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Hallo zusammen, aktuell gibt es eine kleine Diskussion unter meinem Bild "Pech gehabt". Meine Frage: darf/sollte man Bilder dieser Art hier künftig nicht mehr Gibt es da Unterschiede bei der Wahrnehmung ob eine Schlange einen Frosch frisst, oder ob ein Greifvogel eine Maus schlägt, ein Eisvogel einen Fisch durch aufschlagen an einem Stein tötet oder dem Fuchs der eine Maus im Maul trägt um seine Jungen das Überleben zu sichern ? Im Kern ist es für mich das Gleiche, lediglich die Darstellung wie das illustriert wird unterscheidet sich hier in der Ästhetik. Unterm Strich bleibt der Fakt das es sich um den Fortbestand einer Spezies handelt, die eben fressen muss um zu überleben. Wie das hier gezeigt wird und wie das jeder für sich aufnimmt ist sicher ein anderes Thema. Daher die Frage, wie seht Ihr das ? Sollen/wollen wir diese Elemente aus dem Forum künftig heraushalten, oder müssen wir besser abwägen das es User gibt, die solche Bilder nicht ertragen. Hart gesagt, gibt es dafür eine War aber nicht so gemeint😉🤞 Ich finde es Schade das man auf Grund solcher Bilder einer Art Effekthascherei, sprich "Sensationsbild" bezichtigt wird. Sind fliegende Heuschrecken keine Sensationsbilder ?😉 Das mal ganz nebenbei... Ich finde es legitim das manche User solche Bilder schwer ertragen, aber gehört das nicht auch zur Natur dazu ? Ich ertrage solche Aufnahmen viel besser, als Bilder die Amphibien/Reptilien zeigen, die völlig unnatürlich anmutend auf einen Platz mit Mauerpfeffer oder Moose trappiert sind.....nur ....deren stumme Schreie werden hingenommen, da diese Bilder schlichtweg ästhetischer wirken, und man ganz oft nicht erkennt, unter welchem Umständen sie entstanden sind...
L.G Stefan |
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Aber es ging einigen bei der Kritik am Bild auch um Ästethik. Und das ist dann doch eine etwas schwierigere Frage. Ich glaube kaum, dass sich hier alle Bilder von Löwen mit noch lebender Beute im Maul oder eben Schlangen mit blutigen Fröschen ins Wohnzimmer hängen würden. Warum nicht, ist doch Natur? Weil es eben nicht so ästethisch wirkt wie ein Eisvogel mit kleinem Fisch. Es gibt eben auch User im Forum, die sich blutigen Szenen nicht so gerne anschauen, ich glaube nicht, dass sie deshalb weniger von Natur verstehen und ihnen nicht bewußt ist, wie grausam es in der Natur zugeht.
Wir sollten hier auch andere Meinungen zur Wirkung von solchen Bildern akzeptieren.
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Gleichwohl gab es negative Meinungen zu diesem Bild, die nicht mehr das Foto, sondern den Fotografen und seine Motivation in den Mittelpunkt gestellt haben. Da sehe ich einen Unterschied.
Gerade in einem Forum, in dem auf Kritik häufig ausgesprochen dünnhäutig reagiert wird, finde ich das dann schon bemerkenswert.
Und dass die Wahrnehmungen unterschiedlich sind, zeigt ja auch, dass das Bild trotz der Kritik auf Platz 1 stand. Das macht Kritik nicht unberechtigt, aber spiegelt ja wider, dass auch Interesse daran da ist.
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
In diesem Sinne....
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Warum sollte man so ein Bild in einem Naturfotoforum nicht zeigen?
Liebe Grüße Horst
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
L.G Stefan
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Kein Mensch regt sich auf, obwohl das doch für mehr Entsetzen sorgen müsste.
Aber bei der Raupe hegen wir nicht so viel Mitgefühl, selbst beim fertigen Falter reagieren wir schon wieder anders.
Ich war von der ganzen Diskussion doch etwas überrascht, wir sind hier in einem Naturforum und das Verhalten von frei lebenden Tiern zu dokumentieren ist doch das Ziel.
LG
Peter
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Also wer intressiert sich dafür, ist doch eh Vogelfutter...
Grünfrösche sind präsenter, fast jeder Gartenteich und Tümpel hat welche, und sie sind in vielen Gegenden sogar überpropotional vertreten, bedrohen sogar den Libellenbestand....
...im Vergleich zum Frosch dagegen, haben Schlangen überhaupt
keine Lobby !!🤔
Mythen wie: Schlangen sind giftig, böse, aggresiv und greifen Menschen an, machen ihren Ruf auch nicht besser.
Frag mal Kinder was sie über Libellen wissen ?
Die stechen und können beißen, sind saugefährlich.
Oder...
Drei Hornissen stechen idR. ein Pferd tot🙄
Viele dieser Aussagen wurden schon von unseren Großeltern vermittelt, auch das trägt zu vielen Verunsicherungen in unserer Gesellschaft bei.
Das mal so of topic am Thema vorbei...
L.g.Stefan
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Ich bin in diesem Forum als Zaungast, aus Leidenschaft für die Natur, weil ich hier viel lerne und weil mir die tagesaktuellen Bilder schon oft bei der Bestimmung geholfen haben. Bitte zeigt die Natur wie sie ist und nicht wie sie der eine oder andere gerne sehen möchte. Alles andere würde den Wert dieses Formums schmälern.
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...

Die Raupe wurde langsam von innen aufgefressen und die Schlupfwespenlarven verlassen mun das sterbende Tier.
Hier hatte niemand geschrieben, dass es unerträglich sei.
Warum?
VG
Peter
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Gruß angelika
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
ich habe die Diskussion unter deinem Bild gerne gelesen, und mir dazu auch Gedanken gemacht. Dass die Szene unangenehme Gefühle auslöst, kann ich verstehen. Wir alle haben unsere Vorlieben, unsere persönlichen Grenzen und Tiere, mit denen wir besonders mitfühlen. Niemand muss sich solche Bilder gerne ansehen und sie gut finden. Das ist ja völlig in Ordnung.
Aber ich finde, wir sollten unterscheiden zwischen der emotionalen Wirkung eines Bildes und der Frage, ob es legitim ist, es zu machen und zu zeigen.
Eine Schlange frisst einen Frosch. Das ist Natur. Eine unangenehme Seite selbiger, aber eben Natur. Wenn wir Naturfotografie ernst nehmen, kann unser Anspruch aus meiner Sicht nicht sein, nur die Momente zu zeigen, die wir schön finden oder emotional gut aushalten.
Was mich besonders dabei beschäftigt ist aber die Frage nach unseren moralischen Maßstäben. Denn ich glaube, dass wir hier nicht immer so konsequent sind, wie wir vielleicht denken.
Ein Eisvogel mit einem Fisch im Schnabel? Ein Fischadler mit Beute? Ein Fuchs mit Maus? Solche Bilder werden in diesem Forum doch sehr gerne und sehr häufig als spannende Verhaltensaufnahmen betrachtet und begeistert kommentiert. Da spielt das Leid der Beute oft nur eine untergeordnete Rolle.
Nun sehen wir, wie eine Schlange einen Frosch verschlingt, und plötzlich wird daraus eine moralische Frage. Sensationsbild, Sensationslust? Es wird also dem Fotografen unterstellt, aus fragwürdigen Motiven gehandelt zu haben. Warum eigentlich?
Ist das Töten eines Fisches durch einen Eisvogel weniger grausam, nur weil wir den Vogel schön finden? Ist das Leben einer Maus weniger wert als das eines Frosches? Oder fällt es uns schlicht leichter, das eine Geschehen zu akzeptieren, weil wir uns an seine Darstellung gewöhnt haben und es fotografisch als ästhetisch empfinden?
Natürlich sind unsere emotionalen Reaktionen unterschiedlich. Das müssen sie auch nicht anders sein. Aber unsere persönliche Abneigung gegen eine Szene ist doch damit noch lange kein moralisches Argument gegen ihre fotografische Dokumentation.
Ich finde, es lohnt sich, hier mal mit sich selbst ehrlich umzugehen. Wir Menschen neigen sehr dazu, Tiere unterschiedlich zu bewerten, ihnen unterschiedlich viel Empathie entgegenzubringen und bestimmte Szenen ehr zu akzeptieren als andere. Das ist menschlich. Ich empfinde es aber als problematisch, wenn wir aus diesen Empfindungen allgemeingültige Maßstäbe ableiten und damit anderen Fotografen fragwürdige Motive vorwerfen.
Was sagt das Foto den definitiv aus über einen Fotografen? Zunächst doch nur, dass er eine Situation beobachtet und fotografiert hat. Dass er eine Gelegenheit erkannt und sie genutzt hat. Daraus lässt sich weder fehlendes Mitgefühl noch morbide Sensationslust ableiten.
Ich kann eine solche Szene emotional schwer ertragen und das Bild trotzdem für fotografisch gelungen und dokumentarisch wertvoll halten. Ich kann mit dem Frosch mitfühlen und gleichzeitig anerkennen, dass die Schlange fressen muss. Das eine schließt das andere nicht aus.
Es wurde hier ja nicht einem Tier Leid zugefügt, um ein Foto zu bekommen, sondern eine natürliche Szene, die wir aus menschlicher Perspektive als Leid interpretieren, festgehalten. Das mag uns unangenehm sein, aber offenbart doch erstmal keinen moralischen Konflikt mit der Dokumentation, oder?
Ich möchte damit niemandem das Recht absprechen, solche Bilder abzulehnen, Nicht jeder muss alles sehen wollen. Nicht jeder muss es fotografisch interessant finden. Kritik am Bildtitel oder an Bildgestaltung sind natürlich legitim. Aber es ist doch schon ein schwerwiegender Unterschied zwischen „Das Bild gefällt mir nicht, weil es micht emotional belastet“ und „Wer sowas fotografiert, handelt aus Sensationslust“. Das eine beschreibt eine Empfindung, das andere ist ein Urteil über den Fotografen. Und das sollen wir in diesem Forum schon auch auseinanderhalten.
Naturfotografie muss nicht bedeuten, die Natur nur von ihrer schönen Seite zu zeigen. Sie darf uns faszinieren, berühren, verstören und zum Nachdenken bewegen. Vielleicht sogar gerade dann, wenn sie uns mit Dingen konfrontiert, die wir lieber ausblenden würden.
Denn wenn wir natürliche Fressszenen bei einem Eisvogel begeistert durchwinken, bei einer Schlange aber plötzlich die moralische Integrität des Fotografen infrage stellen, sagt das möglicherweise weniger über das jeweilige Foto aus als über uns selbst.
Und genau deshalb finde ich es wichtig, solche Bilder zeigen zu dürfen und darüber diskutieren zu können. Nicht weil jede Aufnahme automatisch gut ist, sondern weil die Natur nicht erst dann dokumentationswürdig wird, wenn sie unseren Vorstellungen von Schönheit und Harmonie entspricht.
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Auch in Vergangenheit konnte man immer wieder Beuteszenen von Schlangen und Fröschen hier sehen.
Noch nie hat es aber einen solchen Hype um so ein Thema gegeben.
Ausgelöst durch einen Kommentar, der vielleicht aus einem Reflex heraus
kam, nicht unbedingt auf Augenhöhe, eher rustikal.
Aber ich unterstelle mal, das dass nicht so gemeint war, wie es bei mir anfangs ankam.
Vielleicht kommt der Tage mal eine PM. und man schafft einfach das unausgesprochene aus der Welt.🤞
Trotzdem, und das finde ich am Ende des Tages bereichernd, hat man doch einige Meinungen und Stimmen vernommen, wie man das hier so sieht.
Ich möchte auch nicht verheimlichen, das ich viele Zuschriften bekommen habe, die im Wortlaut aussagten:
...ich gehe fotografieren nicht des spektakulären Bildes wegen, sondern um die Schönheiten der Natur zu dokumentieren.
Da fallen solche Beuteszenen einfach raus.
Das sind für mich Aussagen die ich absolut respektiere, und die nachvollziehbar sind.
Mit diesen Ausführungen kann ich gut leben.
In der Konsequenz ist so ein Austausch immer etwas wertvolles, und es gibt Einblicke wie das Forum so tickt.
In diesem Sinne,
L.G Stefan
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
klar, das Bild zeigt die Natur, und die Natur kann auf uns durchaus grausam wirken. Der Mensch allerdings ist meiner Meinung nach noch deutlich grausamer.
Uwe, ich stimme dir in allen Punkten voll und ganz zu.
Dass dieses Bild anecken würde, war zu erwarten – ebenso, dass es viele Anhänger finden würde.
Zum einen spielt Blut eine Rolle. Gerade in der heutigen Zeit, in der uns Kriege und Gewalt täglich vor Augen geführt werden, kann ein solches Bild einen besonders zwiespältigen Eindruck hinterlassen.
Zum anderen stellt sich für mich die Frage, ob die große Zahl an positiven Kommentaren und die Platzierung des Bildes möglicherweise auch mit Stefans großem Kreis an Anhängern zusammenhängen.
Wie wären wohl die Kommentare und „Besternungen“ ausgefallen, wenn ein "Otto-Normal-User" dieses Bild eingestellt hätte? Die Antwort darauf überlasse ich jedem selbst.
Meiner Meinung nach wäre ein solches Bild in einer Rubrik wie „Dokumentationen“ besser aufgehoben. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, ob die Crew eine entsprechende Rubrik einrichten könnte, die dann aber nicht automatisch in Wettbewerbe einfliessen sollte.
Wäre es mein Bild gewesen, hätte ich es nicht für Wettbewerbe freigegeben. Das muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden.
Wenn ich mir nun vorstelle, dass dieses Bild aufgrund seiner Platzierung möglicherweise sogar zum „BdT“ oder „BdW“ gekürt würde, wäre das für mich ein ziemlich befremdlicher Anblick beim Aufrufen dieser Forenseite.
Das von mir dazu.
LG
Christine
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Ich bin ja schon einige Jahre dabei, kenne viele Leute persönlich, bin sehr wissbegierig, liege bei manchen Dingen sicher auch mal falsch.🤘
Zudem stemple ich gerne, deklariere manchmal Bilder nicht richtig, hinterfrage gerne Dinge die unbequem sind, doch unterm Strich bin ich ein Typ der versucht immer geradeaus zu sein.
Nach 15 Jahren kann man Menschen sicher gut einschätzen, ob man da einen Bonus hat wage ich allerdings zu bezweifeln.
ZUMAL....macht mein Name unter dem Bild die Lage für den Frosch einfacher, als wenn ein unbekannter User diese Szene fotografiert hätte ???? ...Ich denke nicht....
Will sagen, der Fotografen oder
Buddy-Bonus zieht hier garantiert nicht.
Ich bin sicher das jeder der gute Bilder macht, diese auch honoriert bekommt.
Das meine ich besonders auch im Bezug auf neue User.
Zudem sind wir ein gewachsener Haufen mit ganz vielen Topfotografen die widerum alle Ihre Buddys haben.
Ich glaube bei mir schon einen Trend zu bemerken, das nicht jedes Bild gleich
ein Topseller ist, nur weil ich der Schaubi bin.
So habe ich im letzten Monatswettbewerb
die beiden letzten Plätze bei den Amphibien belegt...Leute, wo war da Eure Unterstützung ???😫😂😂
Will heißen das ich diese These nicht mitgehe, das hier nach Nasenspitze gewertet wird.😉
So sehr mir Deine Aussage auch gefällt🫣😇
" Wenn ich mir nun vorstelle, dass dieses Bild aufgrund seiner Platzierung möglicherweise sogar zum „BdT“ oder „BdW“ gekürt würde, wäre das für mich ein ziemlich befremdlicher Anblick beim Aufrufen dieser Forenseite. "
....diese Angst kann ich Dir getrost nehmen😉🤘
Das aktuelle BdW. von mir schließt mit ziemlicher Sicherheit ein darauf folgendes aus, und ein BdT. ist lt. des Algorithmus eher unwahrscheinlich.
Wenn überhaupt, wäre das BdM. faktisch möglich, aber daran glaube ich persönlich auch nicht🤞🫣
Mir fällt es gerade etwas schwer den von Dir gespannten Bogen von Krieg und Blut auf ein Bild zu übertragen, das vielleicht schwer zu ertragen ist.
Liebe Christine, hier geht es ja nicht um Krieg, es geht ganz nüchtern betrachtet um das "satt werden" und folglich um einen natürlichen Ablauf dem auch wir Menschen folgen müssen.
Diese Assoziation das mit Krieg in Zusammenhang zu bringen hinkt.
Wieso würdest Du das nicht gerne in einem Wettbewerb sehen ?
Für mich macht es ehrlich gesagt keinen Unterschied ob hier ein Eisvogel mit Fischchen im Schnabel sitzt, oder eben eine Schlange mit Fröschchen im Maul.
Unterm Strich zeigen Beide doch einen ganz normalen Ablauf den die Natur vorgibt.
Alles andere ist eine emotinale Sichtweise, die menschgemacht ist.
Andersrum gefragt, für welche Szene könntest Du Dich mehr erwärmen ?
Ein Frettchen mit einer Maus im Maul, oder eine Amsel die an einem Regenwurm zerrt ?
Eigentlich dürften beide nicht in den Wettbewerb, denn....beide Tiergattungen folgen ihrem Instinkt.... Sie töten um zu leben🤘😉
L.G Stefan
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
auch deine Meinung akzeptiere ich.
Zu deiner Frage: "Was die positiven Bewertungen betrifft, finde ich die Vermutung schwierig, diese könnten hauptsächlich mit Stefans grossem Anhängerkreis zusammenhängen." :
Ich will Stefan damit keinesfalls auf die Füße treten und den Besternern und Kommentierern auch nicht....aber es ist doch in diesem Forum ersichtlich, dass einige User mehr Besternungen und Kommentare erhalten als andere...was sehr schade ist, denn es gibt sehr viele sehr schöne Bilder, die ebenbürtig sind und einfach nicht die Beachtung finden, die sie eigentlich verdienen.
Aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht zu diesem hier.
LG
Christine
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Hermelin mit Maus,
Adler mit Fisch,
Bienenfresser mit Schmetterling,
all das soll dann unter Verschluss gehalten werden?
Das ist nun aber Natur pur! So funktioniert Leben.
Der Fuchs und auch der Wolf stechen nun mal keinen Spargel.
Was sind wir nur für eine weichgespülte Gesellschaft geworden,
es gibt Tage, da kommt man mit Kopfschütteln nicht hinterher.
Beste Grüße
Thomas
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Setzt man ein Tier um wird man geächtet, zeigt man ein NATURDOKUMENT in reinster Form ist das irgendwie auch nicht Richtig und das Wort KI nimmt man besser gar nicht erst in den Mund ☠️.
Das ganze mit Krieg auch nur entfernt in irgendeiner Art und Weise in Verbindung zu bringen lässt mich den Kopf schütteln.
Ich hoffe inständig das das Bild BdW wird, den DAS ist das was eigentlich alle wollen, Natur Pur, zwar die „ dunkle Seite“ davon, ohne wenn und aber.
Komisch das sich eigentlich niemand über die zb. Vielflieger aufregen die für ihre Bilder kreuz und quer über den Planeten fliegen.
Wie auch immer, man sollte die Kirche im Dorf lassen und wem ein Bild nicht gefällt scrollt einfach weiter😉
Gruß Alex
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Na ja, ein Zerrbild der Natur haben wir hier sowieso schon, bedingt durch unsere Vorlieben, aber es muss nicht noch schlimmer werden.
Das Bild zu zeigen war nicht falsch.
Auf der anderen Seite:
- "Ich muss solche Dramen in der Natur nicht auf Hochglanzfotos präsentiert bekommen." ist halt auch richtig - sie muss nicht (und sie wird das wissen).
- "Für mich ist das ein reines Sensationsbild" darf man auch so sehen. Die Meinung muss man nicht teilen - aber man darf sie haben.
Du schriebst, dass ein Benutzer mit einem Kommentar "die Sachebene verlassen" hätte. Das ist sicherlich richtig - aber was erwartest Du bei einem Emotionen ansprechenden Bild?
Ich würde übrigens an Deiner Stelle mit dem Gegenwind gerechnet haben. Man kann natürlich nie sicher sein, dass es ihn geben wird - aber die Möglichkeit bestand auf jeden Fall.
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Wäre auch schlimm wenn die Welt nur aus Schwarz und Weiß bestünde.
Daher, ich bin bei jedem Bild welches ich hier einstelle, offen, kritikfähig und aufnahmebereit.
...selbst wenn es auch mal emotional wird bin ich der letzte den ich auf Grund seiner Meinung kritisieren würde.
Trotzdem müssen meine Kritiker auch so fair sein, das sie meine Ansichten auch aushalten.
Das geht hier in den allermeisten Fällen auf Augenhöhe und ohne Groll....wenn man nur dazu bereit ist😉👍
L.G Stefan
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Ich finde dein Bild nicht sensationslüstern, es bildet die Realität ab, vor der wir uns oft gerne drücken.
Die Welt besteht nicht nur aus schönen Bildern, das gefällige Bild lässt sich leicht anschauen und erspart uns eine kritische Auseinandersetzung mit der Lebensweise unserer Tiere.
Viele Grüße Dagmar
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Die Natur ist kein Streichelzoo, sondern ein Kreislauf aus Leben und Überleben. Ein Adler schlägt ein junges Murmeltier, ein Fuchs fängt eine Maus, eine Katze jagt einen Vogel, eine Schlange frisst einen Frosch und auch ein Wolf erbeutet ein Wildtier. Selbst kleine Vögel ernähren ihre Jungen mit Insekten und Würmern.
Für uns Menschen mag manches davon grausam aussehen, doch für diese Tiere ist es überlebensnotwendig. Sie müssen fressen, um selbst zu überleben und ihren Nachwuchs grosszuziehen. Und wenn ein Naturfotograf solche Momente festhält, ist daran nichts Verwerfliches. Es ist eine Dokumentation des natürlichen Verhaltens, so wie es draussen tatsächlich stattfindet – ohne Beschönigung und ohne Eingriff in das Geschehen. Man kann die Natur nicht nur dann akzeptieren, wenn sie uns gefällt. Auch solche Momente gehören zur Wildnis – ob wir sie gerne sehen oder nicht.
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Also alles was in der Natur draußen passiert und unmanipuliert fotografisch dokumentiert wird, ist für mich völlig okay, das wäre meine Sicht als Biologe. Wer das nicht "ertragen" kann soll halt nicht gucken!
Re: Beuteszenen....Wie weit darf man gehen...
Das ist Natur in reinster Form!
Auch wenn es einige nicht gefällt hat das Bild mMn. mehr Berechtigung hier als JEDES ( und da nehme ich mich nicht heraus) Bild von umgesetzten Individuen.
Daher mach dir keinen Kopf, alles ist bestens.
Jetzt geb ich diesm Bild erst recht ****😉
LG Alex