Im Tal der Feuersalamander
© Florian Fraaß
Im Tal der Feuersalamander
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Hallo !

Der Feuersalamander bewohnt gerne feuchte Buchenwälder meist mit Nähe zu einem Fluss, wo die Jungtiere in ruhigen Randbereichen im Wasser zur Welt gebracht werden. Die Salamander sind gute Schwimmer, leben als erwachsene Tiere jedoch meist an Land. Hier bewohnen sie alte Wurzeln, Nischen zwischen Stein- und Felsblöcken oder auch verlassene Mauselöcher. Die Tiere sind meist nachtaktiv und kommen tagsüber nur während oder nach einem Regen zum Vorschein. Sie ernähren sich von Schnecken, Regenwürmern und Insekten. Seine Warnfarben weisen auf das giftige Hautsekret hin, welches ihn vor Pilz- und Bakterieninfektionen sowie vor Fressfeinden schützt. Ein Feuersalamander kann in der Natur über 20 Jahre alt werden. Hauptgefährdungsursachen für die standorttreuen Tiere sind die Verschmutzung von Gewässern, fehlende frostsichere Winterquartiere und der Straßenverkehr.

Ich finde es immer spannend, sich mit Arten etwas näher zu beschäftigen, nachdem man diese selber gesehen hat.

Zur Entstehungsgeschichte des Bildes:

Unweit meines Heimatortes im Fichtelgebirge wurde mir dieses Frühjahr mitgeteilt, dass es einen Waldtalbereich gibt, in dem noch gute Vorkommen von Feuersalamandern vorhanden sein sollen. Im Frühjahr hatte ich bei relativ trockenem Wetter mal geschaut, aber nichts gefunden. Als es nun gestern in Strömen geregnet hat, habe ich es mir angetan, nach den Salamandern zu suchen. Tatsächlich fand ich 7 Tiere auf einer Strecke von ca. 1 km. Sie überquerten einen Radweg, welcher neben dem Fluss mit vielen Steinen als Versteckmöglichkeiten verläuft. Also optimale Biotopbedingungen. Glücklicherweise ist der Radweg nur relativ wenig befahren. Meine etwas naive Vorstellung, dass man einen Salamander auf ein Moospolster setzt und ihn dann fotogen ablichten kann, musste ich gestern mehr als revidieren. Obwohl die Tiere relativ behäbig sind, blieben sie so gut wie nie sitzen. Bei Belichtungszeiten von 1-5 Sekunden war es fast unmöglich, ein scharfes Bild zu erzielen. Um den Kritikern zuvor zu kommen: ich habe ein paar zentral auf dem Weg liegende Salamander ganz vorsichtig - mit einem Plastiktütchen um die Hand gestülpt (um den Hautkontakt zu vermeiden) - vom Radweg entfernt, da dort doch immer wieder Radfahrer, Spaziergänger und Mopeds fuhren. Einer dieser vom Weg verfrachteten Salamander hatte gerade eine Nacktschnecke im Maul. Diesen setzte ich auf einen Stein, aber er krabbelte ein paar Meter weiter auf den großen Stein am Bachrand und verharrte dann dort für wenige Minuten, um die Schnecke zu verdauen. In dieser Phase entstand das Bild – in strömenden Regen mit den Füßen im Wasser stehend. Als Höhepunkt rutschte ich noch auf schmierigem Lehm aus und rutschte auf dem Hosenboden einen Hang hinunter. Am Ende war man voller Matsch und vollkommen durchnässt. Meine ursprüngliche Vorstellung „Mal ein paar Fotos von den Salamandern zu machen“ stellte sich doch als recht naiv heraus.

Das hier gezeigte Bild entstand also mit einigem Einsatz und Fotografenleidenschaft. Mein Wunsch war, einen Salamander in seinem natürlichen Lebensraum abzulichten. Das Glück war, dass er diese Nacktschnecke vertilgte, auf diesen Stein von selber krabbelte (weswegen er dort wahrscheinlich auch ausharrte, obgleich ich ihn ganz in der Nähe abgesetzt hatte) und dadurch für ein paar Minuten etwas bewegungsfaul war.

Viele Grüße !

Florian
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2014-08-31
Fotografischer Anspruch: Dokumentarisch ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 727.1 kB, 1200 x 800 Pixel.
Technik:
NIKON CORPORATION NIKON D7000, 17mm (entsprechend 25mm Kleinbild)
10 Sek., f/13.0, ISO 250
Belichtungsautomatik, Automatischer Weißabgleich, Stativ, Kabelauslöser, Polfilter
Ansichten: 130 durch Benutzer, 450 durch Gäste
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Rubrik
Amphibien und Reptilien:
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