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Ulmenzipfelfalter (Satyrium w-album)

Ulmenzipfelfalter (Satyrium w-album)
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Eingestellt:
Aufgenommen: 2026-07-11
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Der Ulmenzipfelfalter (Satyrium w-album) ist ein faszinierender kleiner Schmetterling aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae). Obwohl er zu den Bläulingen gehört, ist seine Flügeloberseite unauffällig dunkelbraun. Seinen Namen verdankt er seiner engen Bindung an Ulmen und einem ganz besonderen Merkmal auf der Flügelunterseite.
Auf der hellbraunen oder graubraunen Unterseite der Hinterflügel verläuft eine weiße Linie, die wie ein perfekter, zackiger Buchstabe „W“ geformt ist. Direkt daneben befinden sich auffällige orangefarbene Flecken und eine feine, schwänzchenartige Verlängerung am Flügelrand (der „Zipfel“). Wenn der Falter die Flügel zusammenklappt – was er in Ruhe fast immer tut –, ist er durch dieses Muster perfekt getarnt.
Der Ulmenzipfelfalter ist ein echter „Baumkronen-Hocker“. Er verbringt den Großteil seines Lebens hoch oben in den Wipfeln von Ulmen. Dort saugen die Falter gerne am Honigtau von Blattläusen. Nur selten kommen sie herab, um an Blüten (wie Brombeeren, Disteln oder Liguster) Nektar zu trinken. Weil sie so weit oben leben, werden sie oft übersehen, obwohl sie gar nicht so selten sind.
Die Raupen des Ulmenzipfelfalters sind extrem wählerisch: Sie fressen ausschließlich die Blüten, Knospen und Blätter von Ulmen (vor allem Bergulme und Feldulme, seltener Flatterulme). Im Sommer legt das Weibchen die Eier an den Knospenknospen der Ulmen ab. Die Eier überwintern. Im nächsten Frühjahr schlüpfen die kleinen, grünlichen Raupen genau dann, wenn die Ulme anfängt zu blühen, da sie sich anfangs von den Blüten nähren.
Da der Falter so stark von der Ulme abhängig ist, ist er auch direkt von deren Schicksal betroffen. Das sogenannte Ulmensterben (eine durch Schlauchpilze verursachte und von Borkenkäfern übertragene Baumkrankheit) hat die Ulmenbestände in Europa in den letzten Jahrzehnten drastisch dezimiert. Wo die Ulmen verschwinden, bricht leider auch die Population des Ulmenzipfelfalters ein. In vielen roten Listen der Bundesländer wird er daher als „gefährdet“ oder auf der „Vorwarnliste“ geführt.
Grüße Ingolf
Technik:
OM Digital Solutions OM-1MarkII, OM 50-200mm F2.8
1/2500s, F/2.8, ISO 1250, 164mm (etwa 329mm Kleinbild)
M, Manueller Weißabgleich
1.06m Distanz
Bearbeitung Gestempelt Tiefenschärfe verändert
Fotografischer Anspruch: Dokumentarisch ?
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Größe 912.4 kB 2537 x 1903 Pixel.
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Beste Tophit-Platzierung: 36 Zu den Tophits
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Schlagwörter:
GebietNiedersachsen
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