Die Fliege & meine Kompaktkamera
| Eingestellt: | 2014-04-28 |
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| Aufgenommen: | 2014-04-19 |
| NK © | |
| An einem schönen Frühlingstag war ich auf einem Hof. Im Gepäck natürlich meine neue Errungenschaft: Eine Kompaktkamera. Auf einem Kunststoffseil an einem Weidezaun sah ich dann einen Schwarm Fliegen. Ich fragte mich ob man für ein Makro eines solch kleinen Insekts wirklich eine Spiegelreflex braucht. Ich beschloss es herauszufinden und "schlich" mich an. Fast alle Fliegen nahmen reis aus, bis auf eine. Ich kam näher und näher. Sie blieb sitzen wie ein Fotomodell. Als ich mit der Linse dann etwa 1cm vor ihr war drückte ich ab.... So entstand dieses Foto. Gruß, Niklas |
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| Technik: | SONY DSC-HX20V, 4.5mm 1/640 Sek., f/3.2, ISO 100 Belichtungsautomatik, Automatischer Weißabgleich |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Natur: | Beeinflußte Natur ? |
| Größe | 481.6 kB 1408 x 993 Pixel. |
| Ansichten: | 53 durch Benutzer363 durch Gäste |
| Schlagwörter: | fliege makro sony kompaktkamera fruehling |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Die Fliege & meine Kompaktkamera
erst einmal Glückwunsch zu deiner neuen Errungenschaft. Die Sony scheint laut Datenblatt immerhin eine ganze Menge Einstellmöglichkeiten für eine Kompakte zu besitzen, etwa die Zeitautomatik oder die Belichtungsautomatik sowie die manuelle Fokussierung. Gehört da auch ein RAW-Dateiformat dazu? Wäre nicht schlecht, da sich bei der Nachbearbeitung dann etwas mehr Möglicheiten auftun.
Nun ja, als "Beweis, dass man besser eine Spiegelreflexkamera nimmt, wenn man derartige Motive aufnahmen will" kann dieses Bild nicht dienen. Aber der Beweis, dass man genauso gut eine Kompakte anstelle einer DSLR einsetzen kann, gelingt mit diesem Bild ebenso wenig. Was nicht heißt, dass es nicht geht; ich habe durchaus schon Makroaufnahmen aus Kompakten gesehen, die mich überzeugt und begeistert haben. Das waren dann allerdings Fotografen, die wussten, was sie taten.
Bei dieser Aufnahme sind es etliche Dinge, dich ich ich als mehr oder weniger unglücklich empfinde.
- Das Bild rauscht recht stark. Schau dir zum Beispiel mal den dunkleren Hintergrund rechts neben dem rechten Fliegenflügel an. Ich meine die vielen kleinen Fleckchen.
- Die Kontraste empfinde ich als zu hart. Äußerst helle Stellen wechseln sich mit tiefschwarzen Bereichen ab; andere Stellen sind völlig ausgefressen: Sie weisen aufgrund einer Überbelichtung keinerlei Strukturen mehr auf.
- Der Hintergrund mit den großen Flecken, den hellen und dunklen Stellen sowie dem querlaufenden Blatt ist mir zu unruhig.
- Den Plastikansitz finde ich nicht unbedingt soooo fotogen.
- Das Auge der Fliege ist nicht wirklich knackescharf abgebildet. Das aber stört mich an diesem Bild am allerwenigsten.
- Die unscharfen Bereiche könnten harmonischer aussehen (weicher). Das liegt an der Kamera.
Bei all diesen Punkten sehe ich die Möglichkeit, sie zu verbessern -- auch mit einer einfachen Kompaktkamera. Die wenigsten von mir angesprochenen Punkte sind kameraspezifische Größen.
- Das Rauschen sieht für mich so aus, als sei des der nachträglichen Bildbearbeitung geschuldet (oder die tatsächliche ISO-Zahl war deutlich höher oder die Kamera hat von sich aus stark in die Bildbearbeitung eingegriffen).
- Ansitz und Hintergrund kann man bei entsprechender Geduld und Ausdauer wählen.
- Die Lichtverhältnisse sind keine vorgegebene Größe. Weicheres Licht hat man am Abend oder am Morgen, ggf. hilft auch Abschatten oder Aufhellen (Reflektor).
- Bei der Schärfe hilft ausprobieren. Grundsätzlich bedeutet die Standard-ISO-Einstellung (100) eine detailliertere Wiedergabe. Evtl. kann eine kleinere Blende/größere Blendenzahl die Schärfe steigern. Ein Stativ hilft, um den Fokus richtig zu setzen.
Grundsätzlich würde ich die Kamera auf eine neutrale Einstellung setzen, d.h. sie sollte möglichst wenig die Bilder "aufbereiten". Insbesondere die Funktion "dunkle Bereiche aufhellen" verspricht ein größeres Rauschen. Fotografieren im RAW-Format bietet für die Nachbearbeitung am PC die besten Möglichkeiten. Es hilft für die Bildqualität, wenn man sich mal die Mühe macht, unterschiedliche Motive von einem Stativ aus zu fotografieren und dabei bewusst die Einstellungen Brennweite und Blende verändert; einfach um festzustellen, in welchem Bereich die Bildqualität am besten ist.
Und im Gegensatz zu einer DSLR mit einer großen offenen Blende und einem extrem schmalen Schärfebereich muss man noch genauer auf den Hintergrund achten.
So viel Geschreibsel. Damit will ich dir aber nicht die Freude an deiner neuen Kamera nehmen, sondern dich ermutigen, bewusster damit umzugehen und dir Gedanken um die bestmögliche Kameraeinstellung und geeignete Motive zu machen. Dann gelingen dir auch mit der Sony überzeugende Aufnahmen.
Viele Grüße
Gunnar
Re: Die Fliege & meine Kompaktkamera
Geb..nderte.Prachtlibelle.M..nnchen
Symmetrie...
Rhagium mordax
Kaisermantel
Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes venatus)
aufgeschreckter Laubfrosch
Täusch'; Dich nicht in mir! %232
Re: Die Fliege & meine Kompaktkamera
... dein Bild ist der beste Beweis, dass man am besten eine Spiegelreflex nimmt, wenn man derartige Makros aufnehmen will.
LG Kai
Re: Die Fliege & meine Kompaktkamera
Du hast das Motiv sehr schön getroffen. Die Bildqualität ist für die Verhältnisse schon erstaunlich gut!
Viele Grüße,
Fabian