~ Ghost crab ~
© Jan Piecha
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Bei einer früheren Reise konnte ich erst am letzten Abend einen Strandabschnitt entdecken, an dem einige Geisterkrabben unterwegs waren, was mich sehr geärgert hat. Umso schöner, dass ich jetzt einige Tage an einem Strand voller Geisterkrabben verbringen konnte und so auch endlich zu ein paar Aufnahmen gekommen bin.

Was erst einmal einfach klingt, war jedoch gar nicht so einfach. Den Großteil der Krabben sieht man erst ab der Dämmerung oder nachts mit der Taschenlampe. Ich kannte jedoch nach einiger Zeit an unserem verlassenen Strand auch eine Ecke, wo auch tagsüber immer wieder einzelne Tiere unterwegs waren. Das nächste Problem ist, dass sie ziemlich scheu sind und entweder direkt in ihrem Loch verschwinden oder ins Meer rennen. Am Anfang habe ich mich einfach vor ihrem Loch angesetzt und so einige erste Aufnahmen gemacht.

Irgendwann wollte ich aber gerne einen anderen Blickwinkel haben. Jegliche Annäherungsversuche gestalteten sich allerdings schwierig, weshalb ich etwas neues versucht habe. Die Krabben, die in Richtung Wasser gelaufen sind, wurden häufig durch die Wellen wieder auf den Strand gewaschen. Sobald die Welle wieder abgezogen war, blieben sie jedoch zunächst an Ort und Stelle sitzen. Erst noch etwas zusammengekauert und nach kurzer Zeit richteten sie sich dann auf. Der Trick war es sich möglichst schnell zu positionieren solange sie noch mit Wasser bedeckt waren und sich danach nicht mehr großartig bewegen zu müssen. So konnte ich einige Serien der Geisterkrabben aus der Nähe aufnehmen. Gelegentlich wurde man dann von den darauffolgenden Wellen etwas umspült, wobei man vor allem mit der Kamera in flacher Aufnahmeposition etwas aufpassen musste. Zwei Mal war es sehr knapp, aber zum Glück ist alles gut gegangen. :-D

Was übrigens ganz spannend zu sehen war: Während sie von der Welle erwischt werden, klappen sie ihre Augen nach außen weg und legen sie sicher in diesen Mulden im Panzer an. Sobald sie wieder Boden unter den Füßen haben und die Welle vorbei ist, richten sie sie wieder auf. Die Hörner auf ihren Augen fand ich zudem auch sehr spannend. Bei den ganz jungen Krabben waren sie noch gar nicht ausgeprägt, bei einigen größeren nur ein bisschen und bei den (wie ich vermute) älteren deutlich stärker. Ich vermute, dass es für sie auch eine Art optisches Signal für die innerartliche Konkurrenz darstellt, ähnlich wie bei Rehen und Hirschen. Ein junger Spießer misst sich schließlich auch nicht mit dem kräftigen Vierzehnender, da er direkt sieht was Sache ist. Meine Vermutung wäre daher, dass diese Hörner auch Aufschluss über die Rangordnung zwischen den Krabben geben.
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2019-08-03
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 358.8 kB, 1000 x 667 Pixel.
Technik:
Brennweite 70mm
1/250 Sekunden, F/11, ISO 800
Belichtungsautomatik, Korrektur 1/1, automatischer Weißabgleich
Canon EOS R
EF24-70mm f/4L IS USM
Polfilter
Ansichten: 168 durch Benutzer, 182 durch Gäste
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