Langer Blaupfeil, frisches Männchen
© Benutzer 2187223
| Eingestellt: | 2026-05-20 |
|---|---|
| Aufgenommen: | 2025-06-10 |
| B2 © | |
| Noch nicht lange geschlüpft war dieser männliche Lange Blaupfeil (Orthetrum trinacria) zum Zeitpunkt der Aufnahme. Er ist Teil eines ganz besonderen Libellenerlebnisses 2025 auf Sardinien. Er war einer von Zehntausenden von Libellen, die an diesem nicht kleinen aber auch nicht wirklich großen See auf Sardinien flogen. Da wuselte es nur so vor lauter Großen Blaupfeilen (Orthetrum cancellatum - größte Anzahl dort), Langen Blaupfeilen, Feuerlibellen und Violetten Sonnenzeigern (Trithemis annulata), die sich durch die massive Aktivität gegenseitig ständig aufscheuchten und natürlich auch gegenseitig fraßen. Kleinere Libellen wie Saphiraugen (Erythromma lindenii), Kleine Granataugen (Erythromma viridulum) und Schwarze Barone (Selysiothemis nigra) waren eher die Opfer der Szenerie. Wenn sie es nach dem Schlupf von den aus den Wasser ragenden Massenschlupfästen (siehe Anhang) bis an den Waldrand schafften, erhöhte sich ihre Lebenserwartung schlagartig von wenigen Minuten auf mehrere Stunden bis Tage, was aber aufgrund des Spießrutenlaufs (oder eher Spießrutenjungfernflugs) sehr unwahrscheinlich war. Jedenfalls hatte es auch dieser noch nicht lang geschlüpfte Lange Blaupfeil an den Waldrand geschafft, wo er von dem Hauen und Stechen am Seeufer etwas auszuruhen schien. (Die Punkte vorne auf dem Thorax sind keine Störungen durch schlechte oder grobe Bearbeitung, Die jungen Langen Blaupfeile haben dieses feine Punktemuster tatsächlich an der Vorderseite des noch hellgelbgrün gefärbten Brustpanzers) |
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| Technik: | Canon EOS R7, RF100-400mm F5.6-8 IS USM 1/320s, F/7.1, ISO 400, 165mm 0.89m Distanz |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 1.1 mB 2000 x 1334 Pixel. |
| Platzierungen: |
Beste Tophit-Platzierung: 24 Zu den Tophits
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| Ansichten: | 57 durch Benutzer84 durch Gäste |
| Schlagwörter: | langer blaupfeil blaupfeil orhetrum orthetrum trinacria grosslibelle anisoptera segellibelle libellulidae sardinien |
| Rubrik Wirbellose: | |
Re: Langer Blaupfeil, frisches Männchen
2026-05-21
Otto Ganss
Hi Christian
das BIld von dem "Langen" gefällt mir wieder sehr gut.
Dein Einleitungstext ist ja der reine Wahnsinn,so viele Libellen auf einem Fleck
würde ich auch gerne mal sehen.
Der Schlupfast ist unglaublich,ohne das Bild wäre das schwer zu glauben!!
Danke fürs Zeigen dieser Libellen.
Gruss
Otto
Re: Langer Blaupfeil, frisches Männchen
2026-05-20
Bernd Lütke Wöstmann
Hallo Christian,
die kannte ich überhaupt nicht.
Gefällt mir sehr gut.
Auch das angehängte Bild!
Das solltest du nochmal separat zeigen!
Gruß, Bernd
die kannte ich überhaupt nicht.
Gefällt mir sehr gut.
Auch das angehängte Bild!
Das solltest du nochmal separat zeigen!
Gruß, Bernd
Re: Langer Blaupfeil, frisches Männchen
2026-05-20
Andreas Wronna
Hallo Christian,
sehr schön, auch eine Aufnahme von dem beschriebenen Erlebnis zu sehen. Normalerweise ist es ja sehr schwer, sich einzelnen Exemplaren dieser Art ausreichend anzunähern. In Deinem Fall war es aufgrund der Vielzahl leichter und so konntest Du uns diese hervorragende Aufnahme präsentieren. Technisch und gestalterisch einwandfrei.
Viele Grüße: Andreas
Re: Langer Blaupfeil, frisches Männchen
2026-05-20
Benutzer 2187223
Hallo Andreas,
vielen Dank! Hast du auch die angehängte Aufnahme von der Schlupfstelle mit den mindestens 100 Exuvien gesehen? Nahe des Seeufers hingen Äste aus dem Wasser, und an jedem dieser Äste hingen solche Exuvien-Büschel. Das Problem direkt am See war, dass die Libellen immer nur 1-2 Sekunden saßen und dann von den vielen Bewegungen der vielen Libellen drumherum wieder aufgescheucht wurden. Erst einige Meter vom direkten Uferbereich weg war es schon eher möglich, auch Aufnahmen zu realisieren. Aber ich kann mir vorstellen, dass der See was für dich wäre.
Liebe Grüße, Christian
vielen Dank! Hast du auch die angehängte Aufnahme von der Schlupfstelle mit den mindestens 100 Exuvien gesehen? Nahe des Seeufers hingen Äste aus dem Wasser, und an jedem dieser Äste hingen solche Exuvien-Büschel. Das Problem direkt am See war, dass die Libellen immer nur 1-2 Sekunden saßen und dann von den vielen Bewegungen der vielen Libellen drumherum wieder aufgescheucht wurden. Erst einige Meter vom direkten Uferbereich weg war es schon eher möglich, auch Aufnahmen zu realisieren. Aber ich kann mir vorstellen, dass der See was für dich wäre.
Liebe Grüße, Christian