Life At The Edge
© Mark James Ford
Life At The Edge
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Ein Bild von letztem Wochenende, an dem wir ein paar Tage in Andalusien waren. Neben ein bisschen Kultur und Genießen in Sevilla und an der Küste war unser Hauptziel der Rio Tinto zum Fotografieren. Einer der interessantesten und wirklich "besonderen" Flüsse Europas. Wie ein bunter Regenbogen schlängelt er sich durch den Westen Andalusiens und die Farben dieses Flusses sind einfach unglaublich. An einigen Stellen tatsächlich tiefrotes Wasser, was wie Blut wirkt, und unter Wasser Farben in so vielen roten, orangenen, gelben und grünen Nuancen welche insbesondere in der Sonne unheimlich intensiv leuchten. Kein wirkliches Leben ist in diesem Fluss, keine Fische, keine Säugetiere… nichts. Insekten sterben sobald sie das Wasser berühren. Kein Leben im Wassser außer diese Mikroorganismen welche wie Unterwasserpflanzen aussehen, aber keine Pflanzen sind und bei Berührung sofort zerfallen. Die Makrostrukturen sind an vielen Stellen zu finden und durch die Fließgeschwindigkeit des Wassers wirken sie als wären sie in Bewegung. Die Ursache für Farben und Formen dieses Gewässers sind im Bergbau der Vergangenheit zu finden und der Verwitterung sulfidischer Schwermetallminerale. Es handelt sich dabei um mikrobiell bedingten Oxidation der Sulfidminerale, bei der Sulfid durch spezielle Bakterien und Archaeen zu Schwefelsäure oxidiert wird und die Schwermetalle dabei als in Wasser gelöste Ionen frei werden. Der pH Wert des Flusses beträgt an einigen Stellen nur 1.7-2.5, das heißt nur extrem säureliebende Mikroorganismen findet man dort. Neben Eisen und Kupfer findet man auch Kobalt, Mangan und Cadnium im Wasser. Sogar die NASA hat an dem Fluss schon geforscht weil dieses einmalige Ökosystem Ähnlichkeiten mit dem Mars aufweist. Aber nicht nur wenn man das weiß, erinnert diese Landschaft und das Wasser an den Mars, es ist extrem surreal dort unterwegs zu sein. Für mich als Chemiker ist das alles natürlich sehr interessant, aber vor allem fotografisch war es ein Paradies für mich. Die extreme Hitze hat uns sehr zu schaffen gemacht und die Tatsache bei knapp 40°C in der vollen Sonne in Gummistiefeln im "scheinbar erfrischenden" Wasser zu stehen, aber keinesfalls Hautkontakt mit diesem Wasser haben zu wollen, war ebenso surreal wie der Fluss und die Landschaft selbst. Aber die Vielfalt und unglaubliche Farbpallette der Motive hat uns beide nicht nur entschädigt, sondern sowohl Ines als auch mich beeindruckt und berührt.

Viele Grüße, Mark
Autor: ©
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Aufgenommen: 2016-08-28
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 766.5 kB, 1000 x 667 Pixel.
Technik:
Sigma DP3 Merrill,
ISO 100, F2,8, 1/125 sec.
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Farben und Formen:
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