Männchen der Gebänderten Prachtlibelle
| Eingestellt: | 2006-12-06 |
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| [ ND ] An naturbelassenen, langsam fließenden Flüssen und Bächen mit dichter Ufer- und Schwimmpflanzenvegetation findet man von Mai bis August die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens). Ihr Flug ist, im Vergleich zu anderen Libellenarten, eher flatternd, so dass ein nicht geübtes Auge sie schon mal für Schnetterlinge halten kann. Auch ist ihr Revier- und Paarungsverhalten wesentlich ausgeprägter und damit hoch interessant: Die Männchen besetzen Territorien, die sie von einer erhöhten Sitzwarte aus verteidigen. Von Zeit zu Zeit fliegen sie die Grenzen in einem eigenartigen Schwirrflug ab, der der Reviermarkierung dient. Wenn ein fremdes Männchen einfliegt, öffnen sie zunächst ihre Flügel und zeigen die Innenseiten. Sodann fliegen sie ihm entgegen; es kommt zu Schaukämpfen, in die oftmals die Inhaber benachbarter Territorien verwickelt werden. Die Werbung um einfliegende Weibchen beginnt mit dem "Eiablageplatz zeigen"; das Männchen setzt sich auf die Vegetation, biegt die letzten Hinterleibsringe nach oben und zeigt die artspezifisch weiss gefärbte Unterseite. Nach einem werbetanz, der der Arterkennung dientund deshalb bei den verschiedlichen Calopteryx-Arten unterschiedlich abläuft, kommt es zu Paarung. Diese dauert etwa 15 Minuten; dann trennen sich die Partner. Das Weibchen fliegt zum Eiablageplatz und sticht seine Eier im Sitzen in schwimmende Pflanzenteile ein, wobei es vollständig untertauchen kann. Das Männchen vertreibt unterdessen andere Männchen. Er kann sich jedoch mit weiteren Weibchen paaren, so dass in einem Revier mehrere Eiablagen gleichzeitig stattfinden können. |
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| Technik: | Foto: 26.06.2004 Canon EOS 10D, Canon EF 2,8/100 USM Macro |
| Größe | 129.1 kB 924 x 616 Pixel. |
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| Schlagwörter: | |
| Rubrik Wirbellose: | |
Mir gefällt die Aufnahme..
Eine Prachtlibelle im Dezember!
Wir sehen ein schönes Bild mit einem harmonischen Hintergrund. Das Licht ist nicht schlecht, denn praller Sonnenschein macht Aufnahmen von Prachtlibellen wegen ihrer metallisch glänzenden Oberflächen nahezu unmöglich. Bei Prachtlibellen hat man es immer mit den seltsamen Reflexionseigenschaften des Körpers zu tun: viel Licht genau ins Objektiv, während die Körperpartien, deren Licht nicht in die Kamera reflektiert wird, absaufen können und schwach durchgezeichnet sind. So ist ein bedeckter Himmel, wie er bei diesem Foto vorhanden war, auf alle Fälle vorzuziehen. Vielleicht wäre noch eine kleine Aufhellung der unteren Körperteile (an Brust und Hinterleib) mit der Tiefen/Lichter-Funktion möglich gewesen. (Hab's nicht ausprobiert.)
Die Lage der Libelle im Bild ist nicht schlecht, trotzdem hätte ich den Bildaufbau etwas verändert: Das Blatt verläuft so, dass es das Bild in ungefähr 2 gleich große Flächen teilt. Eine 1/3 zu 2/3-Lösung halte ich für günstiger, sie erzeugt mehr Spannung. Mein Vorschlag: Die Libelle etwas größer (also näher rangehen) und tiefer ins Bild setzen, damit die Fläche unter dem Blatt etwas kleiner wird. Gleichzeitig die Kamera ein bisschen in der optischen Achse nach rechts verdrehen, damit die Libelle noch etwas diagonaler ins Bild kommt.
Die Schärfe ist für eine Freihandaufnahme wirklich nicht schlecht, sie schwächelt nur ein wenig am Hinterleibsende. Ich will meine Methode nicht zum allein selig machenden Weg machen, aber ich empfehle immer die Verwendung eines Stativs, damit man die Lage der Schärfezone und den Bildauschnitt genau festlegen kann. Beides aus der Hand zu halten, ist nicht leicht und auch kaum in einer Bildserie reproduzierbar. Für die Detailschärfe ist der Einsatz eines Stativs sowieso besser.
Sehr nett und informativ sind die Angaben zur Lebensweise dieser Libellenart. Auch sowas bereichert das Forum.
Gruß
Jens