Steter Tropfen höhlt den Stein
| Eingestellt: | 2012-05-17 |
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| Aufgenommen: | 2012-05-13 |
| GA © | |
| Die Aufnahme stammt aus dem unteren Bereich der Kesselbergstraße. Dort quert der Heckenbach die Straße. Unmittelbar "dahinter" hat sich der Bach in den gut verkarstungsfähigen Wettersteinkalk erodiert und die Heckebachklamm geschaffen. Die Klamm ist beliebt zum Canyoning; leider hat es hier schon Todesopfer gegeben, denn der Wasserstand in Klammen kann ja bekanntlich schnell bei Unwetter anschwillen. (Aber was muss man da auch rumrennen?) Gruß Guido |
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| Technik: | Canon EOS 50D, 85mm 4 Sek., f/11.0, ISO 100, Polfilter Belichtungsautomatik, Korrektur 0.3, Automatischer Weißabgleich |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Natur: | Beeinflußte Natur ? |
| Größe | 642.8 kB 667 x 1000 Pixel. |
| Ansichten: | 5 durch Benutzer533 durch Gäste335 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | bayern klamm wasserfall karst verkarstung kochel kochelsee kesselberg isarwinkel |
| Rubrik Farben und Formen: | |
Re: Steter Tropfen höhlt den Stein
Gruß Guido
Re: Steter Tropfen höhlt den Stein
ja, das kenne ich zu Genüge. In der Regel brauche ich zwei-, dreimal Anlauf, bis mir ein Bild gefällt. Mit Glück kann's auch schon beim ersten Mal hinhauen. Wobei es bei mir häufig weniger an den Umständen liegt als an meinem eigenen (Un-)Vermögen.
Und Täler, bei denen die Sonne nie von der richtigen Stelle einfällt, kenne ich auch.
Hier scheint es sich aber nur um wenige Zentimeter zu handeln (30, 40cm?). Da würde ich es ggf. mal mit einem größeren Reflektor probieren, wobei evtl. dann die Goldseite herhalten muss...
Noch ein Gruß und danke für deine Rückmeldung
Gunnar
Re: Steter Tropfen höhlt den Stein
ich denke, wer so einen Wasseranstieg noch nicht mitgemacht hat, kann sich gar nicht vorstellen, wie schnell so etwas gehen kann. Das durfte ich selber erst vor Kurzem erleben, allerdings in einem einem weiteren Tal. Aber allein schon dort war ich verblüfft, wie schnell Schmelzwasser bei steigenden Temperaturen den Spiegel zum Ansteigen bringen kann. Steine, auf denen mach noch vor einer Stunde trockenen Fußes drüberlaufen konnte waren auf einmal untergetraucht.
Aber zum Bild: Das Motiv gefällt mir mit dem kleinen Durchbruch im Fels, den abgerundeten Kanten und der schönen Steinstruktur sehr gut. Mein Blick kann an den vielen kleinen Details wie den Moospölsterchen, den Rissen im Stein oder auch nur die Steinoberfläche selber immer wieder hängenbleiben. Den Bildausschnitt empfinde ich als recht ausgewogen, tendenziell ist eine leichte Diagonale von oben rechts nach links unten zu erkennen.
In zwei Punkten kann ich mir allerdings vorstellen, dass die Aufnahme noch zu gewinnen vermag: Zum einen lässt die Lichtsituation das Bild etwas flach erscheinen. Für mein Gefühl ebnet es die Strukturen ein. An der Ausarbeitung liegt es jedenfalls nicht. Die ist dir unter den gegebenen Umständen bestens gelungen, wenn ich mir das Histogramm betrachte. Wenn ich etwas träumen darf, dann sehe ich hier vor meinem innteren Auge den Vordergrund durch andere Lichtverhältnisse etwas konturierter, im unteren Teil etwas dunkler und den Hintergrund durch ein kleines Spotlight oder einen andern Lichteinfall etwas mehr betont.
Zweitens würde ich das Bild gerne einmal bei einer um einen Tick nach oben verschogenen Kameraposition betrachten, damit der kleine Wasserfall Anbindung nach oben hat und man den Wasserlauf zurückverfolgen kann.
Ich habe deine Aufnahme gerne betrachtet. Sie wirkt auf mich spannend und verleitet zu einem längeren Blick.
Viele Grüße