Seltsame Eisgebilde
© Dieter Eichstädt
Seltsame Eisgebilde
* ** *** **** Vollbild
©...
https://naturfotografen-forum.de/data/o/337/1686093/thumb.jpghttps://naturfotografen-forum.de/data/o/337/1686093/image.jpg
Nach den ersten Nachtfrösten der letzten Tage hatte ich das Glück in einem Buchenwald das seltene Haareis zu finden. Diese zarten Gebilde entstehen nur bei ganz bestimmten Wetterbedingungen.

Im Internet war darüber folgendes zu lesen:

Haareis wächst von der Basis aus und nicht wie Eiszapfen oder Reif an den Enden. Die dünnen Eisfäden entstehen innerhalb weniger Stunden und wachsen auf bis zu zehn Zentimeter. Die Eis-Zuckerwatte erscheint über Nacht und hält sich nur kurz. Je nach Lage des Astes an einem schattigen oder sonnigen Platz, ist das Eis in der Sonne nach einer Stunde geschmolzen. Im Schatten bleibt es auch einen ganzen Tag erhalten. Wenn die Eisfäden wachsen, entwickeln sie genug Kraft, um die Borke vom Ast zu lösen.

Die feine Eiswolle entsteht, da das Wasser bei den richtigen Bedingungen nur oben im Holz gefriert. Dabei dehnt es sich aus, während von unten sich ausdehnendes Wasser nachdrückt, das dann an der Oberfläche gefriert. Drei Effekte spielen eine wichtige Rolle, damit die Fäden entstehen: Erstens besitzt Eis eine höhere Ausdehnung als Wasser. Zweitens dehnt sich auch Wasser, wenn es auf unter vier Grad Celsius abkühlt, aus (Anomalie des Wassers). Den geringste Widerstand für das sich ausdehnende Wasser gibt es auf der Oberfläche des Stammes. Deshalb drückt das Wasser nach oben. Die feinen Eisfäden bilden sich, solange noch Wasser im Holz ist, dass das Eis nach oben drückt.
Die verholzten Gefäße im Holz des Astes sind äußerst fein und wirken wie Löcher in einem Sieb: Sie sind der dritte Grund für die hauchfeinen Fäden. Vergleichbar ist das Phänomen des Haareises mit Kammeis. Die kleinen gebündelten Eisnadeln wachsen aber nicht aus einem Holzstück, sondern aus dem Boden. Aus den feinkörnigen, aber noch nicht komplett gefrorenen Boden, schieben sich bis zu 30 Zentimeter lange Eisnadeln.
Autor: ©
Eingestellt:
Aufgenommen: 2019-12-28
Dokumentarischer Anspruch: Ja ?
Fotografischer Anspruch: Dokumentarisch ?
Technische Angaben: zeigen
Dateigröße: 550.2 kB, 1195 x 797 Pixel.
Technik:
Brennweite 4.5mm, entsprechend 25mm Kleinbild
10/1000 Sekunden, F/2.8, ISO 100
Belichtungsautomatik, Korrektur -66/100, automatischer Weißabgleich
DMC-FZ300
Ansichten: 78 durch Benutzer, 201 durch Gäste
Schlagwörter:,
Rubrik
Naturdetails:
←→