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Pomponciño

Pomponciño
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Eingestellt:
TL ©
Heute möchte ich Euch gerne Pomponciño vorstellen. Pomponciño (auf deutsch soviel wie „kleiner flauschiger Ball“) war für einige Stunden Familienmitglied, worüber er wohl nicht weniger gestaunt hat als wir.
Letzten Samstag waren wir am Nymphenburger Schlosspark und konnten zu unserer Freude feststellen, daß es dort viele schöne, auch eher seltene Wasservögel gibt. Als ich dort so lag auf meinem Bauch, wie immer voll mit Schlamm und Entendreck, kamen ein paar Spaziergänger und haben mir ein Küken vor die Nase gehalten, das sie vor dem Ertrinken gerettet haben.
Die Mutter hatte es offenbar vehement weggebissen und war dann mit dem Rest der Familie schnell weggeschwommen. Das Kleine wäre fast ertrunken, und die Spaziergänger haben es aus dem Kanal gezogen.
Sie haben das Küken dann mir anvertraut, ich habe angeboten, die Mutter zu suchen oder das Küken in einer Auffangstation unterzubringen. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, ob es wohl richtig ist, so in die Natur einzugreifen, oder ob man nicht den Dingen seinen Lauf lassen sollte. Aber alleine hätte das Kleine sicher nicht überlebt, und spätestens als ich realisiert habe, daß es sich um ein Gänsesäger-Küken handelt, war ich doch froh, es an mich genommen zu haben.
Die Mutter haben wir nämlich nicht mehr gefunden, waren aber auch darüber froh, weil wir uns (ohne völlige Gewissheit, aber dennoch) sicher waren, daß sie das Küken nicht mehr akzeptieren würde, wenn sie es einmal weggebissen hat.
Initial war das Küken sehr geschwächt, konnte nicht mal den Kopf wirklich halten, geschweige denn stehen, und blutete aus einer kleinen Hautwunde, die Mutter hatte es ordentlich gezwickt.
Zuhause ist es dann aber schon wieder munter durch die Wohnung gewatschelt.
Nach vielen Telefonaten mit diversen Veterinärkliniken und Tier-Notdiensten habe ich (mit gewissen Zweifeln) beschlossen, das Küken über Nacht zu behalten.
Am nächsten Tag hat Pomponciño dann im 2-Quadratmeter-Goldfischteich im Garten noch ein fröhliches Bad genommen und ein paar Insekten gefangen, hierbei sind bei härtestem Mittagslicht und ziemlich künstlicher Umgebung ein paar Photos entstanden. Qualitativ wäre vielleicht mehr drin gewesen, aber ich wollte den Kleinen nicht allzu lange gefangen halten.
Als wir unseren Gast dann ins Tierheim gebracht haben und uns der Wildtierpfleger sagte, daß sie häufig Gänsesäger-Küken bekämen, und diese dann zusammen mit Entenküken aufwüchsen und meist erfolgreich ausgewildert werden können, war ich dann doch froh, den Kleinen mit heimgenommen zu haben.

Ich hoffe, Ihr seht mir die mindere Qualität der Aufnahme nach und könnt verstehen, daß ich Freude an diesem Besuch hatte.

Technik:
nicht wirklich gelungen
Natur: Gefangenes/Zahmes Tier ?
Größe 360.1 kB 1000 x 667 Pixel.
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Vögel: