Die vermutlich seltenste Libelle des Universums (Doku)
© Jens Kählert
Die vermutlich seltenste Libelle des Universums (Doku)
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Coenagrion hylas freyi (Bileks Azurjungfer, Sibirische Azurjungfer)

Na gut, Thorsten! Da ich ein schlechter Verlierer bin, spiele ich hiermit meinen letzten Trumpf aus - und der ist wie Kreuzbube und sticht immer. Diese Libelle ist mit Sicherheit die seltenste! Der Pokal geht also endgültig an mich!

Die Art wurde erst 1952 in Europa entdeckt. Man fand sie in Deutschland, am Zwingsee bei Inzell ganz kurz vor der österreichischen Grenze. Von dort ist sie längst verschwunden. (Als ich auf der Fahrt zu den Murmeltieren am Großglockner dort vorbeikam, hielt ich an und legte eine Gedenkminute ein.)

Im Jahre 1973 fand man sie in Österreich wieder, doch auch am neuen Fundort starb sie bald aus. Aktuell ist sie nur noch an ganz wenigen, nah beieinanderliegenden Stellen in Tirol, die alle streng geheim sind, anzutreffen. Dort konnte ich sie im Jahre 1997 fotografieren. Fotos eines Weibchens und eines Paarungsrades habe ich auch noch. Anfragen bzgl. des Fundortes sind absolut zwecklos.

Der Erstfund sorgte für viel Aufsehen in Fachkreisen. Zunächst meinte man, eine ganz neue Art in Europa entdeckt zu haben und nannte sie Coenagrion freyi, doch bald wurde die Identität mit dem sibirischen Coenagrion hylas erkannt. Ob unsere mitteleuropäische Population nun eine Unterart ist oder nicht, ist in Fachkreisen umstritten und mir vollkommen unwichtig.

Coenagrion hylas ist ganz eng ökologisch eingenischt und kommt nur in Höhenlagen um 1000 m vor.
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Canon 50E + EF 180 mm / 3.5 L, Stativ, Scan vom Dia (Fujichrome Sensia)
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