Hyaenenhunde
| Eingestellt: | 2010-02-20 |
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| WW © | |
| Hyänenhunde am Lake Masek Der Hyänenhund wird auch als Afrikanischer Wildhund bezeichnet. Das bevorzugte Habitat der Art ist die afrikanische Savanne. Bewaldete oder wüstenhaft trockene Gegenden meidet sie. Hyänenhunde leben in allen Grassteppen Afrikas südlich der Sahara. Heute ist das Verbreitungsgebiet allerdings stark lückenhaft. Durch menschliche Nachstellungen, Lebensraumverlust und Krankheiten wie Staupe und Tollwut, mit denen sich die Tiere überaus häufig bei Haushunden infizieren, ist die Art eines der seltensten Großsäugetiere Afrikas geworden. Überlebensfähige Populationen gibt es nur noch in Kenia, Tansania, Sambia, Simbabwe, Botswana und im südafrikanischen Krüger-Nationalpark. Die Art gilt laut IUCN als stark gefährdet. Der Gesamtbestand wurde im Jahr 1997 auf 3000 bis 5500 Tiere geschätzt, wobei die größte Population im Selous-Wildreservat lebt. Andere Reservate mit nennenswerten Vorkommen sind die Serengeti-Schutzgebiete, das Okavango-Delta mit dem Moremi-Wildreservat, der Hwange-Nationalpark, der Kafue-Nationalpark und der Krüger-Nationalpark. Angaben aus Wikipedia. Leider irrt Wikipedia (nicht nur), was die Behauptung über die Serengeti betrifft; denn hier ist die Hyänenhundpopulation vor über 20 Jahren ausgerottet worden. Das letzte Rudel lebte in der Nähe der Seen Lake Ndutu (=Lake Lagarja) und Lake Masek. Ihre Jagd ist hier vom Kollegen Fritz Pölking in eindrucksvollen Bildern festgehalten worden. Seitdem ist über 20 Jahre lang definitiv kein Hyänenhund mehr dort gesehen worden. Um so überraschter war ich, am 5. Februar am Lake Masek ein siebenköpfiges Rudel anzutreffen. Die Tiere waren zweifelsfrei die ersten Hyänenhunde, die nach Aussagen von Wildhütern nach ihrer Ausrottung vor mehr als 20 Jahren hier aufgetaucht sind. So gesehen ist ihr Erscheinen schon eine gewisse Sensation. Es belegt, dass es auch in Nordtansania offenbar eine überlebensfähige Hyänenhundpopulation gibt. Nach Angaben einheimischer Naturbeobachter leben die Tiere im Nordosten des Serengeti-Ökosystems. Ich konnte die überhaupt nicht scheuen Hunde einen Nachmittag lang am Ufer des Lake Masek fotografieren. Leider verschwanden sie nach Einbruch der Dunkelheit im Busch und wurden in den nächsten Tagen einziges Mal mehr gesehen. Die Schätzungen des Gesamtbestandes der Wildhunde von 3000 bis 5000 Exemplaren liegen m. E. etwas niedrig. Ich glaube allerdings, dass Wildhunde auf lange Sicht nur in menschenfernen Gegenden überleben können, wor sich nicht mit Krankheiten von Haushunden infizieren. |
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| Technik: | Nikon D3S; 600/4 mit 1,4fach-Konverter; ISO: 640; Bl. 6.3 bei 1/200 Sekunde; Fensterstativ mit Bohnensack |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 324.4 kB 999 x 664 Pixel. |
| Ansichten: | 4 durch Benutzer423 durch Gäste662 im alten Zähler |
| Rubrik Säugetiere: | |
Re: Hyaenenhunde
Da ist Dir wieder ein sehr gutes Foto gelungen! Wie Du schon richtig schreibst, sind die afrikanischen Wildhunde sehr stark in ihrem Bestand bzw. ihrer Existenz gefährdet! Von daher freue ich mich, das Du diese wieder im Süden der Serengeti sehen konntest!
Leider, oder für die Art zum Glück, muss ich Dir allerdings bezüglich der Nichtsichtungen in bzw. im Einzugsbereich der Serengeti widersprechen. In 2006 haben meine Frau und ich das Glück gehabt, ein Pack von 17 Hunden in der Ngorongoro Conservation Area, direkt an der Grenze zum N.P. für 2 Tage zu beobachten. Dies war zur Zeit, in der die Gnus ihre Jungen in dieser Gegend bekommen. Wir konnte hier die ganze Zeit die Jagt der afrik. Wildhunde auf die jungen Gnus verfolgen. Auch ein guter Bekannter hatte das Glück, nachdem wir ihm davon erzählt hatten, zur Jahreswende 2007/2008 diese Pack zu sehen. Wir hatten in 2006 eine Mitarbeiterin der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in der Serengeti davon erzählt. Dieser war die Existens damals noch nicht bekannt. Ich bin in Besitz vieler Fotos und auch Videos, die meine Frau und ich in 2006 davon gemacht haben.
Einige wenige davon kann man auf meinem Account in der fc unter "Wildlife" sehen (Link findest Du hier unter meinem Profil).
Natürlich freut es mich, dass die Wildhunde es anscheinend wieder geschafft haben, in der Serengeti wieder Fuß zu fassen!
LG kaito
Re: Hyaenenhunde
Gruss, Toph
Re: Hyaenenhunde
Gruß
Ralf
Re: Hyaenenhunde
Ich freue mich mit Dir, dass Du das sensationelle Erscheinen dieser Hyänenhunde erleben und auch fotografisch dokumentieren konntest.
Mit Deiner Wahl einer fast offenen Blende hast Du für eine gestalterisch sehr schöne Räumlichkeit dieses Bildes gesorgt.
Auch die Qualität dieses Bildes ist sehr gut, sodass ich Dir technisch keinen Verbesserungsvorschlag machen kann.
Die Qualität und Gesamtbildgestaltung machen aus fotografischer Sicht dieses selten zu fotografierende Ereignis noch wertvoller.
Viele Grüße aus MH
Helmut
Re: Hyaenenhunde
interessante Info! Meinen Glückwunsch zu dem hervorragenden Bild von diesen schönen und seltenen Tieren! Die Sichtung muss ja ein tolles Erlebnis gewesen sein.
Gruß Manferd
Re: Hyaenenhunde
Viele Grüße,
Marko