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Re: Waldkauz – nächtliche Badepause

Waldkauz – nächtliche Badepause© Marcel Vetter2026-09-048 KommentareWaldkauz – nächtliche Badepause
Hallo Marcel,

eigentlich bin ich aus zeitlichen Gründen momentan nicht im Forum aktiv unterwegs, aber hier muss ich jetzt mal in die Tastatur greifen.
Deine Fledermäuse waren schon ein absolutes Highlight, aber nun auch noch die Waldkäuze.
Ich bin schwer beeindruckt und mich begeistern die Aufnahmen wirklich sehr!!!
Durch meine Projekte weiß ich, wieviel Zeit und Herzblut in Deinem Projekt stecken muss.
Ohne diese Komponenten wären solche Aufnahmen nicht möglich!
Ich ziehe den Hut ganz tief und freue mich auf weitere aufnahmen von Dir!

LG
Michael

SP

Re: Der Sonnenkuss

Der Sonnenkuss© Stefanie Pappon2026-09-0825 KommentareDer Sonnenkuss
Hallo

Grundsatzdiskussionen, finde ich, gehören ab einer bestimmten Länge ins Textforum.
Ich bin bei dieser Diskussion jedenfalls nicht mehr dabei.
Ich habe den Eindruck, dass hier, neben Infodumping, jemand das letzte Wort haben will und ich dumm dastehen soll. Etwas mehr Takt wäre wünschenswert.

Ich lösche das Bild. Morgen irgendwann ist es dann verschwunden.
Danke an alle, die es auf den ersten Platz gehoben haben.
Ich muss mich bei euch entschuldigen, weil ihr mir eure wertvollen Sterne gegeben und Zeit investiert habt, um Kommentare zu schreiben.

Gruß Steffi

B4

Re: Der Sonnenkuss

Der Sonnenkuss© Stefanie Pappon2026-09-0825 KommentareDer Sonnenkuss
Malerei und Fotografie sind beide visuelle Künste, die Bilder erzeugen, unterscheiden sich aber grundlegend in Entstehung, Beziehung zur Realität, künstlerischer Kontrolle und historischer Rolle.
Entstehung und Technik
Malerei ist ein additiver, manueller Prozess, Künstler trägt Pigmente (Öl, Acryl, Aquarell usw. schichtweise auf eine Fläche auf. Jeder Strich, jede Farbe und Textur entsteht durch bewusste Handarbeit. Der Prozess ist langsam, reversibel (Übermalungen) und stark vom Material und der körperlichen Geste abhängig.
Fotografie basiert auf einem optisch-chemischen oder digitalen Aufnahmeprozess: Licht wird durch ein Objektiv auf einen Sensor oder Film projiziert. Die Aufnahme selbst ist (zumindest im klassischen Sinn) ein Moment der Fixierung. Nachbearbeitung (Entwicklung, Retusche, digitale Bearbeitung) spielt eine große Rolle, der Kern bleibt jedoch die Lichtaufzeichnung.
Beziehung zur Realität
Die Fotografie gilt historisch und oft noch heute als „indexikalisch“. Sie hat eine direkte, physikalische Verbindung zum Abgebildeten (das Licht, das vom Motiv kam). Das verleiht ihr eine Aura von Authentizität und Beweiskraft – auch wenn diese durch Inszenierung, Auswahl des Ausschnitts und Bearbeitung relativiert wird.
Die Malerei ist von vornherein interpretativ und konstruiert. Selbst realistische Malerei (z. B. Fotorealismus) filtert, stilisiert und erfindet. Der Maler kann Dinge darstellen, die nie existiert haben, Perspektiven verzerren oder innere Zustände sichtbar machen, ohne an die optische Wirklichkeit gebunden zu sein.
In der Malerei hat der Künstler extreme Kontrolle über jedes Detail: Farbe, Lichtführung, Komposition, Pinselführung und Materialität. Der „Blick“ entsteht vollständig aus dem Künstler. Gleichzeitig ist die Malerei stark subjektiv und kann sehr persönlich oder expressiv sein (Expressionismus, abstrakte Malerei).
In der Fotografie liegt die Kontrolle in der Auswahl (Motiv, Moment, Ausschnitt, Belichtung, Objektiv) und der nachträglichen Bearbeitung. Der Fotograf „findet“ und rahmt eher, als dass er jedes Element von Grund auf erschafft. Der Zufall und das Unkontrollierbare (Licht, Bewegung, Timing) sind oft integraler Bestandteil. Gleichzeitig ermöglichen Serien, Reportage und dokumentarische Arbeit eine andere Form von Erzählung und Zeitlichkeit.
Malerei ist meist ein längerer, meditativer oder arbeitstechnisch aufwendiger Prozess. Das Bild entsteht über Stunden, Tage oder Monate.
Fotografie kann extrem schnell sein (der entscheidende Moment bei Cartier-Bresson) oder sehr geplant und konstruiert (Studiofotografie, Inszenierung). Digitale Fotografie und Sofortbildtechniken haben die Zeitdimension nochmals verändert.
Die Fotografie entstand im 19. Jahrhundert und stellte die Malerei zunächst in Frage. Die Malerei reagierte darauf mit Impressionismus, Expressionismus, Abstraktion und einer stärkeren Betonung des Subjektiven und Materialen. Die Fotografie entwickelte sich parallel von dokumentarischem Medium zu eigenständiger Kunstform.
Heute existieren beide nebeneinander und durchdringen sich: Fotorealismus in der Malerei, malerische Ansätze in der Fotografie, digitale Hybride, KI-generierte Bilder usw.
Fazit;
Malerei und Fotografie sind keine Gegensätze, sondern unterschiedliche Wege, Bilder und Bedeutungen zu erzeugen. Die Malerei bietet maximale Freiheit der Erfindung und eine intensive materielle und gestische Dimension. Die Fotografie bringt die Kraft des realen Moments, der optischen Genauigkeit und der massenhaften Reproduzierbarkeit mit. Viele der spannendsten zeitgenössischen Arbeiten bewegen sich ohnehin an der Schnittstelle beider Medien oder nutzen digitale Werkzeuge, die die alten Grenzen weiter auflösen.
Beide bleiben relevant, weil sie unterschiedliche menschliche Bedürfnisse bedienen: das Bedürfnis nach Interpretation und Erfindung einerseits und das Bedürfnis nach Sichtbarmachen und Festhalten der sichtbaren Welt andererseits.

LG Alex

MK

Re: Der Sonnenkuss

Der Sonnenkuss© Stefanie Pappon2026-09-0825 KommentareDer Sonnenkuss
Genau da liegt der Denkfehler: Trioplan-Linsen, Zoomburst, Filter und Co. sind am Ende auch nur Werkzeuge, um das zu manipulieren, was ohnehin schon da ist. Ohne das reale Motiv und das vorhandene Licht macht die Kamera überhaupt nichts. All diese Techniken sind komplett darauf angewiesen, was die Natur uns in dem Moment vorgibt – wir verfremden es nur. Der Maler hingegen braucht kein physisches Gegenüber; er setzt den Pinsel an und erschafft aus dem absoluten Nichts eine eigene Welt. Das ist der entscheidende Unterschied im Bauplan.“
SS

Re: Und weg....

Und weg....© Schaub,Stefan2026-09-088 KommentareUnd weg....
Nein Michael, Dauerfeuer in dem Moment wo man damit rechnen konnte das er abhaut.

Das funktioniert prima, da sie immer eine gewisse Fluchtdistanz akzeptieren.

Kommt man darunter, heben sie ab😂😂🤘

Bei 1/6000stel. Sec. 1250 ISO und höchste Bildrate kann man meist unter ca. 20 Bilder den Moment auswählen in dem er startet.

Meist sind es zwei-drei Bilder in versch. Stadien die da in der Kürze der Zeit zu sehen sind.

Ausschuss wird bereits vor Ort eliminiert.

L.G Stefan

SP

Re: Der Sonnenkuss

Der Sonnenkuss© Stefanie Pappon2026-09-0825 KommentareDer Sonnenkuss
Hallo Michael

Spannende Diskussion, aber hinkt der Vergleich mit der Malerei nicht ein wenig?

Aus meiner Sicht, definitiv nein. Ich komme aus der Malerei. Rein historisch hat die Fotografie die Gestaltungsprinzipien der Malerei übernommen. Die Gewichtung von Leere und Fülle gilt für alle Genres der Fotografie. Leere und Fülle erzeugen, neben anderen Bildkompostionen in der richtigen Gewichtung Bildspannung, bei einem Markro genauso wie bei einer Landschaft.

Das Foto wird von dem vorgegeben, was vor der Linse ist. Ein Maler erschafft sich seine Welt völlig frei. Wir Fotografen sind darauf angewiesen, was die Natur uns anbietet.

Und wie ist das mit den Triplanlinsen, das ganze Feld der abstrakten Fotografie, Doppelbelichtungen, Langzeitbelichtungen, ICM, Zoomburst?
Da malt dann jemand mit der Kamera und erschafft seine eigene Bildwelt, dein eigenes Bild z.B. »Der tanzende Wiesenknopf«.
Die Realität wird vom Fotografen, wie auch dem Maler interpretiert. Schon das Werkzeug ist eine Interpretation, beim Maler die Wahl des Pinsels, der daraus resultierenden Pinselstrichs oder der Farben ect., beim Fotografen die Wahl des Objektivs, eines Filters, bestimmte Einstellungen der Kamera, bestimmte Kameratechniken.

Mehr werde ich zu dem Thema nicht schreiben, weil grade meine Zeit etwas begrenzt ist.

LG Steffi

CW

Re: Nicht nur Laubfrösche ...

Nicht nur Laubfrösche ...© Lothar Hinz2026-09-091 KommentarNicht nur Laubfrösche ...
Hallo Lothar,
macht sich gut mit dem Stein dazu bzw. der Farbkombi und dem Bildaufbau, was sich dadurch ergibt.
Auch die Pose des Froschs gefällt mir und der schöne Hintergrund!
Vielleicht hätte ich ihm links etwas mehr Raum gegeben und rechts etwas weggenommen - vielleicht hat da aber auch was dagegengesprochen (was links evtl. dann störend gewesen wäre)
LG Caroline