Der Knochenbrecher
© Winfried Wisniewski
Der  Knochenbrecher
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Bartgeier im Geierrestaurant von Giant's Castle, Drakensberge, Südafrika.
Er ist der „Lämmergeier“ der Alpen, wo er schon vor Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet wurde. Der letzte „deutsche“ Bartgeier wurde 1855 bei Berchtesgarden vergiftet. Im Englischen wird er „Bearded Vulture“, aber auch Lammergeyer genannt, in Südafrika „Lammergier“. Geschichten von Bartgeiern, die Lämmer geraubt oder sogar Babys durch die Luft fortgetragen haben, machten Jahrhunderte lang die Runde unter den Bergvölkern seines Verbreitungsgebietes. In Spanien heißt er „Quebrantahuesos“, was wörtlich übersetzt „Knochenbrecher“ heißt. Dieser Name deutet auf die Nahrungsgewohnheiten des Vogels hin: Er trägt große Knochen von unglaublichem Gewicht in die Luft, wobei er sie mit den Füßen festhält, und lässt sie dann aus 50 -80 m Höhe auf Felsplatten zerschellen. Mit seiner löffelförmigen Zunge holt er dann das Knochenmark heraus. Ähnlich verfährt er im Mittelmeerraum mit Griechischen Landschildkröten. Mehr als andere Geier frisst er selbst geschlagene Beute. In Afrika lebt eine andere Rasse als in Europa.
Er ist ein Einzelgänger. Er segelt weniger als andere Geier, sondern fliegt mit gemächlichen Flügelschlägen weite Strecken seines Reviers auf der Suche nach Aas ab.
Am Geierrestaurant erscheinen Bartgeier fast täglich. Sie fliegen hart an der Felskante vorbei, auf der das Versteck steht. Doch kann es Stunden dauern, bis sich einer der Vögel am Aas niederlässt. Sind Kapgeier in der Nähe, meiden Bartgeier die Stelle. Die meisten Tiere, die wir zu Gesicht bekommen, sind Jungtiere. Das Jugendkleid ist dunkel schwarzbraun, die Unterseite hellgrau-braun. Die Umfärbung bis ins endgültige Alterskleid kann bis zu sieben Jahre dauern. Auffällig ist die cremefarbene bis rostrot gefärbte Unterseite der Vögel. Nach der Mauser sind die Federn auf Brust und Bauch des Bartgeiers zunächst weiß. Die gelbe oder rostige Farbe ist bedingt durch einen Farbstoff aus Eisenoxyd mit Spuren von Quarz, der in den Höhenlagen, die die Bartgeier besiedeln, an den Ruhe- und Brutplätzen der Vögel regelmäßig vorkommt. Anreicherungen von Eisenoxyden färben in feuchtem Zustand stark ab. Es wird berichtet, daß Bartgeier Stellen mit diesem Farbstoff sogar aktiv aufsuchen.
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2009-07-16
Natur: Beeinflußte Natur ?
Fotografischer Anspruch: Professionell ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 346.4 kB, 999 x 642 Pixel.
Technik:
Nikon D300; 600/4 mit 1,4-fach-Konverter; ISO: 320; 1/640 sec bei Bl. 6.3; Bel.-Automatik, - 1/3 Blende; Bohnensack aus einem Versteck. Die Aufnahme entstand, direkt nachdem die Sonne den Futterplatz erreichte.
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Vögel:
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