sich den Winter über um das Entlein. Im Frühling brachte der Bauer es wieder zurück an den See - und dort erkannte es sich im Spiegelbild des Wassers kaum wieder: Es war zu einem erwachsenen, stolzen Schwan geworden und flog mit den anderen Schwänen davon. Es war wirklich der schönste von allen! ("Quelle: Wikipedia")


Euch allen einen schönen 4. Advent! Im übrigen schneit es bei uns gerade...

LG, Gordana & Ralf

PS.: und wer das siebte Küken und auch den stolzen Schwan sucht, der schaue bitte hier: http://www.wunderbare-erde.de/ [verkürzt] 05_16_5859-Schwanenfamil~0.jpg
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