Tür 16
© Thorsten Stegmann
Tür 16
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"Wo Wasser ist, ist Leben", "Quadratisch - praktisch - gut", "Grün ist die Hoffnung", "F2 - Treffer, versenkt", "Ich schlafe in der Dusche, denn die Dusche ist mein Freund", "Shower-haft"... usw…

Mir fallen so viele Titel zum Bild ein, dass ich mich gar nicht entscheiden kann... :-)

Sicherlich ist dieses Bild ein schon recht extremer Kandidat für die neue Rubrik Mensch und Natur, aber für mich persönlich an dieser Stelle sehr passend, denn Natur ist im Bild, wenn nicht sogar der wesentliche Blickfang?!

Ein Bild das m.E. Natur zeigt oder sogar dokumentiert, so wir sie denn erkennen: Ein völlig natürliches Verhalten dieses "Grünen", der hier in der Nacht Nahrung gesucht hat, denn: "Wo Wasser ist, da ist auch Leben" und Wasser lockt seine Beute an und damit auch ihn. Dasselbe hätte auch an einem schönen Wasserfall passieren können und als Naturfoto besser ausgesehen – war aber nicht und dem Frosch ist das scheinbar egal. Für mich vermittelt aber auch gerade dieser Widerspruch im Bild (kaputter Ort an dem aber doch auch Naturprozesse ablaufen) eine besondere Faszination – quasi ein Positivbeispiel, bei der oft ins rein Negative - der Zerstörung von Natur durch uns- geglaubten Interpretation des Foto-Themas Mensch und Natur.

Natur kann einen überraschen - verblüffen - an Orten an denen man mit _ihr_ nicht rechnet. So habe ich hier (des Nächtens im Waschhaus auf einem Campingplatz in Florida) in Badelatschen und mit Handtuch noch mal kehrt machen müssen, nachdem ich die Tür der Duschkabine öffnete und genau diese Szene vor mir sah – davon brauchte ich (vor der Körperreinigung) unbedingt ein Bild – also schnell die Kamera geholt und dokumentiert… Ich nahm dann anschließend eine andere Duschkabine…

Ich mag solche verblüffenden Momente in/aus der Natur – und v.a. Fotos davon – Letztere _sprechen_ zu mir, in einer komplizierten und meist schwer verständlichen Sprache, zu der der abgebildete Widerspruch (Natur-Frosch in Nicht-Natur) gehört. Einfachere Worte aus der "heil"-fotografierten Natur verstehe ich ebenfalls - ich liebe sie und benutze sie gewöhnlich in meinen Fotos ebenfalls. Diese dringen aber nicht so tief in mein Verständnis, sind oft schneller vergessen als gesehen bzw. fotografiert oder widersprechen teilweise sogar in einer gänzlich anderen Art und Weise, dass ich sie nicht mehr als Natur verstehe, da sie für mich zwar wunderschön als Foto aussehen, aber beizeiten _nur noch_ ein "unnatürlich geschminktes Abbild" – ein "Natur-fake" - abbilden.

Nach meinem persönlichen Dafürhalten war Natur im Sinne eines Naturfoto schon immer besonders dort gut aufgehoben und gezeigt, wo sie selbst die Bildaussage ist und weniger dort, wo Mensch meint, sie durch Ausblenden von vermeindlich Unnatürlichem oder Ansetzen menschlich-ästhetischer (fotografischer) Maßstäben als natürlich wirkend ins Bild rücken zu müssen.

Das Bild wäre recht wahrscheinlich ohne den Adventskalender und ganz sicher ohne die neue Rubrik nicht im Forum gelandet. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank für die Einrichtung dieser Rubrik! Ich folge daher mit diesem Türchen den kommentierten Gedankengängen unter Türchen 1 von Lukas (siehe dort). Zu diesem Türchen bin ich zudem ein wenig "wie die Jungfrau zum Kinde" gekommen – fragt Andreas Funk! ;-)

Es ist nur ein Knipsbild (v.a. der Blitz), ich bitte dieses zu entschuldigen! Ein Bezug zu Weihnachten fehlt auch. Diesen reiche ich hiermit nach:

"Lasst Euch nicht stressen!"

Grüße, Thorsten
Autor: ©
Eingestellt:
Natur: Naturdokument ?
Fotografischer Anspruch: Fortgeschritten ?
Technische Angaben: zeigen
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