Mama Spauz
© Jochen Wüst
Mama Spauz
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Das Jahr 2019 hat es in sich, neben zwei nicht selbst gefundenen Waldkauzbruten direkt in Stuttgart bei denen ich etliche Bilder machen konnte und inzwischen fünf selbst (aber zu spät) gefundenen Waldohreulenbruten habe ich natürlich auch bei den Uhus und Steinkäuzen schon vorbeigeschaut und auch da den Nachwuchs ausgemacht. Zu allem Überfluss kam dann neulich auch noch ein Fotofreund mit einem Tipp von einem uns beiden bekannten Orni der uns eine Sperlingskauzbruthöhle zeigen wollte.
So konnte ich dieses Jahr - nachdem die letzten zwei Jahre der Suche erfloglos verliefen obwohl ich auch im richtigen Gebiet war - nun erstmals endlich auch mit eigenen Augen diesen Pimpf unter unseren Eulen sehen und war die letzte Zeit über so oft wie möglich im Revier.
Die Freude ist groß und das Erlebnis einer solchen Begegnung schwer in Worte zu fassen. Trotzdem hätte ich mich über einen eigenen Fund natürlich noch mehr gefreut. Die Suche wird also fortgesetzt zur Herbstbalz.

Diese Situation hier zeigt das in Höhlennähe ruhende Weibchen am frühen Abend. Etwas später kam zunächst etwas Körperpflege und dann ging der übliche Ablauf los. Üblich heißt: Sie wirft Gewölle und alte Beutereste aus der Höhle, verfüttert evtl. noch etwas Fressbares das bereits in der Höhle lag.
Dann fliegt sie wieder raus und gibt von deckungsreichen Stellen in der Nähe ihre leisen und hoch fiependen "siiiiep"-Rufe von sich die dem Männchen signalisieren, dass es Beute bringen soll. Nach einiger Zeit wird das Männchen dann auch aktiv, reagiert mit seinen "djü"-Rufen an die es manchmal auch ganz kurz den Ansatz eines Tremolos hängt wie man es hauptsächlich vom Herbstgesang kennt. Gleichzeitig nähert es sich an und bringt Beute mit die dann entweder direkt übergeben oder anderswo abgelegt wird. Als Beuteablageplätze werden sehr gerne Astgabeln und Bruchflächen abgeknickter Stämme genutzt. Das Weibchen holt dann die Beute ab und fliegt mit ihr zum Füttern in die Höhle. So geht es dann die gesamte Aktivitätszeit hindurch weiter, wobei kürzer werdende Intervalle zeigen, dass der Nachwuchs nicht mehr lang braucht bis zum Ausfliegen ... Beim letzten Besuch haben schon Junge neugierig aus der Höhle geschaut, allerdings noch etwas "schüchtern". Ich hoffe ich verpasse den Ausflug nicht.
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2019-05-26
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 659.0 kB, 1500 x 1000 Pixel.
Technik:
D500
500mm
f/4
1/250 Sekunde
ISO 3600

Bildbearbeitung mit Capture One Pro 12
Ansichten: 137 durch Benutzer, 200 durch Gäste
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GebietBaden-Württemberg
Rubrik
Vögel:
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