Gut gemeint, schlecht gemacht...
| Eingestellt: | 2019-10-11 |
|---|---|
| Aufgenommen: | 2019-10-11 |
| EM © | |
| Diese seltsame Konstruktion zur Bruthilfe habe ich in einem Naturschutzgebiet nahe Rostock gefunden. Zudem alle 50m an einem Wanderweg. Das Vögeln bei der Brut geholfen wird, halte ich für durchaus lobenswert, aber so? VG Eric |
|
| Fotografischer Anspruch: | Anfänger ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 342.6 kB 666 x 1000 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 4 Zu den Tophits
|
| Ansichten: | 207 durch Benutzer620 durch Gäste |
| Schlagwörter: | nistkasten bruthilfe plastik singvoegel hoehlenbrueter |
| Rubrik Mensch und Natur: | |
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
ich kenne es, dass Kanister oder Mülltonnen als Nisthilfen für Käuze angebracht werden. Das Habichtskauz-Wiederansiedlungsprojekt in Österreich nutzt z.B. Mülltonnen, und bringt dann oben in dem Einflugloch noch einen Spiegel an, so dass man von unten in den Spiegel sehen und so die Nisttonne kontrollieren kann, ob dort Jungtiere zu sehen sind. Großartige Idee. Nur etwas warm dürften so Plastiktonnen im Sommer werden, wenn man nicht drauf achtet, sie an der der Sonne abgewandten Seite anzubringen.
Schön ist anders, aber sinnvoll recycelt Wobei der Kanister dort schon eine ganz Zeit unkontrolliert zu hängen scheint. Er ist schief, offenbar schon ein ganzes Stück runtergerutscht und locker. Das wäre verbesserungswürdig
VG Simone
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
es ist doch nichts so schlecht, dass es nicht für irgend etwas gut wäre. Und wie Gerhard schreibt: Den Bewohnern beurteilen das Gebilde nach ihren Maßstäben.
Ein witziger Vertreter für unsere Rubrik Rund um die Natur.
Viele Grüße
Gunnar
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
die Hässlichkeit liegt in unseren Augen, dem Bewohner kommt es auf den Nutzwert an.
Die Natur hat für eine ganze Menge unnatürliches gute Verwendung. So kenne ich ein Naturschutzgebiet, durch dass glücklicherweise manchmal illegal Motocrosser rasen. Nicht schön aber: sie sorgen dafür, dass es immer offene Sandstellen zwischen der Heide gibt. Wertvoll für spezialisierte Insekten und auch Reptilien.
Gruß Gerhard
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
ich kenne nur eine einzige Stelle an der Sandlaufkäfer und Bienenwolf in unserer Region zu fenden ist, eine Motocrossstrecke.
Jedesmal wenn ich dort bin habe ich Angst dass gleich was angedonnert kommt, ich aufspringen muss und hoffe die sehen mich rechtzeitig. Aber für mich die einzige Möglichkeit die genennten Tiere zu sehen.
Offene Flächen vom Wild mit gleichem Ergebnis kenne ich leider nicht.
Als Vogelkasten sollte ist aber doch Material nehem was mal verrottet.
LG Frank
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
Sind für viele Falterarten wichtige Eiablagestellen, wo junge Triebe auf offenem Boden nachwachsen und das Mikroklima ideal ist.
VG
Peter
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
natürlich ist es besser, wenn Störstellen natürlich entstehen.
Ich hatte nur das Beispiel erwähnt, dass offene Bereiche für die Entwicklung mancher Insektenarten unverzichtbar sind.
Weißt du auch, dass Schmetterlinge im Mittelalter ihre Hochblüte hatten, als durch den Mensch Wälder im großen Stile gelichtet wurden?
Auf den freien Flächen konnten sich die Falter gut vermehren, in einem dichten Wald, der davor herrschte, waren sie nicht so häufig.
VG
Peter
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
Solche Kanister-Brutkästen werden in vielen Programmen europaweit erfolgreich eingesetzt

Der Link von Rainer zeigt dies ja.
VG
Achim Kostrzewa
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
Re: Gut gemeint, schlecht gemacht...
diese Plastikteile werden durchaus erfolgreich eingesetzt:
https://www.strixaluco.ch/nistkasten.php
Nur muss man sich fragen, was in Wäldern schief läuft in denen Nistkästen überhaupt notwendig sind. Eine Diskussion die man dann auch in Zusammenhang mit den Schäden in Folge des Klimawandels führen kann.
VG Rainer