Die Fluoreszens der Veränderlichen Krabbenspinne (Misumena vatia)
© Ingolf Kunze
| Eingestellt: | 2026-09-01 |
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| Aufgenommen: | 2026-09-01 |
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| Als Anregungslicht wurden hier 365nm benutzt, welches die Spinne dann überwiegend im langwelligeren, sichtbarem blaue/cyan/grüne Fluoreszenzlicht emitiert. Dieses Phänomen ist 2017 ausführlich untersucht worden. Bei der Veränderlichen Krabbenspinne (Misumena vatia) werden im Wesentlichen drei mögliche Funktionen der Fluoreszenz diskutiert. Wichtig ist: Keine davon ist bislang abschließend bewiesen. Beuteanlockung – besonders interessant. Die Fluoreszenz könnte die Spinne für blütenbesuchende Insekten optisch auffälliger machen. Ihre Fluorophore emittieren stark im Bereich um ungefähr 430 nm, also blaues Licht. Bemerkenswerterweise reagieren verschiedene Bienen auf diesen Spektralbereich. Die Autoren diskutieren deshalb, dass die Spinne auf einer Blüte möglicherweise ähnlich wie ein optisches Blütensignal bzw. Saftmal wirken könnte und dadurch Bestäuber näher heranlockt. Für M. vatia selbst ist dieser Effekt allerdings noch nicht experimentell nachgewiesen. Tarnung: Das klingt zunächst widersprüchlich: Warum sollte Leuchten tarnen? Viele Blüten besitzen aber selbst besondere UV- und teilweise Fluoreszenzeigenschaften. Die zusätzliche Fluoreszenz könnte deshalb dazu beitragen, dass das Gesamtspektrum der Spinne besser zum Blütenhintergrund passt – und zwar aus Sicht einer Biene oder eines anderen Insekts, nicht aus menschlicher Sicht. Das könnte sowohl verhindern, dass die Beute die Spinne erkennt, als auch die Spinne vor visuellen Prädatoren schützen. UV-Schutz. Fluorophore absorbieren energiereiche UV-Strahlung und geben einen Teil der Energie als weniger energiereiches sichtbares Licht ab. Daher wurde eine Art „Sonnenschutz“ diskutiert. Ein besonders starkes Indiz dafür, dass die Fluoreszenz biologisch mehr als nur ein zufälliges Nebenprodukt sein könnte, ist der Geschlechtsunterschied, denn Jungtiere fluoreszieren stark; Weibchen behalten die starke Fluoreszenz als adulte Tiere, während sie bei heranreifenden Männchen deutlich abnimmt. Adulte Männchen jagen viel weniger und verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit der Weibchensuche. Das passt auffällig gut zu einer Funktion im Zusammenhang mit Jagd/Tarnung auf Blüten. |
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| Technik: | OLYMPUS M.60mm F2.8 Macro ISO 5000, 120mm Kleinbild M, Manueller Weißabgleich 0.3m Distanz |
| Fotografischer Anspruch: | Dokumentarisch ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 1.6 mB 2000 x 1497 Pixel. |
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| Schlagwörter: | fluoreszens veraenderlichen krabbenspinne misumena vatia |
| Gebiet | Niedersachsen |
| Rubrik Wirbellose: | |