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Sandfok

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Eingestellt:
B4 ©
Nach ein paar eindrücklichen Tagen möchte ich mich aus Island zurückmelden und ein noch recht frisches Bild aus dem Fjallabak zeigen. Dort habe ich nach Beendigung meiner eigentlichen Trekkingtour durch die größte Wüste Europas, die Òdáðahraun, noch ein paar Tage zum "Ausspannen" verbracht.

Bemerkenswert war das Wetter über ganz Island im Juli, Regen war Mangelware und eine staubtrockene Landschaft erinnerte zeitweise tatsächlich an Wüsten in wärmeren Regionen. Glücklicherweise brachte ein harter Winter im Nordosten genügend Schneefelder und damit Trinkwasser. Mein Plan, durch nächtliche Etappen das beste Licht zu erleben und auch der Tageshitze zu entgehen ging nur teilweise auf. So beeindruckend das nächtliche Laufen ist, am Tage findet man in einem für andere Temperaturen und Wetterlagen ausgelegten Einpersonenzelt unter sengender Sonne einfach keinen Schlaf. Biwakieren unter größeren Steinen funktionierte auch nur bei Wind da ansonsten die nervenden Fliegen keine Ruhe lassen. Unter wirklich steilen und damit schattenspendenden Fels- oder Lavawänden war wiederum oft die Steinschlaggefahr zu groß.

Aber ich sollte mich nicht beschweren, nicht ein einziger richtiger Regentropfen erreichte mich während der langen Wanderung. Es gibt denkbar schlechtere Szenarien…

Leider brachte das beständige Wetter auch nur wenige wirklich spannende Lichtsituationen mit sich. Andererseits war die Stimmung in einer einzigartig grandiosen Landschaft in den immer noch sehr hellen und klaren Nächten beeindruckend, im Prinzip gab es jeden Nacht viele "Blaue Stunden". Manchmal mußte ich mich während der Nächte zwingen nicht ständig stehen zu bleiben und das Stativ vom Rucksack zu kramen da ich ansonsten die Durchquerung der Wüste wohl tatsächlich nicht geschafft hätte. So sind es nur recht wenige Bilder geworden von denen hoffentlich ein paar vorzeigbar sind.

Dieses Bild entstand früh morgens am letzten Wochenende. Nachdem ich während der Nacht nochmals eine "längere" Wanderung rund um Landmannalaugar über Suðurnámur und Skalli unternommen habe ging es entlang des Laugavegur Weitwanderweges zurück ins Tal. Stümischer und und eiskalter Nordwind wirbelte in den trockenen Bereichen der Gletscherflüsse immer wieder den feinen Geschiebestaub auf. Die resultierenden Staubstürme sehen aus der Entfernung meistens schlimmer aus als Mittendrinn, aber den Anblick fand ich zusammen mit der Kulisse reizvoll für ein schnelles Foto mit der "Ersatzkamera". Die Hauptausrüstung war zu diesem Zeitpunkt bereits staubdicht verpackt im Rucksack verschwunden.

Die beiden herausgewitterten Türme an den Hängen der Háalda kommen durch die verstaubte Luft besser als sonst zur Geltung. Im Vordergrund ist eines von vielen duftenden Solfatarenfeldern in der Umgebung zu sehen. Fußspuren im Bildausschnitt lassen sich in diesem vielbegangenen Bereich kaum noch vermeiden. Ich hoffe es findet trotzdem ein wenig Gefallen...

LG
Jens

Technik:
Nikon 1-V1, 10mm/2.8 Pancake, f/3.2, 1/400sec, Freihand, ISO100, manuelle Belichtung (leider einzig sinnvoller Modus bei dieser Kamera)
Natur: Naturdokument ?
Größe 554.8 kB 1150 x 770 Pixel.
Platzierungen:
Beste Tophit-Platzierung: 23 Zu den Tophits
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Landschaften:
Serie
Kreuz und Quer durchs südliche Hochland:
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