„Und immer ruft das Weib“
| Eingestellt: | 2010-01-06 |
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| EG © | |
| Neben niedlich-friedlichen Bildern von der Helgoland-Düne gab es auch solche blutigen Szenen zu beobachten. - Kaum ist eine Kegelrobbe geboren (das soll auf Helgoland von November bis Januar geschehen (sonst allgemein von IX-III)), schon beginnt die neue Paarungszeit (geschrieben steht vier Wochen nach der Geburt). Die Tragezeit beträgt 11 ½ Monate. In der Regel soll ein Männchen (sie können bis zu 2,30 Meter lang und bis zu 220kg oder gar 310kg schwer werden) einen kleinen Harem von bis zu 10 Weibchen zusammen zu halten versuchen. Geschlechtsreif wird ein Männchen mit fünf Jahren, dann ist es allerdings noch zu schwach, um sich gegenüber den älteren Männchen durchsetzen zu können. Was ich beobachtete war: Ein Weibchen bewachte noch ihr erst ein paar Tage altes Junges. Ein Männchen lag in einiger Entfernung dösend im Sand. Plötzlich tauchte (sie können bis zu 140 Meter tief und ca. 20 Minuten lang tauchen) aus den Tiefen des Meeres ein zweites Männchen auf, ein Nebenbuhler, ein Rivale und griff sogleich an. Es wurde heftig gerungen, gekämpft, bis zur Erschöpfung, dann erfolgte eine Pause. Und es floss auch reichlich Blut. Allerdings wurde nie in die Gurgel gebissen, sondern „nur“ seitlich in den Hals. Nach der dritten Runde zog der Angreifer mit Blut überströmten Kopf wieder ab, dorthin wo er her gekommen war. Zu lesen ist (Wikipedia): „Ernsthafte Kämpfe zweier rivalisierender Männchen gibt es allerdings nicht, eher eine ritualisierte Unterwerfung rangniedriger Männchen.“ Das sah ich anders, wie diese Szene aus diesem Kampf wohl zeigt, den ich auch gern gefilmt hätte. BGE |
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| Technik: | 50D, 500mm; ISO 200, f 6,3, 1/80s, -0,33; geringer Ausschnitt; Aufnahme vom 02.01.2010 |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 391.0 kB 1000 x 669 Pixel. |
| Ansichten: | 5 durch Benutzer450 durch Gäste970 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | halichoerus grypus kampf kegelrobbe maennchen zweier |
| Rubrik Säugetiere: | |
Re: „Und immer ruft das Weib“
ich finde es super, dass du auch diese 'Seite' dieser Tiere zeigst. Es erschreckt zwar auf den ersten Blick, aber so ist nunmal die Natur ... Große Klasse!
Liebe Grüße
Marion
Re: „Und immer ruft das Weib“
Interessant zu lesen und zu sehen!
Danke dafür!
Grüße
Andreas
Re: „Und immer ruft das Weib“
da ging es aber hoch her! Was Männer nicht alles für Frauen tun - oder ohne Frauen ginge es wohl viel friedlicher auf der Welt zu. :) Aber dann gäb's wohl auch gar keine Männer... (Ok, lassen wir das.) Solche Szenen sind gar nicht so leicht zu fotografieren. Meistens toben die beiden Kontrahenten dermaßen schnell herum, dass nur kürzeste Verschlusszeiten ihre Bewegungen "einfrieren" können. Oftmals sind die Köpfe vom Fotografen abgewandt (oder zumindest ein Tier zeigt ihm den Rücken). Dir ist es gelungen, einen spektakulären Moment gekonnt in Szene zu setzen.
Gruß an Conny und dich
Jens
Re: „Und immer ruft das Weib“
der hatte sich aber arg festgebissen.
Die meisten blutigen Nasen die ich gesehen habe, wurden den Bullen von den Damen zugefügt
wenn sie den Jungen zu Nahe kamen.
freundliche Grüße
Jutta
Re: „Und immer ruft das Weib“
Natur pur und soetwas gehört dazu! Deine Aufnahme zeigt beeindruckend die Härte der Bedingungen kämpfender Rivalen untereinander!
Gruß Thomas
Re: „Und immer ruft das Weib“
die Männchen auf der Fähre kämpften ähnlich?
Deine Erläuterungen und das eindrucksvolle Bild gefallen mir, gern wäre ich dabei gewesen. Die Gestaltung finde ich auf den Punkt, dass der "Sieger" noch in die Kamera schaut, gibt der Aufnahme zusätzliche Wirkung.
Prima!
Viele Grüße
Oli
Re: „Und immer ruft das Weib“
ein eindrucksvolles Naturdokument dieser Szene! Durch die Tele-Optik kommt eine Verdichtung zustande, welche der Aufnahme eine sehr unmittelbare Wirkung gibt.
Gruss Kai