von der Natur zurückerobert
© Magdalena Schaaf
von der Natur zurückerobert
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Hallo,

zur Zeit beschäftige ich mich weniger mit Naturfotografie im engeren Sinn, sondern verstärkt mit von Menschen in der Natur "vergessenen" (?) Dinge. Einerseits bedauerlich, so manchen Verfall oder achtlos weggeworfene Gegenstände zu sehen, andererseits vielleicht auch beruhigend, dass menschliche Spuren nicht "ewig" sind (das betrifft natürlich nicht die vielen Schäden oder Todesfällen von Tieren, die irgendeinen Plastikmüll gefressen haben - aber das ist nicht mein eigentliches Thema im Moment!)

Hier als Beispiel ein alter Holzschuppen, der wohl früher mal ein Pferdestall war. Er schließt schon lange nicht mehr dicht, zig Spinnweben zieren sein Inneres. Die Holzbalken werden langsam morsch, die Nägel schwarz, irgendwo hat auch eine Maus (wahrscheinlich) ein Loch in das Holz genagt und nutzt wohl den alten Stall als trockenen und warmen Schlafplatz.
Auch botanisch wird der Stall allmählich eingenommen, vor allem von Brombeeren und Efeu. Efeu ist eine Kletterpflanze, eine Liane, die immer eine Grundlage zum Festhalten braucht. Dabei ist es ziemlich egal, ob es sich dabei um einen Baum oder um eine Mauer handelt. Kleine Haftwurzeln ermöglichen es der Pflanze, sicht festzuhalten. Hier sieht man auch gut, dass sie nicht nur nach oben wächst, sondern die ganze zur Verfügung stehende Fläche nutzt. Im Spalt zwischen zwei Balken ist der Halt besonders gut / einfach (vielleicht hat sich da auch etwas Humus gesammelt oder die Zersetzung des Holes schon begonnen), sodass der untere Zweig konsequent horizontal diesem "einfachen" Weg folgt. Spannend bei Efeu ist außerdem, dass es zwei Blattsorten gibt: Sonnen- und Schattenblätter. Hier zu sehen sind Schattenblätter, die gelappt sind. Die Sonnenblätter sind nicht gelappt. Stecklinge, die man aus Sonnenblättern zieht, behalten diese Form, auch wenn sie etwas dunkler stehen.
Auch Brombeeren sind bekannt fürs Überwuchern. Ihre langen triebe, die auch noch wurzeln können, wenn sie Bodenkontakt bekommen, sind dafür wie gemacht. Eine ganz andere Strategie der "Begrünung". In ein paar Jahren (Jahrzehnten?) ist wahrscheinlich nicht mehr viel vom Holz zu sehen, falls das Ding dann noch steht...
Wie hier zu sehen, "erobert" die langsam alles zurück, wenn man ihr genug Zeit gibt. In diesem Fall noch ganz "positiv", dass es sich um Holz handelt und nicht irgendeinen Plastikmüll oder sonstigen Schrott.

viele Grüße
Magdalena

PS: Ich habe das jetzt mal als "Naturdokument" deklariert, weil ich an der Situation für die Aufnahme nichts geändert habe. Die Grundlage des ganzen ist natürlich sehr beeinflusst.... andererseits hat da wohl seit Jahren niemand mehr etwas gemacht...
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2013-03-07
Natur: Naturdokument ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 710.6 kB, 1000 x 667 Pixel.
Technik:
50d | 50mm | F 11 | HDR
HDR: ?
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Rubrik
Mensch und Natur:
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