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Graureiher (an bekannter Stelle) attackiert Stockerpel

Graureiher (an bekannter Stelle) attackiert Stockerpel
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Eingestellt:
Aufgenommen: 2011-03-02
UH ©
Natürlich hatte auch ich schon seit längerer Zeit DAS Ziel im Süden Berlins ins Auge gefasst, nur immer den weiten Weg und Zeitaufwand gescheut, Ziele in meiner unmittelbaren Umgebung vorgezogen. Mit den – hoffentlich - letzten Nachtfrösten der Saison bzw. der immer größer werdenden Kraft der Frühjahrssonne am Tage schwand die Chance auf ein paar Bilder der Graureiher für mein Archiv. Ich muss sagen, der Aufwand war vergleichsweise gering, die S-Bahn fährt ja wieder „normal“ und ich kenne keine vergleichbare Stelle, an der dieser sonst so scheue Vogel, sich derart vollendet dem Showbusiness bzw. Kameragewitter stellt.
Dennoch braucht es einige Mühe, brauchbare Bilder hinzubekommen und die Ausschussrate ist hoch. (kostet ja nix außer Verschleiß)
Bei alledem kann man interessante Verhaltenstudien machen, z.B. die strikte Rangordnung der Tiere und die stets angemessenen Abstände zwischen den Vögeln, solange sie sich mal nicht um einen Fisch streiten. Jeder hat und behauptet seinen Platz.
Der Stockerpel hatte sich wohl irgendwie verirrt und wurde sogleich von mehreren Reihern attackiert, was ihn in helle Panik versetzte, zumal er aufgrund der glatten Eisfläche nicht direkt wieder durchstarten konnte. Aber er konnte seine Erpelpelle dann doch noch retten. (Ich traue den Reihern fast alles zu)
Zur Frage der Rubrik: Natur, beeinflusste Natur oder, oder, oder habe ich hier schon viel Sinniges und noch mehr m.E. Unsinniges gelesen. Für mich sind auch diese Reiher freilebende Vögel, die aufgrund besonderer Umstände (Hunger!) an genau diese Stelle kommen, weil sie wissen, dass bei den Eisanglern immer etwas für sie abfällt. Das ist ähnlich der Winterfütterung für unsere Singvögeln, Kirrungen fürs Schalenwild, Luderplätze, Ausweichfütterungen für Kraniche und Gänse – all den Tieren steht es völlig frei zu bestimmen, wann sie kommen, wann sie gehen; und, welche Distanz sie zum Menschen halten. Da haben sie gegenüber den abhängig Beschäftigten der Gattung Homo sapiens einige Freiheiten voraus.

Wie immer, mehr Bilder, nach Durchsicht und Bearbeitung der Ausbeute, auf meiner Hp unter der Rubrik „Aktuelle Bilderserien“.

Uwe Harbig

Technik:
Canon EOS 1D Mark III, Canon EF 100-400 mm L IS USM (bei 220 mm)
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Natur: Naturdokument ?
Größe 89.1 kB 1000 x 667 Pixel.
Ansichten: 328 durch Gäste717 im alten Zähler
Schlagwörter:
Rubrik
Vögel: