Sandflughuhn
| Eingestellt: | 2011-04-02 |
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| Aufgenommen: | 2011-02-19 |
| TS © | |
| Moin, gestatten: Eine bisher im Forum noch nicht gezeigte Vogelordnung (Flughühner - Pterocliformes), ich glaube es fehlen jetzt nur noch zwei (?). Eher bescheiden abgebildet sind Männchen (rechts) und Weibchen des Sandflughuhns (Pterocles orientalis), 'fotofiert auf dem Eilande Fuerte, geschehen des Mittags'. Das Hitzeflimmern ist daher auch ganz besonders 'gelungen' Flughühner bilden eine eigene Familie (Pteroclidae) und sogar Ordnung der Klasse der Vögel. Mit anderen Worten, sie sind so ganz anders als alle anderen... Zwar verbirgt sich im deutschen das 'Huhn' und im englischen die 'Grouse' im Namen, dieses resultiert aber vielleicht eher historisch bedingt durch eine gewisse 'Schmackhaftigkeit' der Vögel, die sicherlich einen leckeren Braten, vergleichbar einem Hähnchen abgeben. Flughühner kommen in 16 Arten lediglich in Afrika, Asien und SW-Europa vor. Sie sind ausgesprochen gute und ausdauernde Flieger, die im Flugbild ein wenig an Brieftauben erinnern und Bewohner arider, meist sehr heißer Gegenden. So gibt es mehrere Arten, welche die Sahara bewohnen. Das Sandflughuhn und das Spießflughuhn erreichen auch Europa, hauptsächlich in Spanien und dort hauptsächlich in der trockenen Extremadura. Sie sind Bodenbewohner und -brüter. Nistplätze liegen oft weit ab von jedweder Wasserquelle und Schatten. Die Nahrung besteht mehrheitlich aus Sämereien, von denen man nicht gerade behaupten könnte, dass sie besonders 'saftig' wären... Die Erwachsenen unternehmen daher periodische (tägliche), teilweise weite Flüge bis zu 50 km, um zu trinken. Dieses geschieht oft in der Dämmerung, so dass man an Wüstenoasen dann teilweise riesige Schwärme antrifft. Aber was machen die flugunfähigen Jungen ohne Schatten in ihrer Wüstennistmulde...? Um dieses Problem zu lösen haben die Flughühner eine erstaunliche Anpassung. Junge werden (quasi) 'gesäugt'! Beim Trinkflug versorgen sich die Männchen nicht nur selbst, sie saugen ihr speziell ausgerüstetes Brust-Kleingefieder durch Bewegungen im 'Bad' voll Wasser und transportieren dieses zurück zu den Jungen, die dann die dringend nötige Flüssigkeit aus dem Brustgefieder des Vaters heraus'saugen'. Dieses soll tatsächlich ein wenig so aussehen, als würden sie nach Säugetierart gesäugt werden. Das Sandflughuhn ist die einzige Art dieser bemerkenswerten Familie auf den Kanaren und kommt dort auch nur auf den 'wüstenartigen' Inseln Fuerteventura und vielleicht auch Lanzarote vor. Erstaunlicherweise waren sie auf Fuerte nicht gerade selten und auch nicht schwierig zu finden. Scheu sind sie schon, vielleicht werden sie dort auch noch gejagt. Mich hat es sehr gefreut, endlich mal Flughühner sehen zu können und freue mich über auch bescheidene Aufnahmen von Ihnen. Ich hoffe es war ganz interessant und grüße, PS: 'Reload' - mit weniger Grünstich hoffentlich, zumindest auf meinem Schirm... |
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| Technik: | Digiskopie am Mittag bei Hitze |
| Fotografischer Anspruch: | Dokumentarisch ? |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 396.8 kB 900 x 600 Pixel. |
| Ansichten: | 12 durch Benutzer478 durch Gäste445 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | pterocles orientalis sandflughuhn |
| Rubrik Vögel: | |
| Serie Fuerteventura: | |
Re: Sandflughuhn
danke für Eure netten Kommentare!
Grüße, Thorsten
Re: Sandflughuhn
habe gerade mal Deine Serie durchstöbert und festgestellt, daß es da ja noch einiges an Punkten zu verteilen gibt
Das Hitzeflimmern war hier halt einfach Pech, sonst wäre das nämlich eine tadellose Aufnahme geworden, mit etwas mehr Schärfe. Aber auch so kann ich gut damit leben, wissend um die Tücken der Digiskopie.
Glückwunsch also zu den Flughühnern.
viele Grüße
Tobias
Re: Sandflughuhn
gesehen habe ich sie schon ein paar Mal, aber mir ist noch nie ein Bild gelungen, deswegen meinen Glückwunsch zu deiner Aufnahme.
VG
Marion