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Hyaenenhunde

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Hyänenhunde am Lake Masek

Der Hyänenhund wird auch als Afrikanischer Wildhund bezeichnet. Das bevorzugte Habitat der Art ist die afrikanische Savanne. Bewaldete oder wüstenhaft trockene Gegenden meidet sie. Hyänenhunde leben in allen Grassteppen Afrikas südlich der Sahara. Heute ist das Verbreitungsgebiet allerdings stark lückenhaft. Durch menschliche Nachstellungen, Lebensraumverlust und Krankheiten wie Staupe und Tollwut, mit denen sich die Tiere überaus häufig bei Haushunden infizieren, ist die Art eines der seltensten Großsäugetiere Afrikas geworden. Überlebensfähige Populationen gibt es nur noch in Kenia, Tansania, Sambia, Simbabwe, Botswana und im südafrikanischen Krüger-Nationalpark. Die Art gilt laut IUCN als stark gefährdet. Der Gesamtbestand wurde im Jahr 1997 auf 3000 bis 5500 Tiere geschätzt, wobei die größte Population im Selous-Wildreservat lebt. Andere Reservate mit nennenswerten Vorkommen sind die Serengeti-Schutzgebiete, das Okavango-Delta mit dem Moremi-Wildreservat, der Hwange-Nationalpark, der Kafue-Nationalpark und der Krüger-Nationalpark. Angaben aus Wikipedia.

Leider irrt Wikipedia (nicht nur), was die Behauptung über die Serengeti betrifft; denn hier ist die Hyänenhundpopulation vor über 20 Jahren ausgerottet worden. Das letzte Rudel lebte in der Nähe der Seen Lake Ndutu (=Lake Lagarja) und Lake Masek. Ihre Jagd ist hier vom Kollegen Fritz Pölking in eindrucksvollen Bildern festgehalten worden. Seitdem ist über 20 Jahre lang definitiv kein Hyänenhund mehr dort gesehen worden. Um so überraschter war ich, am 5. Februar am Lake Masek ein siebenköpfiges Rudel anzutreffen. Die Tiere waren zweifelsfrei die ersten Hyänenhunde, die nach Aussagen von Wildhütern nach ihrer Ausrottung vor mehr als 20 Jahren hier aufgetaucht sind. So gesehen ist ihr Erscheinen schon eine gewisse Sensation. Es belegt, dass es auch in Nordtansania offenbar eine überlebensfähige Hyänenhundpopulation gibt. Nach Angaben einheimischer Naturbeobachter leben die Tiere im Nordosten des Serengeti-Ökosystems.

Ich konnte die überhaupt nicht scheuen Hunde einen Nachmittag lang am Ufer des Lake Masek fotografieren. Leider verschwanden sie nach Einbruch der Dunkelheit im Busch und wurden in den nächsten Tagen einziges Mal mehr gesehen.

Die Schätzungen des Gesamtbestandes der Wildhunde von 3000 bis 5000 Exemplaren liegen m. E. etwas niedrig. Ich glaube allerdings, dass Wildhunde auf lange Sicht nur in menschenfernen Gegenden überleben können, wor sich nicht mit Krankheiten von Haushunden infizieren.

Technik:
Nikon D3S; 600/4 mit 1,4fach-Konverter; ISO: 640; Bl. 6.3 bei 1/200 Sekunde; Fensterstativ mit Bohnensack
Natur: Naturdokument ?
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Rubrik
Säugetiere: