Plan-B - ND/KD
| Eingestellt: | 2007-05-15 |
|---|---|
| TS © | |
| Für Robert K. aus Ö. Dieses Bild nimmt Bezug zur "Diskussion" unter dem Schwarzspecht von Oliver Richter [nfimg]20637[/nfimg] Robert: Es gibt sie ja nicht nur im Hansag, sondern auch in Deinem Nachbarland. Dort (oder besser gesagt hier) eigentlich nur noch in Brandenburg. Wenn es im Hansag nur "flimmert" und 1000mm Brennweite nicht ausreicht, dann musst Du halt ein paar km fahren! Zu diesem Bild die Geschichte, "hinter den Kulissen" sozusagen...: Im Trappengebiet von Brandenburg mit dem Auto unterwegs, sah ich eine Großtrappe auf einem Acker. Angehalten, Fotos von weit weg gemacht. Die Trappe sah mich da stehen und kam auf mich zu gelaufen... immer näher... Weiter Fotos "verballert".... schließlich hielt ein "Trappenwärter" neben mir mit seinem Auto, stieg aus und ging wild schreiend und Steine werfend auf die Trappe los.... nanu... Die Trappe flog weg, der "Wärter" drehte sich um und sagte zu mir: "Die soll nicht immer betteln!" Im weiteren Gespräch kam dann heraus, dass es ein jüngeres, fast erwachsenes Männchen ist, das per Hand in der Trappenstation aufgezogen wurde (und daher auch den Ring trägt). Es ist in der deutschen Trappengegend üblich (zumindest war es das damals) alle Eier der wild lebenden Trappen einzusammeln, sie in der Station aufzuziehen und schließlich flügge auszuwildern. Es gehen (gingen?) zuviele Gelege durch die landwirtschaftliche Nutzung kaputt, so dass der bundesdeutsche Restbestand in ärgster Not war und dieser Weg für nötig gehalten wurde. Einige der "Pfleglinge" fanden die menschliche Obhut anscheinend so prima, dass sie nach Futter wartend auch später in ihrem Leben versuchten Futter von Menschen zu bekommen (z.B. Mäuse). Das sollen sie wohl nicht... wenn es nach den Trappen-Leuten geht! So entstand dieses Dia. Nicht der "große Wurf" in der Umgebung und bei dem Gegenlicht, aber immerhin eine "zeigbare" Großtrappe. Gruß, Thorsten |
|
| Technik: | 500mm, Diascan, nahezu Originalgröße |
| Größe | 178.0 kB 900 x 600 Pixel. |
| Ansichten: | 1 durch Benutzer303 durch Gäste653 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | grosstrappe otis tarda |
| Rubrik Vögel: | |
Besten Dank...
Ich möchte aber nochmal klarstellen, dass ich nicht "verteufeln" möchte, was dort geschah! Vermutlich ist es richtig, die ausgewilderten Trappen dazu zu bewegen sich auf eigenen Füßen zu ernähren und nicht Menschen anzubetteln. Dieser Bursche war dem Wärter vermutlich ein alter Bekannter, der immer wieder versuchte sich Kekse oder was weiß ich zu erbetteln. Das ist ja nun ganz und gar nicht Sinn des Trappenprojekts, Vögel zu züchten, die wie Ziergeflügel in Parks nach Brotkrumen betteln. Es gilt wildlebende Großtrappen in Deutschland auf Dauer zu erhalten und ihnen Lebensraum zu gewährleisten.
Ja, ja... ein großes "?" leuchtete schon auf meiner Stirn,
1.) Als die Trappe immer näher auf mich zu kam,
2.) als der Wärter sie dann vertrieb...
Vielleicht komme ich mal wieder ins Trappengebiet und treffe den einen oder anderen von Euch dort. Einen so kooperativen Vogel wie diesen werde ich aber vermutlich nicht noch einmal finden. Das war Glück.
Immerhin hatte ich Zeit genug mehr als einen Film zu belichten. Die Aufnahmen sehen aber mehr oder weniger alle so aus wie dieses. Zeit zum Objektivwechsel wäre reichnlich gewesen.
So... mit diesem Beitrag "mache ich mich dann erstmal weg"... )
Bin im Urlaub, mache Fotos, und komme demnächst sicherlich wieder...
Möglich, das ich morgen noch mal hier bin, aber das weiß ich heute noch nicht...
Bis demnächst in diesem Theater!
Gruß, Thorsten
"Zeigbar"
Ich glaube, an deiner Stelle hätte ich den Hintergrund kräftig weichgezeichnet (natürlich nach hinten hin stärker werdend, um einen "natürlichen" Schärfeverlauf zu simulieren...)
Muss man natürlich nicht und bedeutet auch etwas Aufwand, aber ich glaube, es würde lohnen...
Egal! Das Dokument zählt, und das ist wirklich außergewöhnlich - ich staune immer mehr über dein Archiv...
Gruß Lukas
Na sowas ...
Witzige Geschichte - daß sie dort aufgezogen werden, wußte ich ja; aber daß das solche Auswirkungen haben kann, hatte ich noch nicht mitgekriegt
Übrigens kommen in diesem Gebiet inzwischen soviele Gelege durch, daß die künstliche Aufzucht jetzt wieder eingestellt werden soll - allerdings nur dank Einzäunung einer großen Fläche! Das Problem sind nämlich nicht so sehr die landwirtschaftlichen Geräte (klar, die auch), sondern vor allem die "Raubsäuger" (modern: Boden-Prädatoren).
Witzig ist dabei auch, daß in besagtem eingezäuntem Areal auch andere Arten bevorzugt brüten (z.B. Wiesenweihen) - die kriegen das halt mit, daß hier keine Füchse, Marder, Minks, Waschbären etc. rein können
MM
...
Dein Archiv ist schon gewaltig, die Aufnahme gefällt mir trotz der schwierigen Lichtverhältnisse gut, ich seh sogar die Pupille.
...so ein Vogel nur mal zu sehen wäre schon was...
Wieder ein sehr lesenswerter Bericht, Thorsten! Danke!
Gruß
Oliver
P.S. Robert, du bist dran!