libelle
| Eingestellt: | 2009-07-04 |
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| HS © | |
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| Technik: | eos 450d/200mm L II/kenko 36mm/stativ/fernauslöser/spiegelvorauslösung |
| Natur: | Beeinflußte Natur ? |
| Größe | 379.9 kB 1000 x 667 Pixel. |
| Ansichten: | 1 durch Benutzer145 durch Gäste201 im alten Zähler |
| Schlagwörter: | libelle |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: libelle
sieh es mir bitte nach, wenn meine Bildkritik nicht so positiv ausfällt. Ich nehme mir jetzt etwas Zeit für dein Foto und möchte nur ein paar Tipps geben.
1. Die Schärfe stimmt nicht. Wenn man eine Libelle von der Seite fotografiert, sollte man durch genaues Ausrichten der Kamera darauf achten, dass die Linie Kopf - Brust - Hinterleib in der engen Schärfezone liegt. Hier läuft das Hinterleibsende deutlich aus dem Ruder. Du müsstest das Stativ etwas nach links verschieben, dann die Kamera ein bisschen nach rechts schwenken und im Sucher kontrollieren, ob alle Teile peinlich genau in der Schärfenebene sind. Als Blende wählt man ab f7.1 (besser noch f8-11), um die Teile, die seitlich hervorragen, in die enge Zone zu bekommen. Besonders die seitlichen Augenränder und die Brustseite liegen ein Stück voneinander entfernt.
2. Der Hintergrund ist viel zu unruhig und stört erheblich. Die kreuz und quer verlaufenden Pflanzenteile lenken vom Motiv ab und beeinträchtigen die Ruhe, Harmonie und Ästhetik.
3. Das Licht ist sehr hart. Es ist in der Regel besser, das weiche Licht eines bewölkten oder diesigen Himmels zu nutzen oder am frühen Morgen zur Zeit des Sonnenaufgangs zu fotografieren. Dazu muss es (fast) windstill sein, damit lange Verschlusszeiten möglich werden.
Gib doch mal das Schlüsselwort "Libelle" auf der Startseite oben rechts ein und sieh dir einige Beispielaufnahmen, die viele Kommentare und Hits bekommen haben, an. Hier sind mehrere Fotografen, die sich schon an Libellen versucht haben. Du kannst auch die Kategorie "Makro" oder die Wettbewerbsbilder durchsehen.
Du zeigst das Männchen einer Großen Pechlibelle (Ischnura elegans).
Gruß
Jens
Re: libelle
Re: libelle
heute bin ich nur schneller, weil das Wetter miserabel ist. Die ganze Woche hindurch war tolles Makrowetter, jetzt am freien Samstag haben wir Wind und Regen. Dabei hatte ich mich schon so auf die Federlibellen gefreut ...
Gruß
Jens
Re: libelle
obwohl ich noch sehr wenig von Libellen verstehe, scheint mir das eine Große Pechlibelle (ischnura elegans) zu sein. Erkennbar unter anderem am komplett gefärbten vorletzten Abdominalsegment.
Gerne würde ich ein paar Kritikpunkte anbringen, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit zu erheben:
- Die Perspektive ist mir ein wenig zu sehr von oben herab, ein bißchen tiefer hätte mehr Nähe zum Tier geschaffen, ohne die wesentlichen Charakteristika der Libelle aus den Augen zu verlieren
- Die Schärfe auf Augen und Thorax ist gut, aber der Hinterleib läuft aus der Schärfeebene. Dies könntest Du gut vermeiden, indem Du den Sensor sorgfältig parallel zur Libelle positionierst. Ich denke, hier wäre das möglich gewesen.
- Die Ausrichtung von Ansitz und Libelle ist sehr waagrecht, das unterteilt das Bild ziemlich. Ein Bildaufbau, der die Libelle mehr in der Diagonalen zeigt, ist häufig attraktiver
- Der Hintergrund mit den vielen kreuz und quer verlaufenden Halmen wirkt auf mich sehr unruhig. Den ein oder anderen Halm hätte ich hier ein wenig zur Seite gebogen.
Ein feines Detail, das ich aber erst beim zweiten Hinsehen entdeckt habe, ist das Insekt, das vor der Libelle auf dem Blatt sitzt. Das nächste Beutetier???
Viel Kritik auf einmal, die Du hoffentlich nicht krumm nimmst. Libellenphotographie ist faszinierend, wenn man mal infiziert ist, gibt es kein Zurück. Von den Cracks hier im Forum kann man da viel lernen... (zu denen zähle ich mich nicht, hoffe, das ist klar )
viele Grüße
Tobias