Klimawandel?
| Eingestellt: | 2019-08-11 |
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| Aufgenommen: | 2019-06-30 |
| Ich bin nun doch schon einige Jahrzehnte auf dieser Welt, kann mich aber nicht erinnern, dass früher Stürme ganze Landstriche niedergemacht haben, wie dies innerhalb der letzten 3 Jahre bei uns hier zwei mal passiert ist. Folgen des Klimawandels oder nur Zufall? |
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| Technik: | Brennweite 150mm, entsprechend 150mm Kleinbild 1/1000 Sekunden, F/5, ISO 200 NIKON D750 150.0-600.0 mm f/5.0-6.3 |
| Fotografischer Anspruch: | Fortgeschritten ? |
| Dokumentarischer Anspruch: | Ja ? |
| Größe | 676.9 kB 1176 x 785 Pixel. |
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| Rubrik Landschaften: | |
Re: Klimawandel?
ein bedrückendes Bild. Noch bedrückender, wenn man Ingrids Kommentar dazu liest.
Die gleiche Situation auch bei uns in Oberfranken.
Früher waren Wälder bei uns ein Ort der Erholung, inzwischen bereiten sie fast nur noch Sorge. Auch weltweit scheint es nicht besser zu sein. Der Amazonas wird unaufhaltsam gerodet, in Sibirien brennen die Wälder und bestimmt auch bald wieder in Nordamerika. Düstere Aussichten und kein Wunder, wenn die Leute depressiv werden
.
Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...
LG Stephan
Re: Klimawandel?
ich habe 1982 im Forstberuf begonnen und 1984 den ersten großen Sturm bewusst mit erlebt.
Seit dem immer mal wieder Sturmereignisse, teilweise regional, teilweise länderübergreifend.
Millionen FM Windwurf und meist anschließend Käferholz wurden aufgearbeitet, neue Wälder gepflanzt und dann war wieder für ein paar Jahre oder sogar ein Jahrzehnt "Ruhe im Wald".
Was wir jetzt erleben ist in der Intensität der Stürme (Windgeschwindigkeiten) noch nicht einmal extrem, doch der Wald ist bis in die letzte Wurzel geschwächt.
Das letzte Jahr begann im Januar mit Stürmen.
Bis zum Sommer hatten wir den Windwurf weitestgehend aufgearbeitet.
Doch, ab dem Frühjahr Trockenheit - den Borkenkäfer hat es gefreut, es gab ja ausreichend Brutmaterial in Form von liegenden Bäumen.
Also sofort versucht mit allen Arbeitskräften die Käferbäume aus dem Wald zu bringen, damit der Käfer sich nicht weiter ausbreiten kann.
Doch auch hier wieder tausende FM aufgearbeitet und meistens waren wir zu spät - der Käfer war schon wieder ausgeflogen (er braucht nur 6 Wochen für einen Zyklus).
Dann ein Winter, der kaum wirklich tief gehende Durchnässung gebracht hat, Käferholzaufarbeitung bis zum Frühjahr und dann wieder Sturm und weiter geht es mit dem Käfer und jedes lokale Gewitter schmeißt wieder Bestände um und liefert Futter für den Borkenkäfer.
Soweit zur Fichte ....
Buchenbestände sterben mittlerweile flächig ab (wie wird Wohlleben das wohl erklären ).
Eschenbestände sterben flächig ab.
Die Birke lässt flächig die Blätter fallen (hoffen wir, dass die Knospe für das nächste Jahr schon gebildet ist)
Der Ahorn bekommt mehr und mehr Probleme.
Die Kiefer verabschiedet sich bei uns flächig.
Douglasien sehen seit Jahren aus, als wenn sie das nächste Jahr nicht mehr erleben würden.
Sogar immer mehr absterbende Eichen sehe ich.
Erlengaleriewälder stehen tot an den Bachufern.
Hier in der Eifel liegen die kleinen Bäche trocken, alte nasse Gräben sind ausgetrocknet.
Binsenflächen auf staunassen Standorten sind trocken - da ist nix mehr!
In den letzte Tagen hat es ein paar mal kräftig geregnet, das reicht, um die Wiesen grün werden zu lassen - für den Wald ist das ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Wer sich bewusst im Wald bewegt, wer sieht, dass Ahorn-,Buchen, Eichennaturverjungungen verbrannt und vertrocknet sind, dass Laubmischkulturen die trotzige und hoffnungsvolle Waldbauern im Frühjahr gepflanzt haben, jetzt schon wieder vertrocknen, dem steht es bis an die Halskrause!
Alles was mit Forst zu tun hat, ist zur Zeit echt wenig entspannt (um es vorsichtig auszudrücken).
Förster, Waldarbeiter, Unternehmer, Fuhrleute, Sägewerke, Waldbesitzer, alle sind am Anschlag und das Schlimme ist, wir sehen kein (gutes) Ende .
Doch wie sagte letzt eine ältere Dame zu mir:
Der Sommer war ja nix - gerade mal 2 Abende habe sie draußen sitzen können 
Danke Helmut für Deine Aufnahme!
VG Ingrid
Re: Klimawandel?
VG Helmut
Re: Klimawandel?
Werner
Re: Klimawandel?
ich war gestern in Brandenburg unterwegs und ich war entsetzt.
Viel zu wenig Regen, die hohen Temperaturen...Brände, gefräßige Schädlinge...
unserem Wald geht es nicht gut
und die durch Hitze zum Teil stark veralgten Seen lassen auch keinen ungetrübten Badespaß mehr zu.
LG Ute
Re: Klimawandel?
Re: Klimawandel?
leider ist das kein Zufall….
Es hat zwar Stürme schon immer gegeben, aber durch Trockenheit und Schädlinge sind die Bäume zusätzlich geschwächt. Die Fichte gehört zu den Klimaverlierern.
LG Ute