Eine „Antibiotikafabrik“ in den Fühlern
© Ingolf Kunze
| Eingestellt: | 2026-11-07 |
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| Aufgenommen: | 2026-08-11 |
| IK © | |
| Der bei uns heimische Bienenwolf (Philanthus triangulum) fängt vor allem Arbeiterinnen der Westlichen Honigbiene , meist beim Blütenbesuch. In Mitteleuropa ist er sehr stark auf diese Beute spezialisiert. Die Nestgänge werden gerne auf offene Sandflächen, Böschungen aber auch in Pflasterfugen gebaut. Erstaunlich ist eine mehrstufige Schutzstrategie gegen Schimmel. Die erbeuteten Bienen müssen schließlich in einer warmen, feuchten Erdkammer als Larvennahrung haltbar bleiben. Das Weibchen kultiviert in speziellen Antennendrüsen Streptomyces-Bakterien und streicht sie an die Brutkammerwand. Die Larve übernimmt sie später in ihren Kokon. Dort produzieren die Bakterien einen Cocktail antibiotischer und antimykotischer Stoffe, der vor Pilzen und anderen Krankheitserregern schützt. Das Bienenwolf-Ei setzt Stickstoffmonoxid (NO) frei. Daraus entstehen weitere reaktive Stickstoffverbindungen, die Schimmelpilze hemmen. Das Ei „begast“ gewissermaßen seine eigene Vorratskammer – noch bevor die Larve schlüpft. Grüße Ingolf |
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| Technik: | OM Digital Solutions OM-1MarkII, OM 50-200mm F2.8 1/2000s, F/10, ISO 1250, 200mm (etwa 401mm Kleinbild) M, Automatischer Weißabgleich 1.39m Distanz |
| Fotografischer Anspruch: | Dokumentarisch ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 1.7 mB 1500 x 1124 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 46 Zu den Tophits
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| Ansichten: | 17 durch Benutzer10 durch Gäste |
| Schlagwörter: | bienenwolf philanthus triangulum |
| Gebiet | Niedersachsen |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Eine „Antibiotikafabrik“ in den Fühlern
2026-11-07
Benutzer 2223528
Hallo, Ingolf, das ist ein sehr informativer Text, klasse. Und einen Bienenwolf im Flug in der Schärfe erwischt man auch nicht alle Tage!
LGH
LGH