... in Ausbreitung begriffen
| Eingestellt: | 2026-07-01 |
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| Aufgenommen: | 2026-06-29 |
| B2 © | |
| Die Gabel-Azurjungfer (Coenagrion scitulum) schreibt mit dem Klimawandel in Mitteleuropa eine Erfolgs-Story. Diese ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Art hat sich in den vergangenen 8-10 Jahren derart nördlich der Alpen verbreitet, dass sie inzwischen bis nach Norddeutschland (Dortmund und weiter nördlich) bodenständig vorkommt. Auch in meinem Kernlibellenjagdgebiet ist sie seit 4-5 Jahren bodenständig und nimmt an Individuen jährlich zu. Dafür nehmen andere Arten ab. So sind z. B. Binsenjungfern (außer der Westlichen Weidenjungfer) an diesem Standort inzwischen weitgehend verschwunden. Hier sieht man ein Männchen der Art, welches sich nur in wenigen marginalen Details optisch von Männchen der anderen Azurjungfernarten unterscheidet. So ist neben der Ausformung und Färbung des Vorderbrust-Hinterrandes (Pronotum) die Zeichnung an der Oberseite des Abdomens bei den Männchen der Bereich, in welchem sich arttypische Merkmale zur Unterscheidung befinden. |
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| Technik: | Canon EOS R7, RF100mm F2.8 L MACRO IS USM 1/100s, F/10, ISO 3200, 100mm 0.36m Distanz |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 979.9 kB 1800 x 1200 Pixel. |
| Platzierungen: |
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| Ansichten: | 51 durch Benutzer101 durch Gäste |
| Schlagwörter: | gabel-azurjungfer coenagrion scitulum maennchen kleinlibelle schlanklibelle coenagrionidae zygoptera |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: ... in Ausbreitung begriffen
GRüße Ingolf
Re: ... in Ausbreitung begriffen
Joseph hat die Antwort gegeben, die ich so ähnlich auch gegeben hätte. So in etwa sind wohl die Zusammenhänge, ... natürlich haben beide Tendenzen nur minimal miteinander zu tun, ... aber als mediterrane Art können die Larven und Imagines eben besser mit der Trockenheit und trocken fallenden Gewässern als eine Folge des Klimawandels umgehen als Binsenjungfern, die eben eher in der Ufervegetation ihre Eier ablegen und damit ihre Populationen stärker vom Trockenfallen der Gewässer beeinträchtigt werden.
Beste Grüße, Christian
Re: ... in Ausbreitung begriffen
das kommt, in den Gewässern die ich kenne, hauptsächlich wegen der, in den letzten Jahren, extrem schwankenden Wasserspiegeln. Die Binsenjungfern legen ihre Eier of in Binsen, diese sind während ihrer flugzeit z.B. am Wasserrand. Gibt es jedoch einen extrem trockenen Winter/Frühjahr, so ist dieser Wasserrand komplett wo anders. Wenn dann im Frühjahr die Larven schlüpfen, fallen sie nicht in das Wasser, sondern auf den Trockenen Boden, und schwupp, ist die population nur noch 1/100 so groß.
VG Joseph
Re: ... in Ausbreitung begriffen
Den trend von Gabel und Binsenjungfern kann ich auch hier bestätigen. Die Binsenjungfern fehlen mitlerweile fast komplett an den Gewässern in der gegend.
VG Joseph
Re: ... in Ausbreitung begriffen
diese Gabel-Azurjungfer hast du bestens erwischt. Die Schärfe sitz perfekt, nicht allzu helles Licht und ein weicher Hintergrund ergeben eine sehr schöne Aufnahme.
Gabel-Azurjungfern kommen bei mir leider nicht vor. Aber dafür verschiedene andere Varianten.
MfG Martin