Grosse Keilerei am Starnberger See
| Eingestellt: | 2011-05-09 |
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| Aufgenommen: | 2011-05-09 |
| AW © | |
| Liebes Forum, am Sonntag bin ich mit meinem Sohn Malte (4 J.)zum Planschen an den Starnberger See gefahren. Nicht ganz ohne Hintergedanken, denn ich wollte sehen, ob sich in Sachen Großlibellen hier schon etwas tut. Tja und wie das dann imer so ist, wenn man den Fotoapparat zu Hause läßt: Es schlüpfte rings um uns herum. Mein Sohn, der am liebsten Exuvien für Papa aufsammelt, war ebenfalls begeistert. War gar nicht so leicht ihn zu bremsen, damit die Libellen in Ruhe trocknen und wegliegen konnten. Und dann waren da noch die ganzen anderen Kinder, die besser nichts davon wissen sollten. Irgendwann, als eines der Kinder fast auf eine Larve draufgelatscht war, platzte mein Sohn mit dem "Geheimnis" heraus. Nur gut dass die Schlupfzeit dieses Tages fast vorbei war, denn nun wollten alle Kinder Exuvien sammeln und diverse Mamas und Papas hatten viele viele Fragen an mich. Eine seltsame Mischung aus Horror und Begeisterung. Heute (Montag!) musste die Kinder in den Kindergarten/Schule und die Mamas und Papas zur Arbeit. Ich habe noch heute und morgen frei (freu). So konnte ich heute Mittag in aller Ruhe fantastische Schlupfszenen beobachten und auch in aller Ausführlichkeit ungestört fotografieren. An dem knallharten Licht konnte ich nicht viel ändern, jedoch spendeten ein paar überhängende Birkenblätter ein wenig Schatten.. Eines der vielen Bilder möchte ich euch zeigen. Ich bin der Ansicht, dass es sich hier um die Gemeine Keiljungfer handelt. Bitte korrigiert mich, falls ich falsch liege. In dem Buch "Libellen in Bayern" heist es zum Status in der roten Liste: "Vom Aussterben bedroht". Ich habe ca. 30 Exuvien eingesammelt und kann diese Einstufung kaum nachvollziehen. |
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| Technik: | Canon 7D, Canon 180 mm/3.5, Stativ, 1/200 Sek., f8, ISO 100, Originalsitzwarte |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Natur: | Naturdokument ? |
| Größe | 390.8 kB 1000 x 667 Pixel. |
| Ansichten: | 219 durch Gäste277 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | gemeine gomphus keiljungfer vulgatissimus |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Grosse Keilerei am Starnberger See
nun weiss ich endlich diese häutungshemden zu zuordnen -wäre nie daruf gekommen, dass die von libellen stammen.
lg stefan
Re: Grosse Keilerei am Starnberger See
für mich als immer noch Neuling der Libellenfotografie ist Dein Bild sehr interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass die Libellen auch auf dem Boden schlüpfen. Bisher schaute ich immer auf Halme, die noch nah oder im Wasser stehen.
Wenn auch das Licht hart ist und die Freistellung der Libelle recht schwierig bis unmöglich auf solchem Grund ist, so ist das Bild für mich sehr aufschlussreich.
Und Deine Geschichte: Toll, wenn sich Menschen für die Natur begeistern lassen. So eine Anschauungsstunde bringt mehr als alle Erklärerei.
VG
Christine
Re: Grosse Keilerei am Starnberger See
wo der Schlupf stattfindet, hat in erster Linie mit der Art zu tun. Die Gemeine Keiljungfer bevorzugt angeschwemmtes Treibholz oder am Wasser stehende Baumwurzeln nimmt aber auch mit Uferbefestigungen aus Beton oder auch mit Kieselsteinen vorlieb. Sie Laven krabbeln sehr flink auch mehrere Meter weit von der Wasserlinie weg. Sie versuchen meist in die Vertikale zu kommen. Wenn sie in der Krabbelphase gestört werden, kehren sie auch ins Wasser zurück, wie ich ein mal beobachten konnte. Bei der kleinen Zangenlibelle ist es schon spezieller. Die mag nach meinen Erfahrungen nur im Wasser stehende Baumstümpfe auf sandigem Untergrund. Wenn man erst einmal Exuvien gefunden hat, weis man wo sich die Suche lohnt. Dann braucht man nur noch den richtigen Zeitpunkt...
Viele Grüße und viel Glück: Andreas
Re: Grosse Keilerei am Starnberger See
Aber ich werde in Zukunft die Augen offen halten.
Viele Grüße
christine