nach Jahrzehnten wieder an der Rems (Württemberg)
| Eingestellt: | 2011-05-28 |
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| Aufgenommen: | 2011-05-25 |
| CD © | |
| Nach Jahrzehnten, in denen diese Flussjungfernart an der Rems (Neckarzufluss in Baden- Württemberg) wegen schlechter Wasserqualität verschwunden war, siedelt sich die Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) dort nun scheinbar wieder an. Zunächst wurde ich durch einen Zufallsfund eines frischen Exemplars durch einen Forenkollegen im Makro-Forum auf darauf aufmerksam, mal an der Rems nach dieser Art zu suchen. Dies gestaltet sich nicht so einfach, zumal die Tiere eher in geringer Zahl und vermutlich noch nicht an allzu vielen Stellen günstige Bedingungen vorfinden. Exuvien sind bei geringer Schlupfzahl leider auch nicht zu finden gewesen. Jedoch kreuzte |
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| Technik: | Canon EOS 40D - Sigma 150 Makro 1/1600 sek. - F8 - ISO 400 - Freihandaufnahme bei Mittagslicht - Bildausschnitt ca.: 90% Reflexe etwas gemindert und Augenreflex gesoftet - Tonwertkorrektur - nachschärfen |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 384.3 kB 1000 x 653 Pixel. |
| Ansichten: | 1 durch Benutzer264 durch Gäste265 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | anisoptera flussjungfer gemeine keiljungfer gomphidae gomphus vulgatissimus grosslibelle keiljungfer libelle odonata |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: nach Jahrzehnten wieder an der Rems (Württemberg)
schöne Aufnahme ist dir gelungen. Meinen fehlt die Schärfentiefe (war überwiegend mit f4 zugange).
Auf meinem unkalibrierten Laptop-Display sieht die Helligkeit gut aus (entsprechend der Situation vor Ort).
Die Steine waren ja tatsächlich ziemlich grell im Sonnenschein. Die schwierige Lichtsituation hast du sehr gut in den Griff bekommen.
Gruß
Marco
Re: nach Jahrzehnten wieder an der Rems (Württemberg)
Und hat mich sehr gefreut. Sehr hilfreich und konstruktiv ware natürlich auch die
Erfahrungen bei der Exuviensuche, die mich sicherlich weiter bringen - Danke!
Ich würde mir auch wünschen, dass irgendjemand was zur Bildgestaltung bzw. zur
Belichtung / Bearbeitung schreibt, denn da bin ich, ehrlich gesagt etwas unsicher,
ob es nicht etwas zu hell ist ... usw.
Vielleicht könnte sich noch jemand erbarmen mir hier konstruktiv unter die Arme zu
greifen, bzw. eine Rückmeldung zu geben.
Vielen Dank!
LG Christian
Re: nach Jahrzehnten wieder an der Rems (Württemberg)
meinen Glückwunsch zu dem erfreulichen Fund. Ich habe vor zwei Wochen am Ufer des Starnberger Sees einige dieser seltenen Libellen beim Schlupf beobachten können und habe ca. 20 Exuvien zu Hause. Vielleicht nützt es Dir etwas wenn ich Dir mitteile, das der Schlupf (zumindest hier) sehr bodennah bevorzugt auf Steinen aber auch auf angeschwemmten Holz stattfindet. Im Bereicht der Schlupfzonen war immer auch Sand zwischen den Steinen vorhanden. Die Schlupfzeit war hier zwischen 09:00 Uhr und 12:00 Uhr, je nach Sonneneinstrahlung des jeweiligen Uferabschnittes. Die Laven haben sich biss zu 5m von der Uferlinie entfernt, die meisten jedoch nicht mehr als 2m. Wenn Du Interesse hast sende ich Dir zum Vergleich eine Exuvie zu.
Viele Grüße: Andreas
Re: nach Jahrzehnten wieder an der Rems (Württemberg)
das ist sehr nett, dass du die Exuvie schicken würdest, aber da ich ein Exuvienbuch habe (Guillaume Doucet: "Exuvies des Odonates de France") und die Gomphidenlarven sich ja deutlich von den anderen unterscheiden, ist das nicht nötig. Aufgrund des Auftretens von 3 Gomphidenarte (vulgatissimus, pulchellus und Ony. forcipatus) hätte ich ja nur noch das Problem, die richtige unter den 3 herauszufinden. Das müsste aber klappen, denke ich.
Wertvoll sind auf jeden Fall die Infos zur Schlupfumgebung wie Abstand und Uferbeschaffenheit! Hast du eine Ahnung, ob die Tiere (Männchen) gegenüber ihrem Ansitzhabitat (Brautschau) flussaufwärts, flussabwärts oder in der Nähe schlüpfen?
Ist vermutlich eine blöde Frage, denn zur Beantwortung müsste man sie ja markieren ... aber vielleicht gibt es ja gewisse Erkenntnisse.
LG Christian
Re: nach Jahrzehnten wieder an der Rems (Württemberg)
Glückwunsch zu diesem nicht alltäglichen Fund. Auch bei uns in der West-Pfalz könnte ich in der letzten Zeit ein paar dieser schönen Großlibellen beobachten.
Viele Grüße Frank
Re: nach Jahrzehnten wieder an der Rems (Württemberg)
Das ist ja ein sehr erfreulicher Fund.
Auch bei uns in Nds breiten sich die Flussjungfern aus, vor allem die Grüne Keiljungfer (O.cecilia) zeigt hier seit vielen Jahren starke Ausbreitungstendenzen.
Die Angaben von Andreas zum Schlupf kann ich für die Heidebäche bestätigen.
LG Thorsten