in memoriam
| Eingestellt: | 2022-05-29 |
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| B1 © | |
| Lebensfreude pur, Neugierde, wache Sinne, Verspieltheit, Unschuld... Pures Glück, davon ein wenig mitbekommen zu haben. Und dann der Schock. Heute Morgen fand mein Fotofreund Michael W. den kleinen Fuchs mit einer klaffenden Kopfwunde tot am Eingang des Baus. Die Geschwister beschnüffelten ihn, verstanden nicht, was unwiderbringlich geschehen ist. Auf dem "Waldspielplatz" war noch alles in Ordnung. Unvergessliche Minuten nachdem die Geduld immer wieder auf die Probe gestellt worden war. Das Betreten der oberhalb angrenzenden Wiese hat dem Jüngsten des Wurfes wahrscheinlich den Garaus gemacht. Mit letzter Kraft, sterbend, zog es ihn zum sicheren Bau, den er lernen musste zu verlassen und der ihn jetzt nicht mehr bergen konnte. Bringt ein Tier in unseren Breiten so etwas fertig? Das fragte ich mich heute den ganzen Tag. Ein Greifvogel vielleicht? Oder eine Wildsau? Ich kenne einige kluge, feinsinnige, warmherzige, selbstlose und "gute" Menschen. Sonst könnte man an solchen Tagen am Leben und vor allem an der Menschheit verzweifeln. Viele von euch wissen, dass Füchse meine Lieblingstiere sind. Umso größer der Schmerz. Wenn man sich ein wenig in die Jagdphantasien einliest, stockt einem der Atem, gefriert das Blut in den Adern, packt einen eine Mischung aus Wut und kaltem Grausen. Gesetze und Rechte sollen eigentlich zum Schutz der Schwachen vor der Willkür der Starken da sein. Ein ganzjähriges Recht auf ein Dahinschlachten einer Art? Was müssen Füchse verbrochen haben - außer dass sie leben wollen? Wer etwas dagegen machen will, um nicht ganz der Ohnmacht zu erliegen: https://www.peta.de/kampagnen/fuchsjagd-stoppen/ https://www.aktionsbuendnis-fuchs.de/ziel LG Matthias |
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| Technik: | Nikon digital, ISO1000, Volltarnung |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 377.1 kB 1200 x 798 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 1 Zu den Tophits
Teilnehmer Tierbild des Monats Mai 2022 |
| Ansichten: | 133 durch Benutzer425 durch Gäste |
| Schlagwörter: | vulpes-vulpes vulpes jungtier jungfuchs rotfuchs welpe fuchs |
| Rubrik Säugetiere: | |
Re: in memoriam
das geht ja mal wieder ganz tief ins Herz......hach...bin hin und wech.....
LG
Christine
Re: in memoriam
„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“ (Mahadma Gandhi)
„Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.“ (Unbekannt)
„Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.“ (Christian Morgenstern)
Liebe und traurige Grüße Erwin
Re: in memoriam
Dein Bild zusammen mit dem Text haben auch mich ziemlich betroffen gemacht.
Lieber Gruß
Peter
Re: in memoriam
Auch sonst kann ich mich Dir nur voll und ganz anschließen, Füchse sind so zauberhafte Geschöpfe, wie kann man die nur grundlos abschießen? Ich werde es nie begreifen. Genauso geht es mir mit den Jagdfantasien, die Du ansprichst, das ist einfach nur abartig, ich frage mich, was bei solchen Menschen im Kopf schief läuft. Ich verstehe, dass man manchmal aus gewissen Gründen Tiere erschießen muss, manchmal auch, um weiteres Leid zu ersparen. Aber zum Vergnügen? Ich begreife es nicht!
Ich hoffe, Du kannst aus den Momenten, die Du mit diesem wunderbaren und unschuldigen Geschöpf verbringen durftest, ein wenig Trost ziehen!
LG, Heike
Re: in memoriam
auf deinen Text ausführlich zu antworten, würde jetzt eine Kurzgeschichte, also lasse ich das. In diesem Jahr habe ich fünf Baue regelmäßig inspiziert und nicht einen einzigen Welpen gesehen. Es gab keine Mäuse! Bevor ich Baue aufsuche, gehe ich die umliegenden Wiesen ab. Nichts, aber auch garnichts an Mäuselöchern. Habe ich so noch nicht erlebt, erklärt aber auch, dass ich keine Hermeline gesehen habe und nun eben keine Füchse.
Zu deiner Frage....habt ihr Uhus im Revier?
Gruß aus dem Sauerland
Re: in memoriam
wirklich sehr schade
Meistens bekommt man es ja nicht mit, aber so ist das schon hart.
Von den Welpen erlebt kaum einer seinen ersten Geburtstag.
An meinem Bau ist auch von heute auf morgen Stille eingekehrt. Der Bauer hat den
Erdwall, in dem der Bau unterbracht war, zum Teil abgetragen um sein Feld aufzufüllen.
Das war wohl zu viel Störung und die Tiere sind umgezogen.
Wildtiere haben es wirklich schwer in unseren Kulturlandschaft.
LG
Christoph
Re: in memoriam
ein schönes Foto mit einer sehr traurigen Geschichte. Leider kenne ich auch viele der Jägerzunft, die scheinbar wenig bis gar keine Empathie haben. Daher bin ich sehr froh, dass es an "meinem" Fuchsbau anderes ist und sich der Jäger genauso über meine Fotos freut, wie ich mich selber. Neben Luxemburg zeigt mir auch dieses kleine Revier, dass eine intensive Bejagung gar nicht notwendig ist. Neben Fuchs und Dachs, die ja angeblich auch die ganzen Gelege und Kitze vernichten, gibt es dort viele Hasen und sehr viel Rehwild, dazu den Biber, Rotmilan und vieles mehr.
Gruß
Stefan
Re: in memoriam
Glückwunsch zu diesem herrlichen Bild!
Das von dir angesprochene Thema ist leider
ein Fass ohne Boden.
Gruß Wolfgang
Re: in memoriam
So ein tolles Bild, und dann liest man darunter so eine Geschichte.
Das tut weh.
Viele Grüße
Martin