Leben und leben lassen
| Eingestellt: | 2015-08-15 |
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| Aufgenommen: | 2015-08-11 |
| FM © | |
| Ein Landwirt aus dem Ort rief bei mir an mit den Worten: "Ich habe hier drei hühnergroße Greifvögel, die nicht fliegen können vor dem Mähdrescher. Kannst du schnell vorbeikommen?". Ich fuhr sofort zum genannten Ackerstück, wo die Maschinen still standen. Mitten im Weizenfeld saßen drei junge Rohrweihen. Das ganze war auch eine Premiere für mich, Rohrweihen so nahe zu erleben und auch ein paar Fotos machen zu können. Mit der zuständigen Naturschutzbehörde wurde dann abgesprochen, dass ein Teil des Korns stehen bleiben sollte, um den nötigen Schutz weiterhin zu bieten. Stehen gelassen wurde sogar weit mehr als die vorgegebene Fläche. Die Vögel wurden beringt und allen geht es gut. In den nächsten Tagen sollte dann auch der Jüngste, der im Moment noch viel im Getreide sitzt, ohne Bruchlandungen fliegen können. Es macht auf jeden Fall eine Menge Spaß, diese schönen Vögel beim Fliegen und Fliegen lernen zu beobachten. |
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| Technik: | Canon EOS 600D, 200mm 1/250 Sek., f/4.0, ISO 200 |
| Größe | 425.8 kB 1500 x 1000 Pixel. |
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Beste Tophit-Platzierung: 6 Zu den Tophits
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| Ansichten: | 147 durch Benutzer643 durch Gäste |
| Schlagwörter: | rohrweihe greifvogel |
| Rubrik Vögel: | |
Re: Leben und leben lassen
Des weiteren ist Dir ein spektakuläres Bild gelungen.
Was mich aber arg verwundert, ist die Tatsache, dass Rohrweihen am 11.08. noch nicht fliegen können. Ich beobachte seit fünf Jahren Rohrweihen in unserem Naturschutzgebiet sehr intensiv
und bei uns verlassen sie mit Hilfe Ihrer Flügel so zwischen dem 1 und 10 Juli den Horst. Weitere 14 Tage später können sie dann schon mühelos gefange Beute von den Altvögeln in der Luft übernehmen.
Es gibt sicherlich regionale Unterschiede in der zeitlichen Entwicklung der Jungvögel.
Auch bei uns fangen nicht alle gleichzeitig an zu brüten und demzufolge schlüpfen nicht alle gleichzeitig.
Wenn man bedenkt, dass Sie spätestens Ende September wieder gen Süden fliegen, sind sie bei Dir aber spät dran.
Viele Grüße aus Bremen,
Lutz
Re: Leben und leben lassen
Erfreulich deine Infos
Es grüsst dich Robert
Re: Leben und leben lassen
ein wunderschönes Bild und eine tolle Geschichte präsentierst du uns hier.
LG THorsten
Re: Leben und leben lassen
Nicht nur die Geschichte dazu im HG ist schon bemerkenswert.
VG Guido
Re: Leben und leben lassen
sehr faszinierendes Foto von der Nähe und Bildgestaltung her.
Die Farben des Gefieders sind perfekt für die Umgebung. Gut, dass sie überhaupt rechtzeitig entdeckt wurden, trotz der hervorragenden Tarnung.
Mich freut, dass da ein Landwirt aufmerksam war und auf einen Teil seiner Ernte verzichtet, um den Tieren noch ein etwas Schutz zu bieten.
So sieht man die Rohrweihen selten, obwohl es doch ihr Lebensraum ist, neben den Gräsern der Moore und Feuchtgebiete.
VG Simone
Re: Leben und leben lassen
Gruß aus DO,
Peter
Re: Leben und leben lassen
auch ich finde die Geschichte interessant; allerdings hat mich
das Foto auch so schon angezogen. Ich finde es sehr ausdrucksstark,
fast schon in die Richtung von "expressionistisch" tendierend.
Dazu passt dann auch der harte Kontrast sehr gut.
Beste Grüße -
Ulrich
Re: Leben und leben lassen
bei solch einem Engagement im Naturschutz dürfen dann auch mal solche Portraits mit 200mm am Crop rauskommen
Gut, dass es noch solche Bauern gibt, mein Nachbar ist zum Glück ähnlich drauf (ich durfte bei ihm schon mehrmals im Stall Rauchschwalben fotografieren, und auch bei Fragen zu Naturthemen bin ich sein Ansprechpartner ). Allerdings glaube ich, dass auch Öffentlichkeitsarbeit viel, da es oft aus Unwissenheit zu den Fällen kommt, dass Bauern zum Beispiel Rohrweihenbruten zerstören. Also immer mit den Leuten reden
LG David
Re: Leben und leben lassen
Gruß angelika
Re: Leben und leben lassen
wie gut, dass es noch naturfreundliche Bauern gibt, die Vögel schützen und nicht mit dem Mähdrescher einfach drüber fahren.
Vor ein paar Tagen sah ich auf einem abgemähten Feld den Rest eines Greifvogels.
Ich bin aufs Feld gegangen und habe die Reste des Vogels aus der umgepflügten Erde
gezogen, um zu sehen welche Art dort umgekommen ist, konnte aber nicht mit Sicherheit die Vogelart bestimmen.
Ich hoffe nur, dass es nicht das Weibchen von der Kornweihe war, die ich dort in der Nähe mit Männchen und sogar Paarungen beobachtet hatte.
Ich freue mich, dass bei deiner Situation alles gut gegangen ist.
Zu deinem Bild: Sehr schön der Blick durch die Ähren.
Der Jungvogel hat noch ein bisschen Flaum auf dem Kopf.
Viele Grüße
Anne-Marie
Re: Leben und leben lassen
ein schönes Bild zeigst du hier. Der Fokus könnte noch ein bisschen mehr auf den Augen liegen, aber so bekommt man junge Rohrweihen wohl eher kaum zu sehen.
Die Geschichte zu dem Bild habe ich gerne gelesen. Das nenne ich einen verantwortlichen Umgang mit der Situation.
Gruß,
Christian
Re: Leben und leben lassen
klasse Geschichte und ein starkes Bild.
LG Holger
Re: Leben und leben lassen
eine tolle Geschichte, andere hätten sich da weniger gekümmert und wären weitergefahren.
Deshalb ein dickes Lob an den Landwirt und an dich für dieses tolle Bild mit hoffnungsvoller Geschichte dahinter!
LG Natascha
Re: Leben und leben lassen
VG Steffen
Re: Leben und leben lassen
schöne Geschichte und ein tolles,intensives Bild!
Gruß Alex