Es war einmal ein Moor
| Eingestellt: | 2018-02-13 |
|---|---|
| Aufgenommen: | 2017-10-17 |
| SB © | |
| In großen Teilen der Diepholzer Moorniederungen wird noch Torf abgebaut. Zum Glück gibt es dort das Projekt Optimoor, nachdem die Moore sehr zeitnah und gut renaturiert werden. Aber die Verwüstung direkt nach dem Abbau ist schon immer wieder erschreckend. |
|
| Technik: | Brennweite 200mm 1/40 Sekunden, F/4, ISO 640 Belichtungsautomatik, Korrektur -1/1, Canon EOS 5D Mark IV EF70-200mm f/2.8L IS II USM |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 435.5 kB 1000 x 667 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 20 Zu den Tophits
|
| Ansichten: | 103 durch Benutzer408 durch Gäste |
| Schlagwörter: | landschaft moor torf torfabbau |
| Rubrik Mensch und Natur: | |
Re: Es war einmal ein Moor
gerade komme ich von einem Vortrag über die Moore in Lettland.
Auch dort werden 2,5 Millionen m3 Moor im Jahr abgebaut. In Deutschland sind es 6,5 Millionen m3 im JAHR in einem Bundesland Niedersachsen. Erschreckend.
Da wird aber nicht überall renaturiert, das ist weg. Und bei uns wird es auch kaum möglich sein, das wieder herzustellen, um eine intakte Natur zu erzeugen. Wie soll das gehen?
Ich kenne die Tagebaulandschaft in der Lausitz, da sind über ein Jahrhundert durch die Zerstörung der Natur im Wasser Stoffe gelöst, die kein Leben in Seen und Flüssen mehr ermöglichen. Schöne Seen werden gezeigt, doch es ist alles lebensfeindlich. Und das Wasser kommt mit der Spree nach Berlin und beeinträchtigt das Trinkwasser. Der Nitratgehalt ist schon hoch und wird noch steigen.
Nein, hier über die Schönheit des Fotos zu reden, das geht an der Wirklichkeit der Naturzerstörung voll vorbei
Braucht den wirklich jemand Moor im Garten, es verbessert die Erde nicht dauerhaft. Nur kurzzeitig und dann ist es wieder trocken. Das wissen viele nicht, die Torferde kaufen.
Tut mir leid das ich hier so sauer bin. Doch ich habe die schönen intakten Moore selbst gesehen, ich bin Moor-Fan - und dann die sinnlose Zerstörung der Natur, die NIE wieder zurückkommt.
VG
Anneli
Re: Es war einmal ein Moor
Ich habe den Begriff Optimoor im Internet eingegeben und komme auf ein völlig anderes Projekt, das in winzigen Versuchsfläche zeigen soll, wie ehemaliges ACKERLAND das landwirtschaftlich genutzt wurde, zu Moor zurück verwandelt werden soll.
Also kein Moor-Abbaugebiet wie hier gezeigt.
Das Moor das Du hier zeigst wird mit Optimoor nicht renaturiert.
Ich denke , das es in 20 oder mehr Jahren einfach noch eine graue Wüste bleiben wird, die Treibhausgase haben dann die Erde bereits vergiftet.
Keine Firma will die Schäden die sie an der Natur und der Menschheit anrichtet freiwillig wieder in Ordnung bringen. Das kostet ja Geld und dann verdient man weniger.
Das kann man nur VORHER verbieten. Aber das tut eben keiner.
VG
Anneli
Re: Es war einmal ein Moor
okay. Ich habe jetzt auch noch mal geguckt. Opitmoor ist tatsächlich zur Anlegung von Mooren auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gedacht. Allerdings wird dort in dem Gebiet, wo ich das Foto gemacht habe, tatsächlich Moor nach dem Abbau wieder renaturiert. Dort wird kein Schwarztorf abgebaut, sondern lediglich der oberhalb liegende Weißtorf. Dadurch bleibt immer noch ein riesiger Schade. Aber die Denaturierung dort ist tatsächlich durchdacht und funktioniert bisher erstaunlich gut. Dass damit nicht ALLE Moor Niedersachsens oder gar Deutschlands, Europas oder der ganzen Welt zurück gebracht werden ist klar. Und dass man sich nicht zwingend Torf in den Garten kippen muss ist auch klar.
Aber solange Angebot und Nachfrage da sind, wird die Menschheit leider nicht lernen, befürchte ich. Und ich bin um jede noch so kleine Fläche dankbar, über die sich engagierte Menschen Gedanken machen und vieles dafür tun, dass die Natur dort wieder zurück kommen darf.
Deine Wut auf unnötige Zerstörung wertvoller Reccourcen kann ich gut verstehen. Dass ich sie jetzt gerade abbekomme allerdings weniger
VG Simone
Re: Es war einmal ein Moor
ich finde den Torfabbau, der zunächst einmal eine erschreckende Landschaftsruine hinterlässt, spannend und gut herausgearbeitet. Die düstere Umsetzung passt gut zur Bildaussage.
Viele Grüße
Gunnar
Re: Es war einmal ein Moor
Tja, und über die Zerstörung der Natur gibt es nichts mehr zu sagen
Re: Es war einmal ein Moor
Re: Es war einmal ein Moor
LG
Ruth