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Schau mir in die Augen
© Sigurd Treske
Schau mir in die Augen
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Eingestellt:
Aufgenommen: 2013-09-24
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Bitterpan
Der Kgalagadi Transfrontier National Park ist durch Zusammenlegung des Kalahari-Gemsbok-Nationalpark in Südafrika und des Gemsbok-Nationalparks in Botswana entstanden. Der Park ist ca. 40.000 Quadratkilometer groß.

Wer einen Wildreichtum wie in den Parks Ostafrikas erwartet wird bitter enttäuscht sein.
Der Kalahari Gemsbok Park war vor über 20 Jahren ein Paradies der Tiere. Hunderte/Tausende von Springböcken zogen durch die Trockenflußtäler von Aob und Nossob. An jeder Wasserstelle waren Trupps von 10 bis 20 Oryxantilopen und die gleiche Anzahl von Elenantilopen zu beobachten. An einem Tag keine Cheetahs zu sehen war fast unmöglich. Gnus die Hauptbeute der Löwen ebenfalls in kleineren Herden.

Seit dem Südafrika alljährlich Wildtierauktionen durchführt und damit Millionen von Rand einnimmt, sind die Wildbestände dramatisch gesunken.
Löwen sind noch relativ häufig zu sehen. Die Gnubestände haben sich erholt. Offensichtlich besteht keine Nachfrage nach Gnus.

Die Cheetahbestände sind, wegen des geringen Springbockbestandes auf ca. 1/10 geschrumpft und selten zu beobachten.

Leoparden waren und sind sehr selten.

Die Springbockbestände sind auf über 1/50 der ehemaligen Größe geschrumpft. Die heute selten sichtbaren Herden umfassen maximal 30 Tiere.

Der Bestand an Oryxantilopen ist drastisch gesunken.

Die Kuhantilope ist fast nur noch als Einzeltier vorhanden und M.E. vom Aussterben bedroht.

Die Elenantilopen waren in Gänze verschwunden. Im Nossob Trockenfluss wurden Elenantilopen aus einer anderen Region ausgesetzt die keine Löwen kannten. Vor zwei Jahren haben wir vor Twee Rivieren an einem Tag sieben Elenkadaver gesehen.

Der Park ist für Selbstversorger/Selbstfahrer konzipiert. Nur Twee Revieren am Südausgang des Parks hat ein kleines Restaurant.
In den Camps Mata Mata und Nossob gibt es einen kleinen Laden.

Heiß begehrt sind die Wilderness Camps die nur mit einem Sonderpermit/Buchung besucht werden dürfen. Proviant, Holz und Wasser müssen mitgebracht werden. Das schönste ist M.E. das Bitterpan Wilderness Camp. Wie die anderen Wildernesscamps besteht es aus vier Häuschen aus Naturmaterialien. Bitterpan ist 51 Kilometer nur in einer Richtung befahrbaren tiefsandiger Fahrspur von der Hauptpiste erreichbar. Das Camp ist nur über eine einspurige Sandpiste verlassbar. Es liegt tief in der Kalahari.
Die Wildernesscamps haben keine Wildabwehrzäune. Löwen laufen am späten Nachmittag, nachts und am frühen Morgen zwischen den Häuschen herum.

Alle Wasserlöcher an den Hauptpisten bestehen aus kleinen Betonbecken. Die Ränder sind mit spitzen Steinen gesichert. Wir haben alle Wasserlöcher abgefahren. Auch das Camp Nossob hat dieses gräßliche Betonbecken.

Die Wildernesscamps sollten mindestens 9 Monate vorher gebucht werden. Auch für die anderen Camps empfiehlt sich die sehr frühe Buchung. Alls kann Online erledigt werden.

Ob man diesen Park besuchen soll? Eine klare Antwort fällt mir schwer.
Ich besuche den Park seit über vierzig Jahren alle zwei bis drei Jahre. Wenn ich meine alten Dias, mit einer Fülle von Wildtieren anschaue erfüllt es mich mit Zorn was aus diesem Park geworden ist.

Wer weitere Information zu diesem und anderen Parks in Namibia und Südafrika haben möchte, kann sich gern an mich wenden.

Technik:
Canon EOS 7D, 180mm 1/320 Sek., f/6.3, ISO 200 Belichtungsautomatik, Korrektur -0.3, Automatischer Weißabgleich, kein Ausschnitt
Fotografischer Anspruch: Dokumentarisch ?
Natur: Naturdokument ?
Größe 732.6 kB 1200 x 800 Pixel.
Ansichten: 21 durch Benutzer277 durch Gäste730 im alten Zähler
Schlagwörter:
GebietKalahari
Rubrik
Säugetiere: