Schwan im Abendlicht
| Eingestellt: | 2013-05-03 |
|---|---|
| Aufgenommen: | 2012-11-21 |
| BA © | |
| Der Schwann schwamm durchs Licht der untergehenden Sonne... |
|
| Technik: | Canon EOS 550D, 300mm 1/4000 Sek., f/40.0, ISO 6400 Belichtungsautomatik, Automatischer Weißabgleich |
| Natur: | Beeinflußte Natur ? |
| Größe | 48.5 kB 448 x 299 Pixel. |
| Ansichten: | 4 durch Benutzer146 durch Gäste270 im alten Zähler |
| Rubrik Vögel: | |
Re: Schwan im Abendlicht
Wie schon erwähnt ist die hohe ISO eine doofe Angewohnheit, das werde ich aber ändern!Vielen Dank für die Tipps ( Bild bearbeitung) und die Unterstützung!
lg Bilal
Re: Schwan im Abendlicht
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum. Im Gegensatz zu deinem Einstandsfoto vom Erpel gefällt mir diese Aufnahme hier deutlich besser. Da hast du schon einiges an Tipps umgesetzt, die (in der Regel) den Gesamteindruck eines Bildes fördern.
(1)
Zunächst gefällt mir dieses Motiv einfach besser: Diese golden-orangefarbene Spiegelung des Abendhimmels im Wasser ist wirklich toll, ganz besonders in Verbindung mit den welligen Strukturen der Wasseroberfläche. Der Kontrast der schwarzen Silhouette des Schwans macht das Bild spannend; und der Schwan selber wirkt mit seiner Haltung richtig majestätisch.
(2)
Der Aufnahmestandpunkt ist hier niedriger und auf Augenhöhe. Das wirkt zum einen meist interessanter, zum anderen rücken Vordergrund und Hintergrund weiter vom Motiv weg. Das bringt oftmals mehr Ruhe ins Bild, weil die unwichtigen Strukturen in der Unschärfe verschwimmen. Oft lenkt ein unruhiger Vorder- und Hintergrund vom eigentlichen Hauptmotiv ab, was dann stört.
(3)
Und was mir hier ebenfalls besser als bei deinem Erpel gefällt: Hier gibt es keine Überschneidung von wesentlichen Bildelementen. Der Halm, der bei dem Erpel quer vorm Schnabel läuft, ist nicht wirklich schön.
(4)
Darüber hinaus gefällt mir hier die Bildgestaltung besser. Der Schwan als Blickfang und Hauptdarsteller im Bild hat genügend Platz um sich herum. Häufig ist eine mittige Anordnung des Motivs im Bild eher langweilig, da solltest du dann versuchen, den Hauptdarsteller etwas abseits der Bildmitte zu Platzieren. Lies mal im Internet etwas über den goldenen Schnitt nach. Hier aber finde ich die mittige Platzierung durch den symmetrischen Bildaufbau recht passend.
Alles in allem ist dir hier eine durchaus ansprechende Aufnahme gelungen.
Vielleicht noch ein paar Tipps zu deinen beiden Bildern:
- Um das Bild bezüglich der technischen Ausarbeitung beurteilen zu können, solltest du es größer einstellen. Alle Bildbearbeitungsprogramme bieten die Möglichkeit, Bilder zu verkleinern, indem du die Kantenlänge in Pixeln vorgibst (Länge auf 1000 bis 1200 Pixel reduziere). Diese Funktion ist häufig unter „Bild bearbeiten“ und dann „verkleinern“ versteckt (oder ähnlichen Namen). Da solltest du einfach mal dein Bildprogramm nach durchsuchen. Falls du kein Bildbearbeitungsprogramm verwendest, kann ich dir den FastStone Image Viewer empfehlen. Der ist kostenlos und einfach zu bedienen. Aber auch alle anderen Programme bieten für den Anfang ausreichend Möglichkeiten (Irfan View und wie sie alle heißen)
- Du fotografierst mit ISO 6400, einer Belichtungszeit von 1/4000. Die hohe ISO-Zahl schadet der Qualität (die man hier aber aufgrund der geringen Bildgröße nicht wirklich beurteilen kann). Insbesondere macht sich das dann sehr schnell in kräftigem Rauschen und einem verwischten Eindruck der Details bemerkbar. Damit dein Bild nicht verwackelt, reicht aber schon eine Belichtungszeit von 1/500 Sekunde und um auf Nummer sicher zu gehen 1/1000 Sekunde völlig aus. Bei dieser längeren Belichtungszeit kannst du mit der ISO-Zahl auf 800 bzw. 1600 heruntergehen.
Welche Belichtungszeit reicht, damit ein Bild nicht verwackelt? Als Faustregel gilt: 1 geteilt durch die Brennweite, Also 1/300 Sekunde. Hier musst du allerdings noch den Cropfaktor deiner Kamera berücksichtigen. Dieser beträgt 1.6 und wird mit der Brennweite multipliziert. Dementsprechend wird aus der 1/300 Sekunde eine 1/480 Sekunde. So komme ich auf 1/500.
- Schau mal nach, wie groß tatsächlich die Blendzahl war. f/40 erscheint mir als unrealistisch,
- Falls du ein 70-300mm Zoom-Objektiv verwendest, dann gilt vermutlich für die Bildqualität, dass die Linse die besten Ergebnisse bis etwa 200mm erzielt. Im oberen Telebereich neigen diese Objektive zum Schwächeln. Also wenn möglich näher herangehen anstatt den Zoom bis zum Äußersten ausreizen.
Und bei der Blende gibt es die technisch besten Ergebnisse eher bei Blende 1/7.1 oder f/8.0. Das sollte man im Hinterkopf haben.
Zum Abschluss bleibt mir nur zu sagen: Du bist jung und bei entsprechender Motivation steht dir noch die Karriere als Profifotograf offen. Fleißig weiterüben hilft dabei.
Viele Grüße
Gunnar
Re: Schwan im Abendlicht
Ich verstehe nicht so ganz warum du die ISO auf 6400 gesetzt hast und die blende auf 40. Da hättest du auch auf blende 8 und iso 100 gehen können und hättest immer npoch mit einer 1/4000 fotografieren können. Dann hätte das Rauschen auch abgenommen...
Die mittige Bildgestaltung find ich ok sie zieht den Betrachter in das Bild hinein.
Vielleicht konnte ich dir helfen
L Philipp