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Langschnäbliger Turmstelzer

Langschnäbliger Turmstelzer
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Liebe Forumsgemeinde!

Es ist mir heute morgen gelungen, einen "langschnäbeligen Turmstelzer" (Ciconia tinunculus) abzulichten!

Ich entdeckte ihn bei der ordnungsgemäßen Beschriftung eines Holzpolters und staunte nicht schlecht über diese "Entdeckung".
Es handelt sich dabei um einen fleischfressenden Raubvogel aus der Familie der Storchschnäbel.
Mit einer Körpergröße von knapp 30 cm und einer Flügelspannweite von nur etwa einem halben Meter erscheint er auf den ersten Blick als eher ungefährlich.
Aufgrund seines dolchartigen Schnabels ist der Raubvogel jedoch in der Lage, Luchse und andere Großkatzen zu erbeuten, die zu seiner Lieblingsspeise gehören.
Die Sichtung steht demnach in engem Zusammenhang mit der Wiederansiedlung des Luchses im Hillesheimer Land!
Weiterhin wird in der Fachliteratur darüber berichtet, dass dieser Raubvogel selbst vor der Erbeutung von "Hundeartigen" (bis Terrier-Größe) nicht zurückschreckt, vor allem dann, wenn die Luchs- und Katzenbestände rückläufig sind.

Aus Gründen der Sicherheit empfehle ich daher, das Waldbetretungsrecht dahingehend einzuschränken, dass die Gebiete, in denen "Ciconia tinunculus" gesichtet wurde, für die Öffentlichkeit zu sperren.
In allen übrigen Waldgebieten sollten Spaziergänger mit Hund darauf achten, diese an der Leine zu führen und zur Sicherheit mit einer Hundeschutzweste der Sicherheitsstufe "Vogel A" (VPA-anerkannt) auszurüsten!
Aufgrund dieser und anderer Beobachtungen schlage ich vor, sämtlichen Holzeinschlag im Staats- und Gemeindewald solange einzustellen, bis die Brutgeschäfte abgeschlossen und die Jungvögel ausgeflogen sind!

Als „Beauftragter für komische Vögel“ stehe ich natürlich auch gerne als Sachverständiger zur Verfügung, sollte der eine oder andere Kollege Probleme bei der Bestimmung haben.
Als Beweis in der Anlage eine aktuelle Aufnahme eines "Langschnäbeligen Turmstelzers" (Ciconia tinunculus) mit den Resten einer erbeuteten Wildkatze!
Bei dem hier gezeigten Exemplar handelt es sich um einen noch nicht ganz ausgewachsenen und durchgefärbten Jungvogel, auch Zögling genannt, erkannbar an dem roten Schnabel und den blutunterlaufenen Augen!
Ich bitte um Weiterleitung dieser Nachricht an die örtlichen Holzkäufer.
Von weiteren Holzlieferungen an Nadelstammholzsäger sollte bis zum Ende des Brutgeschäftes von "ciconia tinunculus" verzichtet werden, was infolge der hierdurch zu erwartenden Holzknappheit eine deutliche Preissteigerung beim Nadelstammholz erwarten läßt!

Viele Grüße

Richard Hansen
(Beauftragter für komische Vögel)

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Natur: Naturdokument ?
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Vögel: