Wie der Abend wirklich war?
| Eingestellt: | 2008-10-31 |
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| Nachdem ich Euch nun einige Male mit DRIs traktiert habe (in denen ich die Lichtstimmung vielleich etwas zu dick aufgetragen hatte), lade ich hier zum Vergleich mal eines der Ausgangsbilder auf. Es ist konventionell bearbeitet. Vielleicht findet die eine oder der andere diesen Vergleich ja interessant. Ich glaube, der Vergleich zeigt, dass beide Techniken ihre Berechtigung haben, zum Teil jedoch zu völlig anderen Endergebnissen führen. Wer mich kennt, der weiss, dass ich die Digitalfotografie nicht für etwas "Authentisches" oder "Wahres" im eigentlichen Sinne halte, denn in jedem noch so "unbearbeiteten" Bild ist ja immer jede Menge Aufarbeitung durch Kamera und Software vorhanden ... Das Vergleichsbild: Abend |
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| Technik: | Sony Alpha 700 - Tamron 11-18 auf 11mm - ISO 100 - Bl. 22 - 1:10s - Aperture/CS3: Kontraste Himmel gegen Wasser mit der Gradationskurve ausgeglichen, danach nur noch ganz leichte Korrekturen von Weissabgleich und Sättigung - Schärfung genauso wie das DRI |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 242.9 kB 1000 x 656 Pixel. |
| Ansichten: | 3 durch Benutzer273 durch Gäste681 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | kueste meer sardinien sonnenuntergang |
| Rubrik Landschaften: | |
| Serie Sardinien: | |
Re: Wie der Abend wirklich war?
Habe gerade beide nebeneinander auf dem Schirm.
Wunderschön sind beide, keine Frage!
Beim HDR finde ich das Fliessen des Wassers, was sich ja durch die Überlappung fast "automatisch" ergibt, schöner...
An Etwasa llerdings rätsele ich: warum ist im Nicht-HDR die Bergkette am gegenüber liegenden Ufer noch durchgezeichnet, im HDR hingegen schwarz? Sollte ja "eigentlich" genau umgekehrt sein
Grüße
Andreas
Re: Wie der Abend wirklich war?
das mit der Bergkette fällt mir eigentlich erst auf, nachdem Du es angesprochen hast. Dazu kann ich 2 Dinge sagen: 1) im HDR ist durchaus noch Zeichnung darin, nur ist es insgesamt dort viel dunkler, sodass man das auf vielen Monitoren kaum mehr erkennen kann. 2) damit ich den Kontrastumfang des Bildes bewältigen konnte, habe ich die Kontraste in der "konventionellen" Version deutlich reduziert. Besonders habe ich die dunklen Stellen etwas anheben müssen, damit im Vordergrund die Steine etwas Zeichnung bekommen. Dadurch sind automatisch auch die Berge etwas aufgehellt worden.
Hallo Dieter: Kein Problem, auch altmodisch ist gut! Ich hab mir schon gedacht, dass man das auch so sehen kann
Gruss Kai
Re: Wie der Abend wirklich war?
Ich finde gerade das gut gelöst! Wäre nämlich bei den Kontrasten des HDRs noch Zeichnung in der Bergkette, begänne das Ganze unnatürlich und zu "HDR-ig" zu wirken
LG, Lukas
Re: Wie der Abend wirklich war?
Gruß aus Mittelfranken...
Re: Wie der Abend wirklich war?
sehr löblich, dass du die Vergleichsaufnahme hochlädst!
Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass mir das DRI weniger gut gefällt als diese "konventionelle" Version. Und ich fand dessen Wirkung auch durchaus noch natürlich - vielleicht etwas überzogen, aber vom Ansatz her sehr befriedigend! Dieses Bild wirkt natürlich weniger aufregend, ein wenig flacher und nicht so emotional. Und ich bin sicher, dass dein Eindruck vor Ort eher dem DRI entsprach, zum einen weil unser Auge naturgemäß ein anderes Bild vermittelt, als eine Kamera imstande ist zu produzieren, und zweitens, weil wir natürlich solche Stimmungen anders wahrnehmen, wenn wir dastehen, statt zu Hause vor der Kiste zu sitzen...
Von daher hab' ich auch keine Probleme mit solchen Aufnahmen. Ich selbst habe mich bisher nur wenig an dieser Technik versucht, vermutlich hat sie auch bei Landschaften mit fließendem Wasser und/oder hellem Himmel am meisten Sinn. (Und Landschaftsfotografie mache ich ja eher weniger.) Und ich sehe sie so wie du: Eher als Hilfsmittel, um der Technik nachzuhelfen, als eine Manipulations- und Verfremdungsmöglichkeit...
Grüße, Lukas