Überfall auf Safaritouristen
© Winfried Wisniewski
Überfall auf Safaritouristen
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Natürlich ist es kein "Überfall". Eine Gepardenmutter mit zwei Jungen hat sich einem Touristenauto genähert und ist dann auf die Motorhaube des Wagens gestiegen. Von hier aus hat sie einen hervorragenden Überblick über die Savanne und kann Beutetiere - insbesondere sehr kleine abgelegte Thomsongazellen - viel besser sehen als von ebener Erde. Es gibt etliche Gepardinnen, die dieses Verhalten praktizieren. Eine der bekanntesten war "Queen", die in der Massai Mara lebte und durch eine Macke in einem ihrer Ohren sehr gut wiedererkennbar war. Sie ist vermutlich um 2001/2002 im hohen Alter von fast 15 Jahren gestorben. Ihr Verhalten Menschen gegenüber hat sie an etliche ihrer zahlreichen Töchter weitergegeben, u.a. an "Princess", die ebenfalls regelmäßig auf Autos stieg.

Häufig wird in diesem Forum kritisiert, dass insbesondere Geparde und Leoparden von vielen Fotografen-Autos umzingelt werden und die Fotografie solcher Tiere geächtet. Manche Autoren versteigen sich zu Behauptungen, dass auf Safaris Tierfotos "unter tierquälerischen Bedingungen" entstehen und dass "jedes Foto einer Gepardenmutter mit Babys ein Beitrag zur Vernichtung der Art" seien. Solche pauschalisierenden Anschuldigungen sind wenig hilfreich und natürlich, mit dieser Auschließlichkeit geäußert, nicht richtig.

Um hier überhaupt keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Wenn Tiere gestört und beeinträchtigt werden, während jemand sie fotografiert, dann ist das nicht zu tolerieren. Ohne Wenn und Aber. Wenn aber ein Fotografenkollege sich im Einklang mit den Nationalpark- oder Schutzgebietsregeln über Tage und Wochen in gebührendem Abstand in der Nähe einer Gepardenfamilie aufhält und schließlich von den Geparden akzeptiert wird, wenn diese z. B. sich dem Auto nähern und darauf herumturnen, dann hat das mit verbrecherischen Fotomethoden aber auch rein gar nichts zu tun. Ob also Tiere gestört oder beeinträchtigt werden, ist von Fall zu Fall zu entscheiden. Und dann ist falsches Verhalten tatsächlich zu ächten. Es ist jedoch selbstverständlich nach wie vor möglich, auf schonende Weise und unter Beachtung der geltenden Naturschutzgesetze, Fotos von Geparden und Leoparden zu machen.

Alle Bilder von Geparden, die ich z. B. hier im Forum eingestellt habe, sind entstanden, ohne dass die Tiere in irgendeiner Weise beeinträchtigt worden wären, und immer aus der größtmöglichen Entfernung. (Eine große Entfernung einzuhalten, war natürlich dann sehr schwierig, wenn sich die Gepardin auf mein Wagendach gelegt und mit Blicken aufmerksam das Wageninnere inspiziert hat, während ihre Jungen ums Auto herumgetollt sind .) Jeder, der nach Afrika fährt, sich an die Regeln hält und dort Raubkatzen fotografiert, sollte sich kein schlechtes Gewissen einreden lassen. Natürlich weiß ich, dass immer wieder Verstöße gegen diese Regeln passieren. Das ist schlecht und muss bekämpft werden. Aber verantwortungsvoll arbeitende Fotografen sollen weiterhin ihrer Arbeit oder ihrem Hobby nachgehen dürfen!
In diesem Sinne
Winfried Wisniewski
Autor: ©
Eingestellt:
Natur: Beeinflußte Natur ?
Fotografischer Anspruch: Dokumentarisch ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 565.2 kB, 1500 x 1000 Pixel.
Technik:
Canon EOS-1 MarkIII, 70-200/2.8, 1/320 Sek. bei Bl. 3.2, ISO: 250
Ansichten: 48 durch Benutzer, 394 durch Gäste
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Rubrik
Mensch und Natur:
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