Karibischen Seekuh oder Manati (West-Florida)
© achim kostrzewa
Karibischen Seekuh oder Manati (West-Florida)
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Meine erste echte UW Aufnahme seit über 30 Jahren...

Nachdem der Vorfrühling heute einen heftigen Dämpfer bekommen hat, ist Zeit für die Aufarbeitung liegengebliebener Sachen…

Die Seekühe überwintern in den warmen Flüssen Floridas, wenn es im Winter in der Karibik oder dem Atlantik für sie zu kalt wird. Sie bevorzugen Wassertemperaturen von 21-16°C, darunter ist ihnen zu kalt. Trotz des hohen Körpergewichtes von >500 kg haben sie nur wenig isolierendes Unterhautfett. Da, wo es für sie im Winter warm genug ist, gibt es aber deutlich zu wenig Nahrung, sie hungern lieber als zu frieren...

Im freien Wasser sieht man von einem schwimmenden Manati nur die Nasenlöcher und eine Kräuselung auf der Wasseroberfläche von ihrer Flukenbewegung. Schlafende Manatees hängen an der Oberfläche, dann sieht man einen Buckel im Wasser, oder sie liegen auf Grund, dann kommen sie alle 7-20 Minuten zum Atmen nach oben. Bei Wind und etwas Wellen sieht man davon meist gar nichts.
Daher versprechen wir uns vom „Schwimmen mit Manatis“ sehr viel: Fotos mit einer kleinen Olympus Unterwasserkamera, die wir extra dafür besorgt haben: Captain Tim in Pete’s Harbour bietet solche Touren an. Wir verabreden uns für Donnerstag 7:00. Das heißt 5:30 aufstehen, leichtes Sportler-Frühstück, wenig Kaffee für die Dame, 6:40 losfahren. 6:50 ankommen, Video Einweisung anschauen, in den Nasstauchanzug springen, 7:00 geht’s schon los. Um 7:30 sind wir schon im Wasser. Was ich morgens Renate nicht verraten habe: nach einer Strahlungsnacht ist die Temperatur um 25°C gesunken! Heute Morgen nur noch 2° über Null!

Gut für die Seekühe, gut für uns, daß das Wasser hier knapp 21°C hat. Da hält man es mit Neopren gut aus. Renate hält eine Stunde durch, bevor sie bibbernd an Bord klettert. Ich kann die vollen 90 Minuten ausnutzen, dann wird mir auch langsam kalt. Wir sind nur zu vier Gästen im Boot, haben also gut Platz uns wieder aus dem „Gummi“ zu schälen, trocken zu rubbeln, anzuziehen. Dazu gibt es heißen Kakao, prima.

Ja, und die Manatis? Die liegen faul am Boden rum, eine Mutter will ihr Junges partout nicht saugen lassen. Einige tauchen immer wieder mal auf, einige sind neugierig. Alles geht ganz entspannt vor sich. Ich kann endlich wieder was durch meine neue Taucherbrille sehen. Die hat jetzt optische Gläser, hurra! Und die Oly macht brauchbare Bilder für eine „Kleinstchipknipse!“ Aber es herrschen auch gut Lichtbedingungen, Sonnenschein, der gut bis ins Wasser, ja bis auf den Flußboden, der teilweise aus Muschelkalk besteht, reicht. Wahr ist auch, es sind mindestens 20 Manatis und auch mindestens 20 andere Schnorchler da. Der Platz ist bekannt und zugänglich, es kommen auch Paddler gucken. Wir hatten ja gestern schon eine „trockene“ Bootstour. Na ja, gegen Manatis von unten kommt so leicht nichts an. Man paddelt im Wasser, gestützt auf eine Schwimmhilfe, ohne Flossen mit sparsamen Brustschwimmbewegungen möglichst ohne Zuhilfenahme der Fuße so vor sich hin. Die Kamera hängt am Hals und es wird aufgenommen, was geht. Teilweise wirbeln die Manatis Sand auf, dann nimmt sie Sicht ab und man muß warten bis es wieder besser wird. Am besten ist es nah dran zu sein, wie immer und überall. Man soll sich den Seekühen nicht näher als zwei Meter nähern und sie auch nicht überschwimmen. Theoretisch. Aber man treibt ja ein wenig mit der Strömung und soll sich nur sparsam bewegen. Den Manatis scheint es eh egal zu sein, wer da um sie rumpaddelt: wir behandeln sie mit dem zustehenden Respekt und sie ignorieren uns einfach. Einige wenige sind auch neugierig und schwimmen auf einen zu: Mal gucken wer da im schwarzen Neopren steckt.
Autor: ©
Eingestellt:
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Fotografischer Anspruch: Dokumentarisch ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 693.9 kB, 1000 x 750 Pixel.
Technik:
Manatee 1/125sec., f/2,9, 44mm (KB equiv.), 100ASA; RAW entwickelt in Olympus Workspace, weiterverarbeitet/verkleinert mit Nikon View VX2
Der Kontrast mußte wegen des Wassers kräftig angehoben werden.

Olympus TG 5: CMOS-Sensor 1/2,3" 6,2 x 4,6 mm (Cropfaktor 5,6), 12,0 Megapixel (effektiv)
Objektiv 2-4,9/ 25-100mm (KB equiv.)
Basis-Empfindlichkeit 100 ASA, Pixelpitch: 1,5 µm, Fotoauflösung: 4000 x 3000 Pixel


Eine kompakte Kleinstchipknipse für UW Aufnahmen, kann RAW, ist einfach zu bedienen und preiswert. Nach Tests die Beste ihrer Klasse.
Ich hatte sie schon auf unserer Galapagos Tour kennengelernt. Da konnte ich aber wegen meiner Schulter-Blockade und Achillessehnen-/Sprunggelenksverletzung in der starken Strömung nicht tauchen. Jetzt war alles wieder ausgeheilt und die Schnorchelei hier sehr einfach.
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