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Objektivtest

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Eingestellt:
JK ©
Objektivtest

Screenshot von 3 Ausschnitten aus der rechten unteren Bildecke bei Blende 8
von links nach rechts:
1. Canon-Lupenobjektiv MP-E 65 mm/2.8
2. Canon 180 mm/3.5 L
3. Tamron 180 mm/3.5

Es gibt sicherlich schönere Motive als eine Zeitung und andere Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben, aber mangels geeigneter Motive, besseren Fotowetters oder Aktivität zeige ich mal ein ganz anderes Bild, das jedoch in einem Fotoforum von allgemeinem Interesse sein könnte: Ich hatte gerade Gelegenheit ein 180er Tamron gegen mein 180er Canon und das Canon-Lupenobjektiv ("MP-E") in einem Vergleichstest antreten zu lassen.

Da ich so schnell keine Winterlibelle auftreiben konnte, musste unsere Tageszeitung herhalten. (Ich hoffe, ich bekomme keinen Ärger wegen der Urheberrechte.) Das in mehreren Tests gepriesene Tamron-Makroobjektiv konnte meine hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Wie man an diesem einen Bild sieht, kann das Tamron-Objektiv leider nicht mit den beiden anderen Linsen mithalten. Lediglich in der Bildmitte bei offener Blende macht es einen etwas besseren Eindruck als das 180er Canon.

Ich habe eine Serie mit verschiedenen Blenden, sonst aber unter identischen Bedingungen mit einer Canon EOS 1D Mark III gemacht (gleicher Abbildungsmaßstab 1:1, exakte Ausrichtung zum Objekt, genaue Fokussierung, Spiegelvorauslösung mit ausreichender Wartezeit, etc.). Der Screenshot zeigt Ausschnitte aus den Original-Tiffdateien (60 MB) in 300%-Ansicht, so dass nur eine etwa 2 mm große Zahl dargestellt wird. Die RAW-Bilder wurden ohne jegliche Bearbeitung und ohne kameraseitige Schärfung direkt ins Tiff-Format konvertiert. Das 180er Canon schneidet insgesamt etwas besser ab als das Tamron-Pendant, das Lupenobjektiv bleibt von beiden 180ern unerreicht.

Das Bild zeigt die Leistungen bei Blende 8, bei offener Blende sind die Unterschiede noch größer. Bei Blende 16 fällt die Leistung aller Objektive bereits wieder ab. In der Bildmitte machen alle Objektive einen guten Eindruck, aber in den Bildecken sind bei den 180ern deutlich Farbsäume ("chromatische Aberration") um die etwa 2 mm große Zahl zu erkennen. Das Lupenobjektiv patzt auch hier nicht.

Sicherlich ist dieser Test nicht repräsentativ. Jedes Produkt unterliegt Fertigungstoleranzen; das mir vorliegende Tamron entstand wohl an einem Montag. Mein Vergleich ist sicher auch nicht so präzise wie ein Labortest. Aber mit einfachen Mitteln ließen sich doch Unterschiede sichtbar machen.

Bei praktischen Aufnahmen kommen viele Faktoren hinzu, die die Bildqualität beeinflussen. Durch geschickte Bildbearbeitung mag man noch einiges retten können, aber wer startet schon gerne mit einem schwachen Objektiv?

Technik:
siehe Beschreibung
Natur: Keine Natur ?
Größe 206.0 kB 900 x 675 Pixel.
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Schlagwörter:
Rubrik
Hard- und Software

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