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Kleiner Bürstenspinner ( Orgyia antiqua)

Kleiner Bürstenspinner  ( Orgyia antiqua)
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Heute morgen an einem Baggersee an einer Brombeerhecke entdeckt.

Die beiden Geschlechter der Falter sind sehr verschieden. Das Männchen mit rostbraunen Vorderflügel am Innenwinkel mit weißen, dunkel umrandetem Fleck und sehr stark gefiederten Fühlern. Das Weibchen ist sehr plump, grau, mit winzigen Flügelstummeln.

Die Raupe ist bis zu 30 mm lang, schiefergrau mit leuchtend roten Punktwarzen, die jeweils ein Haarbüschel tragen. Auf den Segmenten 4 – 7 sind gelblich weiße oder bräunliche Büschel aus kürzeren braunen und langen schwarzen, am Ende zu kleinen Bürsten verzweigten Haaren. Weitere derartige Büschel auch seitlich am 1., 4. und 5. Segment.

Die Raupen ernähren sich an verschiedenen Laubbäumen und Sträuchern, z.B. Schlehe weswegen der Falter auch Schlehenspinner genannt wird. Weiter von Eingriffligen Weißdorn, Himbeere, Brombeere, Eberesche, Salweide, Bergahorn, auch an verschiedenen krautigen Pflanzen.

Die Falter findet man in Wäldern wie in offenem Gelände, regelmäßig auch in Gärten.

Trotz ihrer tagaktiven Lebensweise werden die Falter, die im Jahr in 2 Generationen erscheinen, relativ selten gefunden. Dies erklärt sich zum einen aus der extrem geringen Beweglichkeit der flugunfähigen Weibchen, zum anderen aus dem sehr ungestümen Flug der Männchen, der es kaum zulässt, diese genauer wahrzunehmen.

Das interessante Paarungsverhalten ist aber leicht zu beobachten. Das Weibchen setzt sich nach den schlüpfen außen auf seinen Kokon, streckt seine Legeröhre etwas aus der Hinterleibspitze hervor und entsendet dabei einen Duftstoff zum Anlocken eines Partners.
Diese kommen oft nach weniger als einer halben Stunde herbeigeflogen und vollziehen die Paarung. Damit erlischt die Entsendung des Lockstoffs, sodass keine weiteren Männchen erscheinen. Unmittelbar nach der Paarung beginnt das Weibchen mit der Eiablage. Es klebt seinen gesamten Eivorrat außen auf den Kokon und stirbt wenig später. Die von der ersten Generation abgelegten Eier schlüpfen nach wenigen Tagen, die der 2. Generation überwintern.

Technik:
D200, Sigma 2.8 150 mm, f 9 1/100 sec., ISO 100, SVA, Stativ, Kabel.
Natur: Beeinflußte Natur ?
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