Schwarzkopf-Rossameise (Camponotus herculeanus)
| Eingestellt: | 2026-08-05 |
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| Aufgenommen: | 2026-08-04 |
| IK © | |
| Es handelt sich um die Schwarzkopf-Rossameise (Camponotus herculeanus). Sie ist ein typische Bewohner von Nadelwäldern (bevorzugt Fichten und Kiefern) in den Mittelgebirgen. Anders als Termiten fressen Rossameisen das Holz nicht. Sie nutzen ihre kräftigen Beißwerkzeuge ausschließlich dazu, ein weit verzweigtes Gang- und Kammersystem für ihr Nest direkt in das Holz zu nagen. Sie meißeln dreidimensionale Nester tief im Stammverlauf – oft meterschwer vom Wurzelbereich aufwärts. Die Außenseite des Baumes bleibt dabei meist als schützende Wand intakt. Das Genagsel: Alles, was sie heraushobeln, tragen sie penibel nach draußen (Siehe Foto) und lassen es am Stammfuß fallen. So entstehen die markanten, oft riesigen Haufen aus feinen Holzspänen, dieses kann man auf einem zusätzlichen Foto im Attechment gut sehen. Meistens siedeln sich die Ameisen in Bäumen an, die im Kern bereits durch Pilze (wie Rotfäule) oder mechanische Verletzungen leicht vorgeschädigt oder geschwächt sind. Sie dringen dann über Risse oder Schadstellen ein und höhlen den Stamm von innen heraus Wenn ein Nest aufgegeben wird oder der Stamm schließlich abbricht, entstehen ideale Bruthöhlen für Spechte (besonders Schwarzspechte, deren Hauptnahrung Rossameisen sind), Siebenschläfer, Fledermäuse und seltene Käferarten. Die Arbeiterinnen weisen eine ausgeprägte Größendifferenzierung (Polymorphismus) auf. Die riesigen Majoren haben massiv vergrößerte Köpfe mit enormer Muskelmasse, um trockenes Holz zu zerspanen und das Nest gegen Eindringlinge zu verteidigen. Die kleineren Arbeiterinnen tragen dann das Genagsel nach draußen. Die Königinnen gehören mit bis zu 20 mm Körperlänge zu den größten Insekten Mitteleuropas; selbst große Arbeiterinnen (Majoren) erreichen problemlos 14 mm. Grüße Ingolf |
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| Technik: | OM Digital Solutions OM-1MarkII, OM 90mm F3.5 + MC-20 1/400s, F/10, ISO 250, 180mm (etwa 361mm Kleinbild) M, Automatischer Weißabgleich 0.57m Distanz |
| Bearbeitung | Gestempelt Tiefenschärfe verändert |
| Fotografischer Anspruch: | Dokumentarisch ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 924.3 kB 1500 x 1473 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 23 Zu den Tophits
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| Ansichten: | 64 durch Benutzer72 durch Gäste |
| Schlagwörter: | schwarzkopf-rossameise camponotus herculeanus |
| Gebiet | Bayern |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Schwarzkopf-Rossameise (Camponotus herculeanus)
Eine Frage hätte ich da noch 😅
Geblitzt mit Softbox ?
VG
Michael
Re: Schwarzkopf-Rossameise (Camponotus herculeanus)
Guten Morgen Michael, das Bild habe ich ohne Blitz aufgenommen. Das Licht war dafür günstig. Ein Blitz mit Diffuser hätte die Arbeit aber erleichtert, ich war aber in Urlaub, da nehme ich aus praktischen Gründen Blitz und Diffuser nicht mit. Bei den hektischen Bewegungen der Ameisen hab ich viele Fotos schießen müssen, bis Schärfe, Holztransport und das Licht zusammenpasste. Das Foto ist also mehr eine Fleißarbeit.
Grüße Ingolf
Re: Schwarzkopf-Rossameise (Camponotus herculeanus)
Re: Schwarzkopf-Rossameise (Camponotus herculeanus)
es ist ja nicht so leicht, eine schwarze Ameise attraktiv ins Bild zu setzen. as ist dir aber hier
sehr gut gelungen! Toll, dass du die Ameise bei der Arbeit fotografieren konntest.
Die Beschreibung ist wieder superausführlich und spannend zu lesen.
Liebe Grüsse,
Marion
Re: Schwarzkopf-Rossameise (Camponotus herculeanus)
Ein tolles Makro mit natürlicher Farbgebung und feinen Strukturen – da lohnt sich ein genauer Blick auf die kleinen Details! LG Johanna
Re: Schwarzkopf-Rossameise (Camponotus herculeanus)
eine ganz hervorragende Doku nebst
sehr informativem Text!
Gruß Wolfgang