Glühwürmchen leben gefährlich.
© Dieter Eichstädt
| Eingestellt: | 2009-07-24 |
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| Eine warme Sommernacht: Ein Glühwürmchen zeigt sein biolumineszierendes Licht. Die Weibchen, die in der Vegetation sitzen leuchten um die schwärmenden Männchen aufmerksam zu machen.Hierfür erklettern sie Grashalme und krümmen ihren Hinterleib mit den Leuchtfeldern nach oben. Die 10 mm großen Männchen haben auffällige, lichtstarke Augen und fliegen sehr gut. Sie können das Lichtsignal eines Weibchens schnell ausmachen und punktgenau landen. Doch manchmal kommen sie zu spät und die Auserwählte wurde inzwischen verspeist. Denn Leuchtkäfer leben gefährlich, wie Biologen jetzt herausgefunden haben. Für die Fortpflanzung wäre es zweckmäßig möglichst hell und auffällig zu leuchten so das zahlreiche Männchen aufmerksam würden.Doch die Glühwürmchen gehen mit ihrem Leuchten sparsam um. Den Grund dafür haben Forscher der Tufts University in den USA nun mit Hilfe von Experimenten herausgefunden.Dem Forscherteam gelang es, die Atmung der Käfer zu messen. Sie stellten fest, dass Glühwürmchen nur sehr wenig Energie verbrauchen, um das Leuchten zu erzeugen - sogar weniger als beim Umherkrabbeln. Für das sparsame Leuchten muss es also einen anderen Grund geben.In einem Feldexperiment konnte das Team nachweisen, dass ein helles Licht mehr Feinde anlockt. Die Glühwürmchen würden zwar mit ihrem Leuchten zahlreiche Männchen anlocken und die Fortpflanzung sichern, doch sie begäben sich in große Gefahr.Die Forscher bauten für das Experiment Leuchtkäfer aus Plastik nach. Räuberische Käfer und Spinnen stürzten sich häufiger auf die hell leuchtende Käfer-Kopien. Jede Nacht begeben sich die Leuchtkäfer auf ein dünnes Drahtseil zwischen Sex und Tod. Auch dieses Glühwürmchen hat anscheinend durch sein Leuchten die Spinne angelockt. Ich habe sie erst auf dem fertigen Foto entdeckt. Zum Glück für den Leuchtkäfer handelt es sich in diesem Fall um einen sog. "Weberknecht", der dem Käfer wohl kaum gefährlich werden kann. |
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| Technik: | Nikon D300, Sigma 18-50mm +Makrovorsatz, ISO 200 Bl.16 Bel. 1,5 Sek. Blitzlicht reduziert. |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 362.9 kB 664 x 1000 Pixel. |
| Ansichten: | 11 durch Benutzer1155 durch Gäste3117 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | gluehwuermchen grosses lampyris leuchtkaefer noctiluca |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Glühwürmchen leben gefährlich.
2009-07-26
Andreas Funk
Hallo Dieter!
Danke für die ausführliche Doku und das dazu passende - sehr anschaulich beschreibende Bild!
Habs mir gerne angesehen und gelesen!
Grüße
Andreas
Re: Glühwürmchen leben gefährlich.
2009-07-25
Werner knollmann
Hallo Dieter,
auch dieses Bild vom Glühwürmchen gefällt mir sehr. Die Spinne macht es noch interessanter. Man bangt automatisch um den Leuchtkäfer.
Gruß Werner
auch dieses Bild vom Glühwürmchen gefällt mir sehr. Die Spinne macht es noch interessanter. Man bangt automatisch um den Leuchtkäfer.
Gruß Werner
Re: Glühwürmchen leben gefährlich.
2009-07-24
Christoph Keller
Hallo Dieter, gefällt mir besser als das erste Bild, denn trotz kleinerer Darstellung kommt das Würmchen irgendwie klarer heraus, und auch das Gesicht wird erkennbar. Die Spinne dazu ist noch eine spannende Dreingabe!
Die hellen Flecken unten würd ich noch beschneiden.
Wieder ein ungewöhnliches Bild und ein interessanter Text!
Beste Grüsse, Toph