~ erfolgversprechende Aussichten ~
© Günther Gailberger
~ erfolgversprechende Aussichten ~
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Einige von euch wissen ja, das wissenschaftliche Aspekte für mich immer sehr reizvoll waren. Wann immer ich die Möglichkeit habe, die Fotografie mit der Wissenschaft zu verbinden, mache ich das auch sehr gerne. Im Falle meiner Beobachtungen der Wiedehopfe hatte ich im heurigen Jahr die Gelegenheit, nicht nur ein paar brauchbare Aufnahmen zu bekommen, sondern auch interessantes Verhalten zu beobachten und einiges wissenswerte über diese Tiere zu erfahren.

Bereits seit 6 Jahren beschäftige ich mich nun mehr oder minder intensiv mit diesem Vogel. Auf einer Fläche von etwa 2 Quadratkilometer im äußersten Süden Kärntens konnte ich nun fünf Brutpaare im nahen oder unmittelbaren Siedlungsbereich feststellen. Bei den Brutplätzen handelt es sich um eine Zwischendecke in einer alten Scheune (am Rande einer kleinen Ortschaft), um ein Partybierfaß an der Rückseite eines bewohnten Hauses (praktisch das zweite Haus von erstgenannter Scheune ~ 100 Meter entfernt), um einen Brutplatz im Giebelbereich eines Feuerwehrhauses, einem alten, teilweise abgestorbenen Apfelbaum und erstmals auch in einem mächtigen Birnbaum. Die natürlichen Bruthöhlen befinden sich in einer Höhe zw. 1 Meter und gut 1,5 Metern - Höhlen mit ausreichend großen Einflugloch in größerer Höhe werden fast ausschließlich von den (im Kampf um die Bruthöhlen überlegenen) Staren besetzt. Das Männchen zeigt dem Weibchen entsprechend geeignete Bruthöhlen - jene Höhle, in die das Weibchen "hineinkriecht" ist als Brutplatz angenommen.
Die größte Gefahr bei diesen Standorten stellen streunende Katzen dar, die ungeheuer schnell sein können und in den Vorjahren einige Jungvögel erbeutet haben ... im Winter des Vorjahres wurden daher speziell bei einem Baum entsprechende Vorkehrungen getroffen;

Durch ein ausreichend großes, leicht zu erreichendes Nahrungsangebot in Form von Maikäfern hätte ich im heurigen Jahr auch einen sehr hohen Prozentsatz dieses Käfers als Nahrung der Wiedehopfe erwartet - eine Analyse im Zeitraum von 12 Tagen mit einigen Hundert Anflügen hat mich jedoch eines besseren belehrt:
Maulwurfsgrillen stellten mit 65,7% den überwiegenden Teil der Nahrung dar, gefolgt von Feldgrillen mit 22,9%. Desweiteren wurden noch Raupen (7,1%), Maikäfer (3,8%) und Engerlinge (0,5%) verfütttert.

Vielleicht noch ein Hinweis der fotografisch von Interesse sein könnte. Frisch gemähte Wiesen wirken auf die Vögel wie ein Magnet - immer, wenn am Vortag eine Wiese (oder auch nur ein kleiner Teil davon) gemäht wurde, fanden sich am nächsten Tag dort die Wiedehopfe ein - zwar konnte ich dies aus Zeitgründen noch nicht nutzen ... aber früher oder später ganz sicher ...

Mit dem Bild eines Jungvogels mit aufgestellter Haube - wenige Stunden vor dem ausfliegen - möchte ich noch ein vorerst letztes Bild der Wiedehopfe zeigen und vielleicht gefällt ja es auch dem einen oder anderen?

Schöne Grüße
Günther

Ein ganz dickes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle noch bei Herrn Gugler vom Nikon Prof. Service loswerden - denn hier fühle ich mich bestens aufgehoben!
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Natur: Naturdokument ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
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Technik:
Nikon Digital, 4,0/200-400 mm VRII (400 mm), Stativ, Bl. 5,6, 1/125 Sek., ISO 800, Full frame
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