Wo soll ich denn hier noch Mäuse jagen?
| Eingestellt: | 2019-04-02 |
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| Aufgenommen: | 2019-04-01 |
| KB © | |
| In der Nähe von Rostock befindet sich ein überregional bekannter Erdbeerhof. Das Geschäft dort läuft wohl so gut, dass immer mehr Ackerfläche erworben wird um Erdbeeren anzubauen. Für ein besseres Mikroklima werden die Pflanzen mit Folie abgedeckt. Ein etwa 10 x 20 Meter großes Stück wurde nicht bepflanzt... möglicherweise soll es als Lerchenfenster dienen. Dem Mäusebussard nutzt diese kleine Fläche zur Nahrungssuche allerdings wenig und er wirkte schon ein wenig ratlos... wenigstens hat er Flügel und kann sich ein anderes Nahrungsrevier suchen. Seit letztem Jahr werden auf dieser Seite des Weges Erdbeeren angebaut und seitdem ist diese Seite praktisch ohne Vögel. Davor wurde dort Raps angebaut, was bestimmt alles andere als optimal war, aber man sah dort regelmäßig Braun- und Schwarzkehlchen und im Herbst/Winter Sing- und Höckerschwäne sowie Kraniche und Große Brachvögel. Viele Grüße, |
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| Technik: | Brennweite 840mm 1/500 Sekunden, F/6.3, ISO 400 manuell Belichtung, manueller Weißabgleich Canon EOS 5D Mark IV EF600mm f/4L IS II USM +1.4x III |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 293.4 kB 1400 x 933 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 2 Zu den Tophits
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| Ansichten: | 99 durch Benutzer318 durch Gäste |
| Schlagwörter: | maeusebussard landwirtschaft intensiv buteo buteo ackkerbau |
| Rubrik Mensch und Natur: | |
Re: Wo soll ich denn hier noch Mäuse jagen?
Wir bauen auch Mais an für Biogasanlagen. Die sieht man oft mitten in der Pampa stehen.
Gar keine Möglichkeit die Wärme zur Beheizung von irgend etwas zu nutzen!?
Förderung gibt es trotzdem.
Deutschland ist verrückt geworden!
Dein Foto ist mir heute morgen erst aufgefallen.
Traurige Grüße Thomas
Re: Wo soll ich denn hier noch Mäuse jagen?
@ Simone u. Gunnar: danke für eure ausführlichen Kommentare! Ich war bei dem Foto so betriebsblind, dass ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, dass man die Folie auch für eine Wasserfläche halten könnte. Nun überlege ich wie man die Folie besser als eine solche erkennbar darstellen könnte... bei diesem Foto ist nichts mehr zu machen. Weiße, reflektierende Folie gibt bei dieser Brennweite maximal noch leicht erkennbare Wellenstrukturen. Diese könnte man noch etwas betonen...
Wahrscheinlich wäre eine kurze Brennweite mit deutlich kürzerer Entfernung besser.
Viele Grüße,
Kai
Re: Wo soll ich denn hier noch Mäuse jagen?
ich habe eine Weitwinkelaufnahme; da erkennt man die Plane super -- nur ist dafür dann der Hauptdarsteller winzig klein und nicht mehr identifizierbar.
Streiflicht könnte helfen, den Charakter der Folie herauszuarbeiten. Falls du nochmal die Gelegenheit bekommst, fände ich es interessant, wenn du uns das Ergebnis hier zeigst.
Viele Grüße und gut Licht
Gunnar
Re: Wo soll ich denn hier noch Mäuse jagen?
ja das sehe ich im Moment hier auch riesige Flächen abgedeckt für Spargel und etliche Felder hier sind auch noch beheizt unglaublich.
Tolles Bild mit einem Problem Thema das nur weniger Verbraucher wahrnehmen.
Gruß Wolfgang
Re: Wo soll ich denn hier noch Mäuse jagen?
Re: Wo soll ich denn hier noch Mäuse jagen?
da ich diese Feldbedeckung kenne (und mir im Hinblick auf die Rubrik Mensch & Natur auch schon ein entsprechendes Bild vorschwegte) konnte ich Bild und Bildaussage richtig einordnen. Wenn auf diese Weise riesige Felder abgedeckt sind, dann kann man schon ins Grübeln kommen. Mir ging es genauso. Das Bild passt gut zu Mensch & Natur; wenn der (ahnungslose) Betrachter die Plane nun noch ohne Erklärung als solche identifizieren könnte, wäre das Bild für mich perfekt.
Beste Grüße
Gunnar
Re: Wo soll ich denn hier noch Mäuse jagen?
im ersten Moment dachte ich:
"äh, ein Bussard in einer kleinen Grünfläche auf einer Feuchtwiese. Warum diese Kategorie?" Dann habe ich geschnallt, dass das Abdeckplanen sind. Das Foto zeigt daher sehr gut, wie schwer wir es den Lebewesen auf unserem Planeten machen. Er neulich las ich, dass irgendwo in England in einem Ort alle großen Bäume großflächig mit Planen überdeckt wurden, damit die Vögel dort nicht brüten und alles zukotzen. Ich dachte, ich flippe aus.
Die Tiere haben es schwer mit uns und wir werden es schwer haben, ohne sie. Aber das verstehen viele Menschen und erst Recht die Gesetzgeber und Lobbyisten leider noch nicht. Das ist, wie Rauchen. Solange der Lungenkrebs erst 20 Jahre später auftritt, und die Folgen nicht zu spüren sind, redet man sich ein, dass es schon gut gehen wird.
Eine gute Aufnahme für diese Rubrik, die mich wieder einmal nachdenklich macht.
VG Simone