Opfer der "Kulturlandschaftswüsten"
| Eingestellt: | 2016-08-20 |
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| Aufgenommen: | 2016-08-15 |
| Ich beobachte es seit ca. 10 Jahren, dass die "Schmetterlingswiesen" rasant abnehmen, dass auch die kleinsten Biotope untergepflügt oder unbrauchbar gemacht werden. Wiesen, die vor ein paar Jahren eine spätsommerliche Blütenpracht hervorbrachten, nur noch grün sind, also nur noch mit Viehgräsern bestanden sind. Zwischen den Rapsfeldern, an denen so gut wie keine Insekten zu entdecken sind, wächst Getreide und hier vermehrt Mais für die Biogasanlage.- Das sind Entwicklungen, die uns früher oder später auf die Füße fallen werden.- Das Problem des Bienensterbens ist ja nun weithin bekannt. Aber es trifft alle Insekten, auch die Schmetterlinge und in der Nahrungskette auch die Vögel! Diesen Schwalbenschwanz habe ich mit einem weiteren auf einer Eifelwiese angetroffen, auf der ich regelmäßig 15 - 20 dieser Art beobachten konnte. - Meiner Meinung nach ist der schon sehr sehr rar geworden! |
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| Technik: | NIKON CORPORATION NIKON D750, 185mm (entsprechend 185mm Kleinbild) 1/60 Sek., f/6.3, ISO 800 Belichtungsautomatik, Korrektur 0.3, Automatischer Weißabgleich |
| Größe | 494.9 kB 1400 x 935 Pixel. |
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| Ansichten: | 98 durch Benutzer383 durch Gäste |
| Schlagwörter: | schwalbenschwanz eifel eifelwiese harald haberscheidt papilio machaon |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Opfer der "Kulturlandschaftswüsten"
auch wenn Du die Entwicklung nüchtern beschreibst, so spüre ich doch aus deinen Worten eine gewisse Wut. Und diese Wut und Ohnmacht teilen wir wohl alle mit dir. Auch wenn es sich komisch anhört, aber mittlerweile freue ich mich über jedes militärisch genutzte Gelände. Egal, ob noch genutzt oder verlassen. Das werden sicher die letzten Refugien unserer Insektenwelt werden.
Dagegen habe ich nun in Kaschubien Landstriche gesehen, die noch eine fast vergessene Blütenpracht zeigen und landwirtschaftlich nicht genutzt werden. Hoffen wir mal, dass es noch Gebiete in Europa geben wird, wo Menschen Einsicht zeigen. Die Lobby-Politiker in Brüssel und Berlin ganz sicher nicht.
Schön, dass Du ihn noch so fein fotografieren konntest!
VG, Wilhelm
Re: Opfer der "Kulturlandschaftswüsten"
Re: Opfer der "Kulturlandschaftswüsten"
Mit den Wiesen da pflichte ich Dir und insb. Franz uneingeschraenkt bei: ich verstehe auch nicht, warum jedes Fleckchen im Sommer ca. alle 4 Wochen gemaeht werden muss (inklusive (fast) die komplette Donauinsel!).. die Wiener Stadtverwaltungen scheinen eine sehr komische Vorstellung von "Natur" bzw. Liegewiesen zu haben.
Viele Grüsse,
Stefan
Re: Opfer der "Kulturlandschaftswüsten"
Ist bei ins auch nicht anders, leider. Ein Trauerspiel was sich da abspielt.
Sehr schöne Aufnahme in jeder Hinsicht.
Grüße franz
Re: Opfer der "Kulturlandschaftswüsten"
Du hast sooo recht!
Ich konnte dieses Jahr nicht einen Schwalbenschwanz finden.
Selbst die Sichtungen des ansonsten bei mir sehr häufigen kleinen Fuchses waren an den Fingern einer Hand abzuzählen.
Bei mir wurde eine stillgelegte Kiesgrube "renaturiert", d.h. alle Büsche und Kräuter (eine Schwalbenschwanzraupe konnte ich dort auch mal finden) verschwanden unter meterhohen Aufschüttungen mit Erde, darauf wurden schnellwüchsige Grassamen gesät und jetzt wird dort zig mal im Jahr gemäht und mit Gülle alles erstickt, was den Kreiselmähern entkommen ist!
Es ist einfach traurig.
Ich frage mich, wie lange wir diesen schönen Ritter bei uns noch bewundern dürfen.
Mit etwas traurigen Grüßen
Peter