Unterwasserimpression - und Überlegungen zu Bilddeklarationen
© Uwe Ohse
Unterwasserimpression - und Überlegungen zu Bilddeklarationen
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https://naturfotografen-forum.de/data/o/313/1567412/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/313/1567412/image.jpg
Seegrund in Ufernähe, aufgenommen vor über 6 Jahren im Üttelsheimer See in Duisburg, und seit über vier Jahren im Uploadspeicher.

Für Situationen wie diese braucht man ein Blätterdach, hochstehende Sonne, eingetrübtes Wasser, und eine minimale Menge Wind.

Der Quader müsste nicht unbedingt sein, er stört mich etwas - aber er ist seit 4 Jahrzehnten oder so im See, und gut bewachsen, also haben sich die Seebewohner wohl an ihn gewöhnt.



Jene Grundsatzdiskussion über die Angaben zur Bildentstehung ist ja leider nicht sehr produktiv verlaufen, auch weil es praktisch weniger um Grundsätze als um die Bilder einer Person zu gehen schien. Das ist durchaus schade, weil dies das Thema vergiftet hat, und dazu geführt hat, dass wir diese Diskussion geschlossen haben und für die nächste Zeit die Hemmschwelle für Sperren deutlich niedriger liegt (Re: Forum- Bildbearbeitung- ehrliche Angaben).

Wozu sind Bildangaben gut?

Für einige von uns sind die Angaben komplett überflüssig, sie brauchen nur manchmal Hinweise darauf, was sie sehen, aber sie beurteilen das Bild, wie sie es sehen, und etwas Anderes interessiert sie nicht.

Andere wollen ein Bild nach seinem Entstehungsweg beurteilen. Selbst "erarbeitet" oder "gekauft", "gestellt" oder "natürlich", "echt" oder "Photoshop". Für diese Gruppe sind glaubwürdige Entstehungsinformationen wichtig.

Dazwischen wird es bestimmt noch Abstufungen und andere Begriffe geben, aber darauf kommt es gerade nicht an.

Es ist nicht Sache des Forums, des Betreibers, der Admins oder anderer Benutzer, die eine Hälfte davon dazu überzeugen, dass sie anders bewerten soll. Dazu haben wir weder das Recht noch die Ausdauer.

Halten wir mal fest:Für einen Teil der Benutzer sind die Angaben relevant zur Bildbeurteilung. Das spricht dafür, Angaben abzufragen, um denen entgegen zu kommen.

Was sollen Angaben zur Bildentstehung umfassen?

Man könnte die Vorbereitung beschreiben, die Örtlichkeit, die benutzte Technik, die kleinen Tricks, um die Tiere zu positionieren, und auch alles, was man in der Bildbearbeitung gemacht hat. Das wäre transparent und in mancher Beziehung vorbildlich.

Ich fände es gut, wenn es öfters geschähe, aber ich kann, und will, es nicht verlangen.

Wir haben hier Leute, deren Kreativität bei Bildbeschreibungen noch zu einer Ortsangabe (Nationalpark ABC) reicht. Ein Teil dieser Leute könnte gehen, wenn man sie zu mehr nötigen will, und das wäre ein Verlust, den man gegen den Gewinn abwägen müßte.

Wir haben hier Leute, die niemals ehrlich beschreiben werden, was sie vor Ort tun. Dafür gibt es gute (Nachahmer nicht zu animieren) und auch schlechte Gründe (die Vermeidung berechtigter Kritik zum Beispiel). Ein Teil dieser… ja, wie oben.

Wir haben hier Leute, die nicht angeben wollen, wo sie fotografiert haben. Dafür gibt es gute (sensible Orte schützen), weniger gute (dass niemand die CO2-Bilanz des Bildes mitbekommen soll), und schlechte Gründe (man darf selbst nicht an den Ort, und möchte lieber keine Aufmerksamkeit auf sein illegales Tun lenken). Ein Teil dieser… wie oben.

Ich habe vor langer Zeit die Abwägung gemacht, und in den sauren Apfel gebissen. Sicher, die Informationen könnten nützlich sein, aber sie müssen nicht, und sie könnten auch schaden. => daraus machen wir besser keine Pflichtangaben.

Hides/Verstecke und so

Dann wäre da noch die Frage, ob man sich den Ort selbst erarbeitet hat oder sich ein fertiges Versteck angemietet hat. Für einige von euch ist das für eine wichtige Information, um den Hintergrund eines Bildes beurteilen zu können. Die Fotografen, die Verstecke anmieten, scheinen das eher weniger gerne bekannt zu geben (ich habe darüber keine Statistik geführt, und plane auch nicht, meine Zeit dafür zu nutzen). Es geht ja niemanden etwas an, wofür sie wie viel Geld ausgeben, und außerdem sollen die Betrachter bitte das Bild betrachten und bewerten, und nicht ihre Sympathie für den Aufsteller des Verstecks oder ihr Weltbild entscheiden lassen.

Der Datenschützer in mir sagt zu dem Thema ganz klar, dass ich die Information, wer wann wie viele Tage in welchem Hide war, lieber nicht hier sehen möchte. "Sehr geehrter Herr/Frau ABC, leider müssen wir ihren Antrag ablehnen, weil Sie in diesem Winter 4 Tage bei -25° in einem Ansitz verbracht haben. Ihre Krankenkasse." Ja, ich weiß, die offizielle Begründung wird eine Andere sein, und noch ist es nicht so weit. Datensparsamkeit ist trotzdem gut.

Ich werde das nicht abfragen. Wer es angeben will - bitte.

Eine Anmerkung zum dokumentarischen Wert

Ich bin mir bewußt, dass auch der Interpretationsspielraum läßt, und die Regeln nicht absolut eindeutig sind. Aber sie sind weit eindeutiger, als es die Regeln zur Bildbearbeitung je sein könnten.
Der Fotograf versichert, dass dieses Bild dokumentarischen Ansprüchen genügt, ohne Arrangements, Beeinflussung oder Manipulation entstanden ist, und nicht sinn- und/oder situationsentstellend verfremdet wurde, sei es vor Ort oder nachträglich. Erlaubt sind nur solche nachträglichen Bearbeitungsschritte, die technische Fehler (wie beispielsweise falschen Weißabgleich oder Sensorflecken) und technische oder optische Unzulänglichkeiten der Aufnahmegeräte (beispielsweise Dynamikumfang, Rauschen oder mangelnde Tiefenschärfe) ausgleichen. Nachträgliche Änderungen an der Tiefenschärfe und die Verwendung von HDR sind im Rahmen der obigen Bedingungen erlaubt, auf sie ist aber unten gesondert hinzuweisen.
Ja, die Formulierungen sind nicht neutral. Sie sollen auch wertend sein. Immer nur neutral zu sein macht einen zum Menschen ohne Werte.

Und ja, der Vogel, der von der Winterfütterung angelockt in ihrer Nähe auf einem Ast sitzt, auf dem er auch sitzen könnte, ist kein ND, weil beeinflusst. Entweder wir schlucken die Kröte, oder die Bilder meist mit Futter an den Menschen gewöhnter Tiere an Orten, die sie sonst nie aufsuchen würden, werden zu Naturdokumenten.

Angaben zur Bildbearbeitung

Bei der Bildbearbeitung sehe ich das etwas anders als bei den anderen Angaben. Es gibt keine rechtlichen oder naturschützerischen Gründe, warum man zur Bildbearbeitung schweigen müsste. Aber wie macht man das praktisch?

Was für den Einen eine starke Bearbeitung ist, ist für die Andere gar nichts. Schaut euch mal bitte kurz um in Landschaften, https://community.naturephotog [verkürzt] ge-galleries/landscape-gallery, https://500px.com/search/landscape-photos, und werft einen Blick in aktuelle Geos, National Geographics, und Naturfotos. Wo zieht ihr da die Grenze?

Die meisten von uns werden da keine klare Grenze ziehen können, und selbst die, die es können, werden sie nicht definieren können. Aber was wir nicht beschreiben können, können wir auch nicht als Basis für eine Regel nehmen.

Am Rande bemerkt: Geht in den Seiten mal fünf Jahre zurück, und dann noch mal fünf. Damals fiel ein Alain Briot noch auf - heute sind seine Bearbeitungen eher maßvoll. Die Zeiten ändern sich - und wir müßten unsere Regeln mit ändern. Möchte jemand ernsthaft diese Büchse der Pandora aufmachen?

Wie können wir die nahezu unendlichen vielen Möglichkeiten, ein Bild zu bearbeiten, auf eine Angabe reduzieren, die es erlaubt, das Bild anhand der Entstehung zu beurteilen, und das so, dass die Angaben nicht subjektiv sind?

Wir hatten früher schon zwei Versuche in der Richtung:
  1. Es gab die Auswahl zwischen "minimal", "global", "lokal", "montage" (Art der Bearbeitung). 84% der Bilder hatten die Angabe "minimal", und das war schon damals unglaubwürdig.
  2. und später die Auswahl zwischen "wenig", "mehr" und "viel" (hier ging es also um das Ausmaß). 90% der Bilder waren "wenig" bearbeitet, und auch das traf nicht nur aus meiner Sicht der Dinge nicht zu.

Beides waren nutzlose Fehlschläge. Eine Wiederholung scheint mir nicht sinnvoll.

Mir ist dazu nichts wirklich Überzeugendes eingefallen. Es kommt meist nicht darauf an, welche Funktionen der Bildbearbeitung man benutzt, sondern wie stark man es tut. Es hilft nicht einmal, gezielt nach Montagen zu fragen - Sonnenstrahlen erzeugt man ja heute im Rawkonverter, und in der Beschreibung der Funktion kommen die Worte Geschmack und künstliche Intelligenz vor, nicht aber Montage oder Betrug. "Ich habe nur den Rawkonverter genommen" hatte vor ein paar Jahren noch eine Aussage - heute nicht mehr.

Also wie machen wir das? Reicht es, dass ich den dokumentarischen Wert stärker herausgestellt habe?

Soll ich im Uploadformular über den technischen Angaben ein paar Zeilen einzufügen, in denen deutlich darum gebeten wird, nähere Angaben zur Entstehung des Bildes zu machen, wenn man annimmt, dass… ja, was eigentlich? "dass sie für Betrachter zur Beurteilung des Bildes wichtig sind?" Aber das nehme ich grundsätzlich nicht an für Sachen, die ich nicht wichtig finde. "dass sich Betrachter getäuscht fühlen könnten, wüssten sie nicht, dass…"?

Fällt jemandem da etwas Gutes ein? Gut reicht - Perfektion ist nicht nötig.
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2012-09-22
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 215.6 kB, 600 x 800 Pixel.
Technik:
Olympus XZ-1, 6mm (entsprechend 28mm Kleinbild)
1/80 Sek., f/2.0, ISO 100
Belichtungsautomatik, Automatischer Weißabgleich
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